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Städtetipps zum ESC in Dänemark:Große Oper in Kopenhagen

In Kopenhagen geht derzeit der Sängerwettstreit Eurovision Song Contest über die Bühne. Wem das in der Halle zu bunt wird, sieht sich lieber in der Stadt um: Tipps für den Besuch der dänischen Hauptstadt.

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Christiansborg Kopenhagen Dänemark

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In Kopenhagen findet derzeit der Sängerwettstreit Eurovision Song Contest statt. Wem das zu bunt wird, sieht sich lieber in der dänischen Haupt- und Hafenstadt um: Tipps für den Kopenhagen-Besuch.

Schloss Christiansborg

Auf der Insel Slotsholmen mitten in der Stadt liegt Schloss Christiansborg, wo das dänische Parlament tagt. Außerdem residieren hier Dänemarks Oberstes Gericht und der Ministerpräsident. Auf einer geführten Tour durch das Schloss sehen Besucher die königlichen Empfangsräume, den 40 Meter langen Rittersaal und die klassizistische Schlosskirche. Immer wieder wurde Christiansborg durch Brände zerstört und wieder aufgebaut: Schon im 12. Jahrhundert stand hier eine Burg, deren Ruinen unter dem Schloss zu sehen sind. Christiansborg, umgangssprachlich Borgen genannt, verlieh der TV-Serie "Borgen - Gefährliche Seilschaften" ihren Namen.

Kopenhagens Wahrzeichen: Die kleine Meerjungfrau

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Die kleine Meerjungfrau

Auf einem Findling an der Uferpromenade "Langelinie" sitzt das Wahrzeichen Kopenhagens. Wie im gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen blickt die kleine Meerjungfrau sehnsüchtig auf das Meer hinaus. 1913 schenkte der Brauer Carl Jacobsen die 125 Zentimeter große und 175 Kilogramm schwere Bronzestatue der Stadt. Seitdem musste die Meerjungfrau einige Schandtaten über sich ergehen lassen: Sie wurde mehrmals mit Farbe übergossen, Arm und Kopf wurden ihr abgesägt. Nach sämtlichen Übergriffen wieder restauriert, ist die Statue nach wie vor ein Touristenmagnet. Blickkontakt mit der berühmten Nixe bekommen Besucher vom Wasser aus, zum Beispiel auf einer Kanalrundfahrt.

Mehr über Kopenhagens kleine Meerjungfrau erfahren Sie hier.

Der Rundetaarn in Kopenhagen

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Rundetaarn

Ein spiralförmiger Gang führt auf den 36 Meter hohen "runden Turm", den Rundetaarn. Auf dem Weg nach oben passieren Besucher den Bibliothekssaal, in dem früher der Gesamtbestand der Universität untergebracht war. Von der Turmspitze aus schweift der Blick über Kopenhagens Altstadt.

Der Rundetaarn ist zudem Europas ältestes, noch funktionstüchtiges Observatorium und wurde als solches bis 1861 von der Universität genutzt. Inzwischen beobachten nur noch Hobby-Astronomen und geführte Gruppen vom Turm aus Planeten.

Schloss Amalienborg Kopenhagen Dänemark

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Schloss Amalienborg

Nicht nur Royalisten sollten den Winterpalast von Königin Margarethe II. besuchen, der aus vier Rokokopalais um das Reiterstandbild von König Frederik V. besteht. Ist die Königin zu Hause, weht die Nationalflagge. Außerdem findet jeden Tag um zwölf Uhr der Wachwechsel vor dem Schloss statt. Besichtigen lässt sich nur noch ein Teil: Im Erdgeschoss des Palais Levetzau zeigt ein Museum königliche Ausstellungsstücke, unter anderem eine Rekonstruktion des Arbeitszimmers von König Frederik VIII.

Tivoli - der zweitälteste Vergnügungspark der Welt

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Tivoli

Nahe dem Kopenhagener Rathaus liegt der zweitälteste Vergnügungspark der Welt. Das Tivoli öffnete bereits 1843 seine Tore: Es gibt Achterbahnen, ein Riesenrad und ein 80 Meter hohes Kettenkarussell, zudem finden in dem Park auch Konzerte, Musicals und Ballettaufführungen statt. Jeden Samstag wird ein Feuerwerk gezündet.

