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Reisetipps:Was Urlauber bei Mietwagen beachten sollten

Mietwagen Urlaub

Durch enge Gassen oder weites Land: Ohne Mietwagen geht im Urlaub oft nichts. Reisende sollten dabei einige Regeln beachten.

(Foto: dpa-tmn/Avis)

Auch am Reiseziel wollen viele Touristen möglichst mobil sein. Aber wann bucht man das Auto - und wo? Und welche Verkehrsvorschriften gelten im Urlaubsland? Tipps, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Ob die große Tour durch die USA oder nur für die Fahrt vom Flughafen zum Ferienhaus in Spanien: Ohne Mietwagen geht vielerorts nichts. Doch das Ausleihen eines Autos ist mitunter komplizierter als das Buchen der Reise selbst.

"Man muss eine ganze Reihe von Bedingungen beachten, bevor man ein Auto leiht", sagt ADAC-Sprecher Jochen Österle. Oft sei das auf den ersten Blick billigste Angebot nicht das günstigste. Am besten miete man das Auto von zu Hause aus über eine deutsche Webseite, so Österle. "Denn so bekommt man den Mietvertrag in deutscher Sprache und weiß, was man unterschreibt." Das sei wichtig, um genau zu erfahren, welche Leistungen eingeschlossen sind - und welche zusätzlichen Policen man getrost ablehnen kann.

Schulferien oder Geschäftstrip

"Die großen Autovermieter informieren in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie auf ihren Internetseiten ausführlich über die Kostenstruktur", sagt Florian Weis vom Auto-Vermieter Sixt. Ob man möglichst kurz vor Reiseantritt oder schon lange im Voraus ein Auto bucht, hängt von verschiedenen Faktoren ab: "Es kommt darauf an, ob ich zum Beispiel als Familie an Ferienzeiten gebunden oder als Geschäftsreisender unterwegs bin", teilt der Anbieter Holiday Autos mit.

Wer in der Hochsaison verreist, sollte sich den Mietwagen so früh wie möglich sichern und kann bei Frühbucherangeboten Schnäppchen machen. Ob allerdings der Weg über das Internet oder die Vermieter direkt der günstigste ist - da gibt es keinen allgemeinen Rat, wie ADAC-Fachmann Österle sagt. Eine Alternative sind zudem sogenannte Broker wie holidayautos.de, billiger-mietwagen.de. "Wichtig ist, sich die Bedingungen genau durchzulesen und auf das zu achten, was für einen selbst wichtig ist."

Wichtig sind auch konkrete Überlegungen wie: Sollte man einen Zweitfahrer eintragen - und wenn ja, was kostet das? Ist dieser Fahrer unter 25? "Das kann die Kosten immens in die Höhe treiben." Auch Einwegmieten, wenn man also das Auto an einem Ort in Empfang nimmt und an einem anderen wieder abgibt, können die Reisekasse schwer belasten. "Da hilft nur vergleichen und unter Umständen eine andere Route wählen", so Österle. Während die Mietwagenfirmen diese Kosten meist gleich mit einkalkulieren, berechnen sie Autovermittler extra. Sie müssen direkt bei der Partnerautovermietung vor Ort gezahlt werden.

Auch das Thema Versicherung ist heikel. Denn: Man kann sowohl die eigene um eine Auslandsassikuranz ergänzen oder die verschiedensten Absicherungen der Verleihfirmen nutzen. Vor allem sollte man auf die Selbstbeteiligung im Schadensfall achten, rät der ADAC. "Am besten ist, wenn sie bei null Euro liegt", sagt Österle. Die Deckungssumme sollte dagegen möglichst hoch sein.

Bei den Tankregelungen gibt es ebenfalls verschiedene Modelle: "Man kann zwischen Full-Full und Full-Empty wählen", so Holiday Auto. Ersteres bedeute, dass der Mieter das Fahrzeug vollgetankt in Empfang nimmt und ebenso wieder zurückgibt. Bei der zweiten Option nimmt man seinen Mietwagen vollgetankt entgegen und gibt es mit leerem Tank zurück. Hier gibt es Preisunterschiede.

Österle rät zudem, sich vor der Reise mit den Regeln und Gepflogenheiten im Urlaubsland vertraut zu machen: Temporegeln, Besonderheiten wie Lichtpflicht oder auch spezielle Vorfahrtsregeln wie etwa der 4-Way-Stop in Nordamerika, bei dem an einer Kreuzung zuerst der weiterfährt, der als erster gekommen ist. "Da tappt man schnell in die Knöllchenfalle - und das Geld kann man im Urlaub sinnvoller ausgeben."