Glosse: Das StreiflichtWarum man vielleicht besser im Bett bleiben sollte, statt auf Reisen zu gehen

Lesezeit: 2 Min.

Du bist nicht allein: Touristen vor der Kirche Sacré-Coeur Basilica auf dem Montmartre, Paris. REUTERS/Tom Nicholson
Du bist nicht allein: Touristen vor der Kirche Sacré-Coeur Basilica auf dem Montmartre, Paris. REUTERS/Tom Nicholson
Tom Nicholson/REUTERS

Staus, Staus, Staus, sieben Stunden Kinderlieder im Auto und Instagrammer, die Selfies mit Kühen machen: Eigentlich braucht man Ferien, um sich vom Urlaub zu erholen.

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(SZ) „Bleibts zuhaus: Die Preußen kommen!“ So soll der Legende nach vor vielen Jahren eine Münchner Boulevardzeitung getitelt haben. Gemeint waren aber nicht Preußens Heere vom 1866er-Krieg, sondern die Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Regionen nördlich des Mains, wo soeben die Sommerferien begonnen hatten. Vom Strom der Reisenden sei wenig Gutes zu erwarten, sollte das heißen: Staus allenthalben, überfüllte Biergärten und Flipflops tragende Bergwanderer, die von der Rettung aus dem Klettersteig gezogen werden müssen. Was es seinerzeit noch nicht gab, waren Instagrammer, die Selfies mit Kühen machen und nachher den Bauern verklagen, wenn das Tier das Recht am eigenen Bild durchsetzt, indem es die Leute auf die Hörner nimmt.

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