Sella Ronda per MountainbikeEine runde Sache

3000 Höhenmeter in zwei Tagen: Auf der Tour um den Sella-Stock ist es nur mit Radfahren nicht getan.

Skifahrer umrunden die Sellagruppe mühelos per Lift, Motorradfreaks und wadelstarke Rennradler auf ebenso serpentinen- wie verkehrsreichen Passstraßen. Wer die Ausblicke auf das imposante Felsmassiv der Dolomiten jedoch in Ruhe genießen will, sollte sein Mountainbike satteln.

Über Grödnerjoch, Passo di Campolongo, Pordoi- und Sellajoch führen größtenteils auch Schotterstraßen, Saumpfade und Trails. In einem steten Auf und Ab sind dabei insgesamt rund 3.000 Höhenmeter zu überwinden.

Trainierte Fahrer brauchen für die Sella Ronda zwei Tage - und wetterfeste Kleidung. Denn schon jetzt kann es südlich des Alpenhauptkamms über Nacht schneien.

Startpunkt der Tour ist Wolkenstein (1.563 m), eine Übernachtungshochburg am Ende des Grödnertals. Sella- und Puezgruppe bilden von den ersten Metern weg eine beeindruckende Kulisse. Für gemächliches Einrollen ist in diesen Höhen allerdings kein Platz: Die Auffahrt zum Grödnerjoch (2.121 m) beginnt unmittelbar hinter dem Ortsschild, zunächst durch ein Waldstück zur Hochebene Plan de Fréa. Der atemberaubende Blick auf die zackigen Murfreit-Spitzen ist freilich hart erkauft ...

Text: Birgit Obermeier

Foto: Markus Dresel

16. Juli 2010, 10:452010-07-16 10:45:00 © sueddeutsche.de/dd