Auch der weltweit älteste Freizeitpark liegt in Dänemark: Einige Kilometer nördlich von Kopenhagen lockt Dyrehavsbakke, kurz Bakken genannt, seit 1583 mit seinen Attraktionen.

Blick auf die bunte Häuserzeile an Kopenhagens Hafen Nyhavn

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Nyhavn

Vor allem im Frühjahr und Sommer herrscht reges Treiben am ehemaligen Handelshafen. Ob in einem der vielen Restaurants, beim Flanieren durch die Fußgängerzone oder einfach nur mit Getränken an der Kaimauer - im Hafen klingt der Tag zu Jazz-Klängen der Live-Bands aus. Sehenswert ist insbesondere die bunte Häuserzeile auf der Nordseite des Nyhavn. Das älteste Gebäude (Hausnummer 9) wurde 1681 erbaut und sieht noch aus wie damals.

Designmuseum Danmark Stühle Arne Jacobsen

Quelle: Designmuseum Danmark

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Designmuseum Danmark

Früher war in dem Gebäude das Kongelig Frederiks Hospital, also ein königliches Krankenhaus, untergebracht. Aber seit 1926 beherbergt der Rokoko-Bau ein Designmuseum. Knapp 300 000 Ausstellungsstücke aus Europa und Asien zeigen, welchen hohen Stellenwert Design, Kunstgewerbe und Gestaltung in Dänemark haben. Besonderen Raum nehmen die Abteilungen für Porzellan und Stühle, unter anderem von Arne Jacobsen, ein. Im schönen Innenhof des Museumscafés lassen Besucher die Eindrücke Revue passieren.

Kopenhagen Dänemark Opernhaus

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Königliche Oper

Allein von außen ist Kopenhagens neue Oper schon sehenswert, mit ihrer gläsernen Fassade und dem markanten Flachdach. Die Oper liegt direkt am Wasser, auf einem ehemaligen Militärgelände auf der Insel Holmen, genau gegenüber von Schloss Amalienborg. Die Oper, die Marmorkirken und die Residenz von Margarethe II. stehen genau auf einer Achse und sollen so die Verbindung zwischen Kirche, König und Kunst symbolisieren. Wer nicht genügend Zeit für eine Führung durch die neue Oper hat, kann sich das futuristische Gebäude vom Wasser aus auf einer Bootstour ansehen (Details in diesem Stadtspaziergang).

Carlsberg-Brauerei Kopenhagen Dänemark

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Carlsberg

In der ehemaligen Carlsberg-Brauerei im Kopenhagener Stadtteil Valby erfahren Besucher auf etwa 10.000 Quadratmetern mehr über die Geschichte des bekannten dänischen Bieres. Darüber hinaus verfolgen sie den Brauprozess und besichtigen die weltgrößte Sammlung an Bierflaschen. Da erscheint es fast unausweichlich, dass die Tour in der hauseigenen Bar endet.

Eingang zu Kopenhagens Freistadt Christiania

Quelle: AFP

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Christiania

Vor mehr als 40 Jahren gründete eine Gruppe Hausbesetzer Kopenhagens berühmte Freistadt. Noch immer führen die knapp 1000 Bewohner, die sich selbst Christianitter nennen, das Dorf als Kollektiv. Es gibt Bio-Restaurants, Kunst-Ausstellungen und Musik-Events. Einheimische bieten regelmäßig Führungen für die mehr als eine halbe Million Besucher an, die jährlich nach Christiania strömen. Die Freistadt hat ihre eigenen Regeln aufgestellt, die am Eingang aushängen - so sind etwa Fotografieren und Telefonieren untersagt.

Welches Café, welche Bar und welcher Laden sind einen Abstecher wert? Insider-Tipps für Kopenhagen finden Sie hier.

© SZ.de/hann/cag/kaeb/bavo
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