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Reiseführer USA Südstaaten:Praktische Hinweise

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Reise in die Südstaaten der USA

Anreise

Flugzeug

Flüge von Europa in den Süden der USA dauern rund zehn Stunden. Ein- bis zweimaliges Umsteigen kann die Reisezeit allerdings leicht auf 16 Stunden verlängern. Wegen der Konkurrenz der Airlines auf der Nordatlantikstrecke sind Hin- und Rückflugtickets um 500 Euro schon fast normal. Einreise- und Zollformalitäten sind stets am ersten Flughafen im Land zu erledigen. Am Zielflughafen bei der Gepäckausgabe die Gepäckabschnitte bereithalten, sie werden gern kontrolliert.

Auskunft

USA: www.discoveramerica.com, neue Webseite der 2012 in Brand USA umbenannten Corporation for Travel Promotion - u. a. Listen der offiziellen Tourismusministerien und Fremdenverkehrsämter.

Florida und Florida Keys/Key West: Mikulla Goldmann PR | Bavariaring 38 | 80336 München | Tel. 089 4521860 | www.mikullagoldmann.de; Georgia: Georgia Tourism Wolfgang Streitbörger | Horstheider Weg 106 a | 33613 Bielefeld | Tel. 0521 9860425 | www.georgia.org; Louisiana/New Orleans/North Carolina: Wiechmann Tourism Service | Scheidswaldstraße 73 | 60385 Frankfurt/Main | Tel. 069 255380 | www.wiechmann.de; Miami: Kocherscheidt Kommunikation | Pickhuben 5 | 20457 Hamburg | Tel. 040 360062890 | www.k-kom.com; Memphis und Mississippi: Wolfgang Streitbörger | Adresse s. Georgia | Tel. 0521 9860420 | www.memphis-mississippi.de; South Carolina: ESTM Edeltraud Sommer | Tel. 06172 921604 | SouthCarolina@es-tm.com

Daneben gibt es viele mehr oder weniger unabhängige, themenorientierte Infoseiten. Outdoorfans können sich bei www.gorp.com über Wander-, Biking- und Paddelmöglichkeiten informieren. Die Küche der Südstaaten hat www.southernfood.about.com zum Thema. Historisch und kulturell Interessierte werden auf Seiten wie www.discoverblackheritage.com und www.welcometobontemps.com fündig. Zimmer sind oft preiswerter, wenn Sie sie online direkt beim Hotel oder aber auf Reservierungsseiten wie www.hotels.ca, www.hotwire.com oder www.expedia.com buchen.

Auto

Das Straßennetz ist gut ausgebaut. Es gibt jeweils besondere Schilder für Country-Straßen, State- und US-Highways sowie für die großen Interstate-Autobahnen. Anschnallen ist Pflicht. Die Promillegrenze liegt bei 0,0. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt auf Landstraßen meist 55 Meilen/h (88 km/h), in Orten 35 Meilen/h (50 km/h). Nur auf Autobahnen gelten als Höchstgeschwindigkeit meist 65 oder 75 Meilen/h (105 oder 130 km/h).

Die Verkehrsregeln gleichen denen in Europa. Es gibt jedoch einige Besonderheiten: An Ampeln darf man (wenn nicht ausdrücklich verboten) auch bei Rot nach rechts abbiegen, auf Autobahnen auch rechts überholen. Schulbusse, die zum Ein- oder Aussteigen anhalten, dürfen dagegen überhaupt nicht passiert werden, auch nicht aus der Gegenrichtung. Außerdem gibt es sogenannte 3-way- oder 4-way-stops, Kreuzungen mit Stoppschildern, an denen jedes Fahrzeug halten muss. Wer zuerst gehalten hat, darf zuerst weiterfahren. Der US-Automobilclub AAA hilft auch den Mitgliedern ausländischer Clubs (Ausweis mitnehmen!). Praktisch sind tripticks: zu einem Heft gebundene Karten mit Routenführung.

Banken, Geld & Kreditkarten

Banken haben meist von 10 bis 15 Uhr geöffnet (freitags bis 17.30 Uhr), Drive-Thru-Schalter häufig ewas länger. Sie lösen Reiseschecks (ausgestellt auf US-Dollar) ein, doch nur die größeren Banken wechseln auch ausländische Währungen. In den Wechselstuben von Großstädten und auf internationalen Flughäfen sowie in größeren Hotels können Sie (oft allerdings zu schlechtem Kurs) europäische Währungen in Dollar umtauschen. Kreditkarten werden praktisch überall angenommen, auch von den ATM (automatic teller machines), den amerikanischen Geldautomaten.

