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Schweiz: Skitour hochalpin:Über die magische Grenze hinaus

Auf jeden Fall ist eine Besteigung auf Skiern kraftsparender als zu Fuß, denn erstens sind im Sommer viele Gletscherspalten zu umgehen, die vor allem zwischen Ende März und Ende Mai mit kompaktem Schnee gefüllt sind, zweitens ist der Rückweg leichter: Abfahrt statt Abstieg.

Viertausender für Einsteiger

Im Hintergrund: Monte Rosa Massiv

(Foto: Enno Kapitza)

4000 Meter - das ist für viele Bergfreunde eine magische Grenze. Wer an berühmte Viertausender in den Alpen denkt, hat das Matterhorn, die Jungfrau oder den Montblanc vor Augen. Nicht alle Viertausender sind aber so schwierig zu ersteigen und so überlaufen wie die berühmtesten Alpengipfel, für Anfänger bieten sich andere Ziele an.

Laut einer offiziellen Liste der internationalen Union der Alpenvereine UIAA gibt es in den Alpen 82 Viertausender, davon befinden sich mehr als die Hälfte, nämlich 43, in den Walliser Alpen. Dort lassen sich technisch relativ leichte Berge zu einer fünftägigen Einsteiger-Tour kombinieren. Auf dem Programm stehen: Allalin (4027 Meter), Alphubel (4206), Strahlhorn (4190), Breithorn (4164), Signalkuppe (4559) und Zumsteinspitze (4563). Die beiden letzteren liegen nah beieinander im Monte-Rosa-Massiv und sind theoretisch an einem Tag machbar.

Ideale Tour zum Eingehen

Das Allalinhorn zählt zu den leichtesten und am meisten bestiegenen Viertausendern, auch weil die unterirdische Standseilbahn Metro Alpin von Saas Fee aus bis auf 3500 Meter Höhe führt, von dort sind es nur noch 570 Höhenmeter bis zum Gipfel. Zum Akklimatisieren und Eingehen ist diese Kurz-Hochtour ideal.

Wer zuvor nur in Höhen bis 3000 Meter unterwegs war, muss sich dennoch umgewöhnen. Alles geht viel langsamer, jeder Schritt ist anstrengender als weiter unten. "Die Technik ist dabei sehr wichtig", sagt Bergführer Markus Wey, "je besser man Spitzkehren beherrscht und je ökonomischer man gehen kann, desto leichter geht's." Immer wieder erinnert Wey die Gruppe daran, worauf es ankommt: langsam laufen, Hüften vorschieben, tief atmen, kontinuierlich weitergehen.

Eine Tour in solchen Höhen beginnt allerdings schon bei der Ausstattung im Tal: Außer der üblichen Skitourenausrüstung mit Piepser, Sonde, Schaufel, Steigfellen und Harscheisen sind für eine Viertausender-Tour Hüftgurt, Seil, Karabiner, Eispickel, Steigeisen und Zusatzklamotten gegen Wind und Kälte nötig. Große Teile der Tour führen über Gletscher, es wird daher am Seil aufgestiegen und manchmal auch abgefahren.