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Skifahren in der Schweiz:Skigebiet Arosa

Auf den insgesamt 70 Pistenkilometern ist selten ein Grashalm zu entdecken, Schnee gibt es in Arosa reichlich.

(Foto: AP)

Am Ende einer kurvenreichen Zufahrt wartet das Winterparadies. Rings um das gemütliche Arosa öffnet sich eine wunderbare Schneeschüssel, die bis zum Arosa Weisshorn hinaufreicht und abwechslungsreichen Skispaß mit genügend Plätzen zum Verweilen und Genießen bietet.

NEU: Die Planungen haben lange gedauert - bereits vor über 40 gab es erste Visionen einer "Hochzeit" der beiden Schneesportgebiete Arosa und Lenzerheide -, diesen Winter ist es endlich soweit. Ab Mitte Januar 2014 verbindet eine Seilbahn die Skigebiete von Arosa und Lenzerheide zu einem Skigroßraum mit 225 Pistenkilometern - die größte zusammenhängende Skiregion Graubündens.

Während viele Skiorte immer wieder über Schneemangel klagen müssen und die Stirn erwartungsvoller Skifans voller Sorgenfalten ist, sind die Minen in Arosa von einem seligen Lächeln verklärt. Kein Wunder, die über 70 Kilometer Pisten sind ausgesprochen schneesicher, Schneemangel ist in Arosa ein Fremdwort. Auf ihre Kosten kommen vor allem die, denen der Skispaß mit der Familie wichtiger ist, als extreme Hänge hinunterzujagen.

Der Rundblick vom Gipfel ist grandios

Trotzdem, auch in Arosa finden sportliche Fahrer ihre Herausforderung: Zum Beispiel an den steilen Hängen vom Gipfel des Weisshorns auf 2653 Meter bis hinunter zur gemütlichen Carmennahütte. Auch wenn die Pisten locken, sollte man sich dort oben die Zeit nehmen, um den grandiosen Rundblick vom höchsten Punkt des Skigebiets aus auf sich wirken zu lassen.

Neben der schwarzen Abfahrt, führt von der Bergstation auch noch eine mittelschwere Variante zurück ins Herzen der Skiarena beim Tschuggen. Von hier aus geht es entweder per Seilbahn erneut hinauf aufs Weisshorn, oder mit dem Sessellift aufs Brüggerhorn mit seiner abwechslungsreichen, mittelschweren Abfahrt.

100 Meter Halfpipe für Snowboarder

Wer gemütliche Hänge bevorzugt, der wird sich auch auf den Pisten des 2512 Meter hohen Hörnli zu Hause fühlen. Snowboarder finden bei der Mittelstation der Seilbahn aufs Weisshorn einen Funpark mit Quarterpipe, Fun Boxes, Sprüngen und Hindernissen, sowie eine 100 Meter lange Halfpipe. Und falls es die Schneelage erlaubt, finden Boarder und Freerider genügend Möglichkeiten abseits der Piste, die baumfreien Hänge laden geradezu ein zu Tiefschneeabenteuern.

Während die Gäste im feinen Kurort um 1900 noch aus eigener Kraft die Gipfel erobern mussten, ist die Hörnerkette rund um Arosa heute von 15 Liften und Bahnen optimal erschlossen. Die Höhenmeter können so meist stress- und schweißfrei ohne Wartezeiten überwunden werden. Besonders angenehm ist, dass der traditionsreiche Schweizer Wintersportort mitten ins Skigebiet eingebettet ist.

Da Schneemangel hier, auf 1800 Metern Meereshöhe, ein Fremdwort ist, können viele Hotels direkt "per Ski" angefahren werden. Ein Beispiel ist das Hotel Streiff. Die Gäste können eine traumhafte Aussicht auf Arosa und Sonne von der ersten bis zur letzten Minute genießen. Auf eine lange Vergangenheit blickt das Vier-Sterne-Hotel Bellevue zurück. Die junge Führung sorgt jedoch dafür, dass hier auf traditionsreichem Boden modernster Standart garantiert ist. Wer sich einmal bei einem festlichen Menu mit Stil in angenehmer Atmosphäre verwöhnen lassen möchte, sollte zumindest einen Abend im Hotel Arve Central verbringen. Zum gemütlichen Zusammensitzen bieten sich die kleinen Stuben des Hotels an.

Lachen beim Aroser Humorfestival

Zum Lachen bringt Arosas Gäste jedoch nicht nur die schönen Hotels und die guten Schneeverhältnisse, sondern auch das traditionelle "Arosa Humorfestival", das jedes Jahr Mitte Dezember stattfindet. Mitten im Skigebiet wird dann beim "Tschuggen" ein Zirkuszelt aufgestellt, in dem internationale Künstler gastieren.

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