Skifahren rund um den Arlberg Stumme Zuschauer aus Eisen

Am Arlberg finden Wintersportler beste Bedingungen auf den Pisten und auch abseits - nicht nur aus den USA und Kanada reisen deshalb Gäste nach "Stanton". Mitten im Gelände ist in dieser Saison sogar Raum für Kunst.

Gormleys mystische Eisenmänner ziehen die Blicke genauso magisch an, wie der Arlberg Wintersportler aus der ganzen Welt. Regungslos, geheimnisvoll und erhaben stehen die 100 lebensgroßen Skulpturen des Londoner Künstlers rund um St. Anton, St. Christoph, Stuben, Zürs und Lech. Alle befinden sich auf exakt einer Höhe von 2039 Metern über dem Meeresspiegel. Einige sind von den Pisten aus leicht zu erreichen. Andere stehen einsam im Gebirge und bekommen allenfalls Besuch von Tourengehern wie Georg, der dort gerne mal eine Pause einlegt. "Diese Figuren strahlen eine unglaubliche Ruhe aus", findet der Tiroler.

Wintersport am Arlberg

Willkommen in Frau Holles Reich

Gormleys Eisenmänner sind stumme Zeugen des sich immer bunter und schneller drehenden Ski-Karussells am Arlberg. Lech und vor allem St. Anton sind Superstars der Ski-Welt. Nirgendwo sonst in Österreich geht es internationaler zu. Gerade in den USA und in Kanada genießt "Stanton" einen legendären Ruf.

Durchschnittlich sieben Meter Schnee fallen am Arlberg pro Jahr. In der Fußgängerzone von St. Anton trägt deshalb jeder zweite breite "Powder-Latten" auf den Schultern und statt Schicki-Micki-Klamotten mit Pelzkrägelchen Hightech-Funktionsjacken aus Kanada. "Hier kommen eben alle zusammen", sagt Georg.

Und an Neuschneetagen ist deshalb morgens Eile geboten, sonst sind die Tiefschneehänge schon verspurt. Hat sich Frau Holle über Nacht mal wieder rund um den 2811 Meter hohen Valluga-Gipfel ausgetobt, kämpfen die Powdersüchtigen um jungfräuliche Hänge wie Halbstarke beim Feuerwehrball um die Dorfschönheit.

Nach dem Skifahren feiern die englischen Gäste im "Krazy Kanguruh". Das deutschsprachige Party-Volk singt derweil beim "Mooserwirt" aus bestens geölten Kehlen heimische Après-Ski-Hits und hält sich irgendwann am Abend kollektiv für "Anton aus Tirol". Dennoch ist St. Anton kein Alpen-Ballermann. Es hat auch ruhige Cafés, Lounge-Bars, ein Kongress- und Spa-Zentrum oder das höchste Zweihauben-Restaurant der Alpen: Die "Verwallstube" in der Bergstation der Galzigbahn ist ein Pilgerziel für Gourmets, das Candle-Light Dinner Donnerstag abends für Romantiker ein Muss.

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