Weiter flussabwärts, zwischen der Hauptstadt Khartum und Assuan in Ägypten, durchbrechen natürliche Barrieren aus Granit das Flussbett: die sechs Katarakte des Nils. Für Schiffe war dort früher kaum ein Durchkommen, man konnte allenfalls kleine, flache Boote über die seichten Flussarme ziehen. Die Katarakte bildeten eine natürliche Grenze zwischen dem Ägyptischen und dem Nubischen Reich. Heute kann der Nil durchgehend befahren werden, wegen der Staudämme hat sich der Wasserstand erhöht. 45 Grad Celsius ist es heiß, als Michaela Göken bei einem Ausflug das sechste Katarakt - sie werden der Reihe nach flussaufwärts durchnummeriert - erreicht. Als es am späten Nachmittag abkühlt, ist eine Tour zu den Stromschnellen zwischen den Inseln möglich. Wasser und Land haben fast dieselbe Farbe, dazwischen leuchtet das Blau der Boote.

Bild: Michaela Göken 21. Februar 2019, 14:482019-02-21 14:48:34 © SZ.de/edi/kaeb/stein