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Skifahren in Italien:Skigebiet Hochpustertal

Das italienische Hochpustertal bietet Langlaufen und Skifahren vor wunderschönem Bergpanorama. Es lohnt sich aber auch, einen Kulturtag einzuschieben.

Aller Anfang ist schwer, das gilt auch oder ganz besonders für das Hochpustertal - zumindest was den Skilauf betrifft. Denn die Kulisse braucht keine Vergleiche zu scheuen, die schroffen Dolomitengipfel mit Zehner, Elfer und Zwölfer - der berühmten Sextener Sonnenuhr -, den mächtigen Felsriffen von Dreischusterspitze und Haunold sowie den Drei Zinnen - die sich allerdings gut hinter den Nachbargipfeln verstecken - zog schon früh zahlreiche Gäste an, die aus dem Staunen kaum mehr herauskamen. Besonders dramatisch zeigen sich die Dolomiten über dem grandiosen Fischleintal bei Sexten, hier könnte man stundenlang sitzen und staunen.

Grandioser Weitblick im Hochpustertal

(Foto: Foto: Herbke)

Für Wanderer und Langläufer war das Hochpustertal schon früh ein lohnendes Ziel, für Skifahrer wurde erst im Winter 1948 eine erste Aufstiegshilfe in Innichen installiert. Mit einer Winde zog man einen Schlitten mit Platz für bis zu 15 Personen am Sonnenhang bis unterhalb des Bauernhofes Pircher und später weiter westlich bis zum Innichberger Hof Gutmann. Doch der Widerstand der Bauern, die Mist auf den Schnee streuten, und die Sonneneinstrahlung sorgten dafür, dass nach einem neuen Standort Ausschau gehalten wurde.

Der Haunold bei Innichen

Am 6. Januar 1956 wurde schließlich gegenüber am Haunold ein Einersessellift eröffnet, doch auch hier gab es Probleme. Zum einen fehlte ausgerechnet in diesem Winter der Schnee, zum anderen führte keine Piste ins Tal. Die Innichner begründeten dies damit, "dass zuerst einmal die Gäste kommen sollen und man dann schon eine Piste anlegen wird".

Die Anfangsprobleme sind längst Schnee von gestern, mittlerweile gibt es am Haunold gleich mehrere breite, fast autobahnähnlich ausgebaute Schneisen, auf denen man gemütlich talwärts schwingen kann. Groß ist das Skigebiet auch heute noch nicht, der Höhenunterschied der zehn Kilometer Abfahrten beträgt maximal 400 Meter.

Bergauf geht es am schnellsten mit einer kuppelbaren Vierersesselbahn, daneben gibt es vier Schlepplifte, zwei Hütten und eine Rodelbahn. Kurz: Der Haunold ist ein überschaubares, gemütliches Familienskigebiet, in dem keiner verloren gehen kann.

Helm

Die größte Pistenauswahl des Hochpustertals bietet das Skigebiet Helm über Sexten. Wobei vor dem Skifahren erst einmal Schauen angesagt ist. Genau im richtigen Abstand zu den Felszacken der Sextener Dolomiten ist die Aussichtskanzel platziert, um Haunold, Dreischusterspitze, Zwölferkofel oder die Rotwandspitze zu bestaunen. Einfach großartig diese Kulisse, genauso wie die drei langen Talabfahrten. Schon die sonnige Abfahrt nach Sexten ist ein Traum, wobei viele vor den steilen Skiwiesen im Schlussteil erst einmal in der gemütlichen Lärchenhütte hängen bleiben und sich dort mit einer leckeren Polenta stärken.

Wie ein Kanonenrohr zieht die klassische Talabfahrt "Helm-Vierschach" nach Obervierschach, dem nahe der österreichischen Grenze führenden Seiteneinstieg, durch Waldschneisen talwärts, nur ein bequem zu umfahrender Steilhang fordert massiven Kanteneinsatz, ansonsten kann man seine Bretter einfach gleiten lassen.

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Hochpustertal