Fazit:

Weder einen Besuch im Krugerpark noch in einer privaten Lodge wird man je vergessen - so nah kommt man den großen Tieren Afrikas selten. Wer Nationalpark als auch Reservat einplant, sollte auf jeden Fall zuerst in den Krugerpark fahren, dann ins private Reservat - sonst könnte es frustrierend sein, wenn einem die spannendsten Tiere einfach links liegen lassen und im Gebüsch abseits der Wege verschwinden. Das ist gut für die Tiere, aber schlecht für den Touristen. Also kann man sich im Krugerpark an entspannten Zebras, Giraffen aber auch Elefanten sattsehen, die den "Durchgangsverkehr" gewöhnt sind, während ihre Artgenossen im privaten Reservat eher flüchten.

Danach lässt man sich - wenn es das Reisebudget erlaubt - noch im privaten Reservat von erfahrenen Rangern ganz nah an die Tiere heranbringen: Für einen Blick in das Auge des Löwen, der beim Taxieren des Jeeps und seiner Insassen trotz eines halben Gnus im übervollen Bauch plötzlich gar nicht mehr behäbig aussieht. Dann ist man froh, dass sich der Mensch von seinem Platz in der Nahrungskette per moderner Technik verabschiedet hat. Außer, dieser Mensch macht den Fehler, im Jeep aufzustehen. Oder er gerät bei der "Buschbar" an einen unachtsamen Ranger, der das Funkgerät ausgestellt hat.

Bild: AFP 30. Juni 2010, 11:112010-06-30 11:11:34 © sueddeutsche.de/kaeb/beu/lala