Reiseziele Italien Italiens tiefer Süden: Basilicata

Zurück zu den Wurzeln: US-Regisseur Francis Ford Coppola lässt in der süditalienischen Heimat seiner Vorfahren einen alten Adelspalast zum Boutique-Hotel umbauen. Nicht der einzige Grund, mal an der Sohle des Stiefels vorbeizuschauen.

"Christus kam nur bis Eboli": 1945 prangerte der italienische Arzt Carlo Levi im gleichnamigen Roman die rückständigen Lebensbedingungen in der damals Lukanien genannten Region an. Von der faschistischen Regierung vergessen, weitab der Zivilisation, fristeten die Bewohner ein mehr als ärmliches Dasein. Wer konnte, ging weg.

(Foto: Grafik: Thiessat)

Doch eine Rundfahrt heute durch das Gebiet zwischen Kampanien, Apulien und Kalabrien weckt Verständnis für Mister Coppolas sentimentale Ader: Die pittoresken Hügelstädtchen, gastfreundliche Menschen, der Blick über die blaue Weite des thyrrenischen Meeres machen die früher bettelarme Region zum Höhepunkt einer Italien-Reise.

Die imposante, wildromantische Landschaft stellte die Kulisse für mehr als zehn Kinofilme, darunter "King David" mit Richard Gere und Mel Gibsons "Passion Christi".

Einen Film hat Francis Ford Coppola hier noch nicht gedreht, dafür aber bereits andernorts Erfahrungen als Hotelier gesammelt. Der behutsam modernisierte Palast aus dem 19. Jahrhundert ist nach Lodges in Belize und Guatemala Coppolas viertes Hotel. Nur zehn individuell gestaltete Zimmer wird es geben, Eröffnung soll noch dieses Jahr sein.

Das Haus in der Kleinstadt Bernalda ist nicht das einzige aufsehenerregende Hotelprojekt in der Region: Das Hotel Sassi bietet 25 Zimmer an, die in den Kalkstein der für ihre Felsenhöhlen berühmten Stadt Matera geschlagen wurden.

Dasselbe plant der millionenschwere schwedische Denkmalschützer Daniel Kihlgren: Er lässt in Matera bereits existierende Wohnhöhlen zu 18 Zimmern umbauen.

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An der Sohle des Stiefels: Basilicata