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Hotel-Architektur:Der den Sturm erntet

Zirmerhof.

Verbaut wurde vom Architekten ausschließlich Holz, das der Jahrhundertsturm Vaia hinterlassen hat.

(Foto: MDL/Max Rommel/Zirmerhof)

Vor zwei Jahren tobte ein gewaltiger Sturm in Südtirol. Aus dem Holz entwurzelter Bäume hat der Architekt Michele De Lucchi ein Hotel in den Dolomiten erweitert. Über nachhaltiges Design und warum man sich in den "Häusern der Wiese" so geborgen fühlt.

Von Gerhard Matzig

Für Architekten und Designer ist das, was Michele De Lucchi beim Um- und Ausbau des Zirmerhofes in Südtirol tun durfte, ein Traum. Wobei sich ein solcher Traum manchmal - nämlich aus der Perspektive des von einer allzu dominanten Design-Idee heimgesuchten Publikums - auch als Albtraum erweisen kann. Vom Sofa, das nicht rot sein darf (wie es der Bauherr will), sondern blau sein muss (so will es der Architekt), ist noch zu erzählen. Aber keine Angst: Erstens ist Michele De Lucchi genau das Gegenteil von einem Geschmacksdiktator. Vor allem aber würde er den Ort, an dem er selbst seit vielen Jahren Ferien macht, nicht zum Design-Dorado umrüsten. Der Zirmerhof, Baukultur seit dem 12. Jahrhundert, bleibt sein "magisches" Hideaway, wie er sagt. Es ist ein Zauberberg. Und zweitens sind auf dem Zirmerhof in Radein, südöstlich von Bozen auf einem Hochplateau gelegen, in grandioser Lage und als Sehnsuchtsort gut versteckt vor den Anfeindungen der Welt wie auch vor den Segnungen der Designwelt, Albträume jeder Art verboten.

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