Skurrile GesetzeDie gefährlichen Kokosnüsse von Rio

Das Knacken von Kokosnüssen am Strand von Rio de Janeiro soll verboten werden - außer die Leute lernen, sich zu benehmen.

Kokosnussmilch schlürfende Sonnenanbeter an den Stränden der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro gehören nach dem Willen der Stadtverwaltung bald der Vergangenheit an. "Am Ende eines jeden Tages liegt am Strand von Ipanema ein Haufen Kokosnüsse, den die Besucher dort im Sand zurückgelassen haben", klagt der für die Strände der Küstenstadt zuständige Jovanildo Savastano. "Und die Kokosnuss-Schalen sind die Hauptursache für Ratten an den Stränden." Die Stadtverwaltung von Rio, Schauplatz der Fußballweltmeisterschaft 2014 und der Olympischen Spiele 2016, hat daher entschieden, den Verkauf von Kokosnüssen ab dem 1. Dezember an den Stränden zu verbieten.

Bürgermeister Eduardo Paes kündigte jedoch an, das Verbot zu überdenken, wenn die Strandbesucher in Zukunft ihren Müll selber entsorgen. Laut Savastano machen Kokosnüsse mehr als ein Viertel der zehn Tonnen Müll aus, die tagtäglich am Strand von Ipanema hinterlassen werden. An Wochenende falle sogar die dreifache Menge Unrat an.

Lernen die Leute jedoch nicht hinzu, ist Brasilien um ein skurriles Gesetz reicher - und steht damit nicht alleine da: Mehr seltsame Paragraphen im Ausland finden Sie auf den nächsten Seiten ...

sueddeutsche.de/AFP, Foto: AP

25. November 2009, 18:112009-11-25 18:11:00 © sueddeutsche.de