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Skifahren in der Schweiz:Skigebiet Zermatt am Matterhorn

Und ewig grüßt das Matterhorn - Winterurlaub in Zermatt

Der Winterurlaub in Zermatt bietet einen wahnsinnigen Blick auf das Matterhorn.

(Foto: picture alliance / dpa-tmn)

Ein autofreier Ort, ein überaus abwechslungsreiches Skigelände, das bis hinüber nach Cervinioa in Italien reicht, mit dem Klein Matterhorn der höchste mit Lift erreichbare Punkt der Alpen und dazu ein einmaliger Blick auf das markante Matterhorn - Zermatt bietet Winterurlaub vom Feinsten.

NEU: Die Standseilbahn Sunnegga wurde durch eine neue ersetzt und hat mit jetzt 200 Personen pro Fahrt eine deutlich höhere Kapazität.

Das Postkartenmotiv kennt jeder: Zermatt im Talschluss des Mattertals und darüber das markante Felshorn des Matterhorns. Der stolze Viertausender ist sicher der bekannteste Gipfel der Alpen, und einer der schönsten sowieso. Die elegante und kühne Form des Berges ist einzigartig, die Ersteigungsgeschichte der Grate und Wände dramatisch, und sein Anblick einfach phantastisch.

Erlaubt sind nur Kutschen und Elektroautos

Zermatt lebt vom Matterhorn, ohne sein Markenzeichen wäre das alte Bergdorf nur halb so viel wert. Doch auch Zermatt selbst kann sich sehen lassen. Ohne lästige Verkehrsprobleme und Abgase - nur Elektrobusse und Kutschen sind in dem autofreien Urlaubsort erlaubt - kann man gemütlich durch die schmalen Straßen und Gassen schlendern, die Holzfassaden der alten Häuser bewundern und in einem der gemütlichen Restaurants Walliser Spezialitäten genießen. Für Skifahrer und Snowboarder werden 150 Kilometer Abfahrten gespurt, fast 40.000 Personen befördern die 40 Lifte und Bahnen in der Stunde bergwärts.

Auf 3820 Meter Höhe liegt die Seilbahn-Bergstation am Klein Matterhorn, im Sommer laufen die Lifte sogar bis auf die 3899 Meter hohe Eiskuppe Gobba di Rollin. So hoch reicht kein anderes Skigebiet in den Alpen. Doch so rekordverdächtig diese Höhenangaben auch sind, selbst wenn im Sommer bis zu 25 Kilometer Pisten auf den Gletscherflächen gespurt werden, das Ganzjahresskigebiet zwischen Klein Matterhorn und Trockenem Steg fasziniert in erster Linie durch das grandiose Panorama, durch die Nähe zu den Gletscherabbrüchen und durch die arktische Weite der Gletscher, die Pisten selbst sind eher langweilig und flach.

Paradies für Freerider und Buckelspezialisten

Wesentlich abwechslungsreicher und anspruchsvoller sind die Abfahrten am Gornergrat, Stockhorn und Rothorn. Auf 3405 Meter liegt die Gipfelstation am Stockhorn, dessen Gletscherhänge nach Triftji jeden Freerider und Buckelspezialisten zu Jubelschreien animiert. Wer sich lieber auf präparierten Pisten bewegt, ist am Hohtälli oder Gornergrat besser aufgehoben.

Ein Skitraum ist die Abfahrt vom Hohtälli durch den Breitboden, die abseits jeglicher Lifte durch die unberührte Hochgebirgslandschaft führt. Das Landschaftserlebnis ist einer der größten Trümpfe des weitläufigen Zermatter Skireviers: Die Kulisse ist einfach einzigartig, neben dem Matterhorn faszinieren vor allem die zerrissenen Gletscher und die steilen Eis- und Felswände der Drei- und Viertausender sowie das Monte-Rosa-Massiv.

Abstecher auf den Gornergrat

Die schönste Aussicht genießt man vom Gornergrat, auf den seit 1898 eine Zahnradbahn führt. Ein lohnendes Ausflugsziel und ein schöner Skiberg: Die breiten Pistenautobahnen und Genusshänge hinunter nach Riffelberg sind auch für schwächere Skifahrer geeignet, etwas anspruchsvoller ist die Abfahrt über Breitboden zur Riffelalp oder nach Gant. Über Gant erreicht man mit einer Gondelbahn die Pisten des Rothorn-Gebiets.

Rund um Sunnega und Blauherd finden Skifahrer einfache und sonnige Hänge, für Snowboarder wird auf Blauherd eine Halfpipe präpariert. Einen zweiten Funpark mit Halfpipe gibt es unweit der Station Trockener Steg.

Über die Schwächen des Zermatter Skigebietes wie dem mühsamen Fußmarsch zu den Talstationen der Seilbahnen oder die nicht immer tipptopp präparierten Pisten sieht man mit einem Blick auf die Traumgestalt des Matterhorns leicht hinweg. Wer so einen Berg vor der Haustür hat, muss nicht in allen Bereichen Spitze sein - nur beim Preis, der "Hörnlizuschlag" gehört zu Zermatt wie das Matterhorn.

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© Süddeutsche.de

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