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Reiseführer Usedom:Bloss nicht

Ein paar Tipps, wie Ihre Urlaubsfreude nicht getrübt wird

Fischwilderei begehen

Wer ohne Angelerlaubnis angelt, begeht Fischwilderei. Die wird geahndet. Zu den Fanggeräten der Berufsfischer sind mindestens 100 m Abstand zu halten. Die Fischmeister haben als Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft polizeiliche Befugnisse, sie ahnden als Bußgeldbehörde die Vergehen. Ihnen sind die Dokumente, die Fanggeräte und die gefangenen Fische vorzuzeigen.

Leichtsinnig sein beim Baden

Bei bewachten Stränden ist der Badebereich durch Bojen abgesteckt. Mut und Sportlichkeit sollten nicht durch Missachtung dieser Begrenzungen demonstriert werden. Achten Sie auch auf plötzlich aufkommende ablandige Winde, die Luftmatratzen, Schwimmringe und kleine Boote schnell auf See treiben. Ohne fremde Hilfe kommen diese selten wieder an Land. Ärger gibt es für jene, die unbegründet um Hilfe rufen.

Dünenschutz missachten

Die durch Strandhafer gefestigten Dünen dienen als Bollwerk gegen Sturmhochwasser, sie dürfen nur auf Wegen überquert werden. Wer Burgen in den Dünen baut, muss mit einer Geldstrafe rechnen, der Schutzabstand zum Dünenfuß muss mindestens 2 m betragen.

FKK-Anhänger fotografieren

Auf Usedom stößt sich keiner daran, wenn andere sich nicht völlig entkleidet am FKK-Strand tummeln oder am Wasser entlangwandern und diese Bereiche passieren. Eins wird aber generell nicht geduldet: Schaulustige (um nicht zu sagen Spanner), die mit der Kamera ungeniert auf Motivjagd gehen.

Kletterpartien am Steilufer unternehmen

Unaufhörlich nagen Sturm und Regen am Streckelsberg, am Langen Berg, an der Südspitze der Halbinsel Gnitz und bei Kamminke, oft kommt es zu Abstürzen von Uferpartien und Steinschlag. Deshalb ist es lebensgefährlich, sich zu nah an den Rand des Steilufers zu wagen oder Kletterpartien zu unternehmen.

Alles für Bernstein halten

Mancher glaubt, Bernstein gefunden zu haben, doch dann ist die Enttäuschung groß: Es handelt sich nur um gelbbraune Kieselsteine oder vom Meer abgeschliffene braune Glasscherben. Ob es tatsächlich Bernstein ist, lässt sich leicht feststellen: Bernstein lädt sich beim Reiben an der Kleidung elektrostatisch auf und zieht kleine Papierschnitzel an, im Wasser (zwei Esslöffel Kochsalz in einem Glas auflösen) schwimmt er wegen seiner geringen Dichte.

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Kerstin Sucher und Bernd Wurlitzer (www.tourismus-journalisten.de) leben und arbeiten als freie Reisejournalisten in Berlin. Ihre große Liebe gehört Mecklenburg-Vorpommern; durch zahlreiche Veröffentlichungen gelten sie als profunde Kenner dieses Bundeslandes. Häufig sind sie auf Usedom und in den Eingangstoren Anklam und Wolgast unterwegs.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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