Camping

Die schönsten Campingplätze sind meist die öffentlichen: Sie liegen naturnah an Seen und in Nationalparks; eine Übernachtung kostet zwischen 10 und 35 Dollar. Private, oft recht luxuriöse Plätze mit heißen Duschen, Pool und einem Laden finden Sie am Rand der Städte und der Parks (Preise etwa 20-50 Dollar). Wildes Campen ist (außer in den Parks) nicht verboten, wird aber nicht immer gern gesehen.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

2300 M Street NW, Suite 300 | Washington, D.C. | Tel. 202 2984000 | www.germany.info

Österreichische Botschaft

3524 International Court NW | Washington, D.C. | Tel. 202 8956700 | www.austria.org

Schweizer Botschaft

2900 Cathedral Avenue | Washington, D.C. | Tel. 202 7457900 | www.eda.admin.ch/washington

Einreise

Für die Einreise in die USA benötigen Sie einen mindestens für die Dauer des geplanten Aufenthalts gültigen Reisepass. Deutsche, Österreicher und Schweizer können visumsfrei einreisen, müssen sich jedoch spätestens 72 Stunden vor Abflug auf der Website des Electronic System for Travel Authorization (ESTA) (https://esta.cbp.dhs.gov) anmelden, um eine gebührenpflichtige elektronische Einreiseerlaubnis zu erhalten. Diese gilt für beliebig viele Einreisen innerhalb von zwei Jahren. Auch Kinder benötigen einen Reisepass (mit Foto). Für die Anträge der Einwanderungs-/Zollbehörde, die im Flieger ausgefüllt werden müssen, sollten Sie Informationen wie Ihre Reisepass- und Flugnummer vor der Abreise in eine Checkliste eintragen und während der Reise leicht erreichbar bei sich tragen. So ersparen Sie sich unnötigen Stress im Flieger vor der Landung. Neben besagten Nummern gehören dazu auch die komplette Adresse der ersten Unterkunft in den USA und ein Ausdruck des ESTA-Antrags.

Die maximale Aufenthaltsdauer ohne Visum in den USA beträgt 90 Tage. Das Datum, an dem die USA spätestens wieder verlassen werden müssen, wird in den Reisepass eingestempelt. Nähere Informationen finden Sie z. B. auf der Website des Auswärtigen Amts (www.auswaertiges-amt.de).

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung in den USA ist im Allgemeinen sehr gut - aber auch sehr teuer. Daher ist es ratsam, für die Reise eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Medikamente erhalten Sie in der pharmacy sowie im drugstore, beide sind häufig auch rund um die Uhr geöffnet.

Inlandsflüge

Alle großen US-amerikanischen Fluggesellschaften bieten Rabatte für Inlandsflüge an. Entscheidend ist dabei, dass man lange im Voraus bucht (mindestens 14 Tage vorher, möglichst schon im Heimatland) sowie ein Hin- und Rückflugticket kauft.

Internetzugang & Wlan

Dass McDonald's und die Coffeeshopkette Starbucks freies WLAN in ihren Lokalitäten anbieten, ist den meisten bekannt. Gute Chancen auf WLAN haben Sie auch in unabhängigen Cafés, Shopping Malls, Kaufhäusern, Büchereien und in den Lobbys großer Bürotürme. Zudem bieten immer mehr Hotels ihren Gästen Gratis-WLAN. Auch die Besucherzentren der Nationalparks und nationalen Gedenkstätten sind oft "connected". Weniger bekannt ist hingegen, dass auch viele Autowerkstätten und Truckstops ihre Kunden mit einem kostenlosen WLAN-Zugang bei Laune halten: US-Trucker sind die vielleicht am besten verbundenen Amerikaner, dicht gefolgt von den Autofahrern. Eine gute Orientierung ermöglicht vorab das Verzeichnis The Wi-Fi-Free Spot Directory (www.wififreespot.com). Hier finden sich, nach US-Bundesstaaten gelistet, mehrere Tausend WLAN-Hotspots.

Jugendherbergen

Die Nacht in einem Haus der American Youth Hostels (AYH) kostet 30-60 Dollar. Ein Adressverzeichnis für Jugendherbergen ist im Buchhandel erhältlich (International Hostelling) sowie unter www.hiusa.org. Auskunft über die preisgünstigen Heime der YMCA (für Männer) und der YWCA (für Frauen) erhalten Sie unter www.ymca.net und www.ywca.org.

Klima & Reisezeit

In den Südstaaten der USA herrscht schon subtropisches bis tropisches Klima. Das bedeutet: Es gibt sehr heiße, lange Sommer mit einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit. Von Mai bis September ist durchgängig mit solchem Wetter zu rechnen. Sehr schön ist in den Appalachen der Herbst, auch Indian Summer genannt, wenn sich die Blätter verfärben, es noch warm, aber nicht mehr schwül ist, also im Oktober und November. Der Winter kann extreme Schneefälle bringen, besonders in den nördlicheren Südstaaten und den Bergregionen. Im südlichen Georgia, entlang der Golfküste und in Florida schneit es aber nicht. Stattdessen regnet es dort. Der Frühling kommt blitzschnell im März/April. Nur in Südflorida ist im Winter beständig schönes Wetter ohne Regen und bei nicht allzu heißen Temperaturen zu erwarten. Mit Ausnahme von Florida sind die angenehmsten Reisezeiten der Frühsommer und Herbst. Die aktuelle Wettervorhersage für Ihre Urlaubsregion finden Sie unter www.weatherusa.net.

Masse & Gewichte

Auf den Straßen spult man Meilen (= 1,6 km) herunter, kauft Benzin in Gallonen (= 3,79 l) und schwitzt bei Fahrenheit-Temperaturen: (0 °C = 32 °F, 15 °C = 59 °F, 20 °C = 68 °F).

Mietwagen

Um ein Auto zu mieten, genügt der nationale Führerschein. Leihwagen sind vor allem in Florida recht günstig (ab etwa 40 Dollar pro Tag, 280 pro Woche). Fast immer sind die gefahrenen Kilometer inklusive (unlimited mileage). Eine Vollkaskoversicherung (loss/damage waiver) wird separat mit mindestens 18 Dollar pro Tag berechnet, das Mindestmietalter beträgt 21 Jahre. Neben den großen Mietwagenfirmen gibt es viele kleinere Anbieter. Dort sollten Sie den Wagen vorher auf Defekte untersuchen und sich diese bestätigen lassen. Es ist meist preisgünstiger, das Fahrzeug schon von zu Hause aus zu reservieren und es dort wieder abzugeben, wo man es abgeholt hat, da sonst hohe Rückführgebühren fällig werden. Wer sich erst vor Ort um einen Mietwagen kümmern will, findet auf Breezenet (www.bnm.com) die aktuellen Sonderangebote der großen und auch kleineren Mietwagengesellschaften aufgelistet. Weitere Websites mit Rabatten auf Mietwagen: www.hotwire.com, www.priceline.com und www.orbitz.com.

Wer den Traum von der großen Freiheit noch ein Stück weiterträumt, geht mit dem Wohnmobil auf die Reise. Bei der Buchung dieser rollenden Wohn-/Schlafzimmer empfiehlt es sich, mehrere Punkte zu beachten. Beispielsweise sollten Sie stets eine Kategorie größer wählen, um "Hüttenkoller" zu vermeiden, und angesichts der gewaltigen Entfernungen ruhig unbegrenzte Meilen buchen. Das ist zunächst zwar teurer, rentiert sich aber meist immer und verhindert auch die stressige Meilen-Rechnerei. Und man kann spontane Abstecher unternehmen.

Notruf

Fast überall in den Südstaaten gilt die gebührenfreie Notrufnummer 911. Nur auf dem Land gibt es andere, am Münztelefon vermerkte Notrufe für Polizei, Feuerwehr und Notarzt.

Öffentliche Verkehrsmittel

Vor allem Alleinreisende unterwegs in den USA überlegen häufig, ob Busse und Züge nicht eine preiswerte Alternative zum Mietwagen sind. Solange man in den Städten bleibt, mag die Rechnung aufgehen: Das öffentliche Verkehrsnetz ist relativ dicht. Lange Wartezeiten, Umsteigerei sowie Abfahrten bzw. Ankünfte mitten in der Nacht und in verlassenen Stadtbezirken müssen dabei jedoch in Kauf genommen werden. Zu den großen Sehenswürdigkeiten außerhalb der Städte, allen voran die Nationalparks, fahren für gewöhnlich allerdings weder Busse noch Züge.

Post

Postämter haben Mo-Fr von 9 bis 17 Uhr geöffnet, größere auch Sa von 8.30 bis 12 Uhr. Das Porto für Luftpostbriefe nach Europa beträgt 60, für Postkarten 55 Cent.

Preise & Währung

Währung ist der amerikanische Dollar (= 100 Cents). Es gibt Banknoten (bills) zu 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar sowie Münzen (coins) zu 1 ¢ (penny), 5 ¢ (nickel), 10 ¢ (dime), 25 ¢ (quarter) und 50 ¢ (half dollar). Vorsicht: Alle Dollarnoten sind gleich groß, von gleicher grünlich grauer Farbe und unterscheiden sich nur im Aufdruck! In den meisten Bundesstaaten wird auf Einkäufe und Verzehr eine Steuer (4-7 Prozent) erhoben. Diese sales tax taucht erst auf der Rechnung auf!

Sicherheit

Die USA sind ein sicheres Reiseland. Das bedeutet, dass Sie jene Umsicht walten lassen sollten, die Sie aus europäischen Großstädten gewohnt sind. Nachts verlassene Straßenzüge, Parks und Viertel sollten Sie ebenso meiden wie überflüssiges Hantieren mit Wertgegenständen wie Laptops und Smartphones. Landet man beim Verlassen einer Interstate in einer zweifelhaft wirkenden Gegend, sollte man schnellstmöglich die Auffahrt zurück auf den Freeway suchen.

Strom

Die Netzspannung beträgt 110 V, ein Adapter ist notwendig.

Telefon & Handy

Alle Telefonnummern in den USA sind siebenstellig, für Ferngespräche kommt eine dreistellige Vorwahl dazu, der area code. Bei Ortsgesprächen wählen Sie nur die Nummer, bei Ferngesprächen innerhalb eines Vorwahlbereichs lediglich eine "1" vor der Nummer. Die Vorwahl für Deutschland lautet: 01149; für Österreich: 01143; für die Schweiz: 01141, Vorwahl in die USA: 001.

Ortsgespräche kosten 25-50 Cent, bei Ferngesprächen nennt nach dem Wählen eine Computerstimme die Gebühr. Wer kein Kleingeld hat, bekommt an jeder Tankstelle eine Telefonkarte zu fünf, zehn oder 20 Dollar. Um mobil zu telefonieren, ist ein Tri- oder Quadband-Handy nötig. Sie sollten sich bei Ihrem Netzbetreiber erkundigen, mit welchen Anbietern Roamingabkommen bestehen. Meist fallen hohe Gebühren an. Daher ist es sinnvoll, sich in den USA eine SIM-Karte zu kaufen.

Zeitzonen

Eastern Time Zone (MEZ -6 Stunden) und Central Time Zone (MEZ -7 Stunden). Sommerzeit gilt 2015 vom 8. März bis zum 1. November.

Zoll

Gegenstände für den persönlichen Bedarf sind zollfrei. Pflanzen, Wurst, Obst und andere frische Lebensmittel dürfen nicht eingeführt werden. Erlaubt sind pro Erwachsenen 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 2 kg Tabak sowie 1 l Spirituosen, außerdem Geschenke bis zu einem Wert von 100 Dollar.

Nach Deutschland und Östereich dürfen zollfrei eingeführt werden: 1 l Spirituosen, 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 50 ml Parfüm oder 250 ml Eau de Toilette und andere Artikel im Gesamtwert von 430 Euro. Für die Schweiz gelten erheblich niedrigere Freigrenzen.

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Der freie Journalist lebt im kanadischen Montréal und schreibt, bloggt und filmt für deutsche Print- und Onlinemedien. Im Winter folgt er den "Snowbirds" - seinen kanadischen Mitbürgern, die dann nach Süden ziehen. Wobei er mal in Florida, mal im tiefsten Süden landet. Dort faszinieren ihn Touristenhochburgen wie Miami ebenso wie stille Enklaven am Mississippi oder die Bayous von Louisiana.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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