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Reiseführer USA Südstaaten:Bloss nicht

Auch in den Südstaaten gibt es Dinge, die Sie beachten sollten

Hände schütteln

Hi, how are you? Nice to meet you. Das sagt Ihnen einer zur Begrüßung. Sie freuen sich, strecken die Hand aus - und greifen ins Leere. Politiker schütteln sich die Hand, Vertragspartner und alte Freunde. Leute, die einander flüchtig kennenlernen, nicht. Es reicht völlig, seinen (Vor-)Namen zu nennen und I'm doing fine. oder My pleasure! zu murmeln.

Rauchen

Die Gesundheitskampagne hat auf der ganzen Linie gesiegt. Rauchen ist auf allen Inlandsflügen und in öffentlichen Gebäuden verboten. Viele Restaurants und sogar Bars haben Raucherzonen - im schlechteren, hinteren Teil des Lokals. Hotels verfügen über immer weniger Raucherzimmer. Manchen finden den Zigarettengeruch inzwischen so eklig, dass sie Raucher sogar auf offener Straße anblaffen. Für Zigaretten darf vielerorts nicht geworben werden. Rauchen Sie bloß nicht dort, wo es verboten ist und wo die Leute es nicht wünschen - z. B. im Restaurant.

Alles besser wissen

"Am deutschen Wesen soll die Welt genesen": Reisende wissen, dass dieser Satz nicht von ungefähr kommt. Halten Sie sich also zurück und sagen Sie Ihre Meinung nur, wenn sie gefragt ist - auch wenn dies bei Reizthemen wie Waffenbesitz, US-Außenpolitik, Recht auf Abtreibung und Todesstrafe schwerfallen mag.

Wortlos zu Fremden an den Tisch setzen

Morgens im B & B: Sie kommen nicht umhin, den Frühstückstisch mit zwei Ihnen fremden Ehepaaren zu teilen. In dieser Situation gehört es in den USA zum guten Ton, sich mit Vornamen vorzustellen und kurz zu sagen, woher man kommt. Eine Unterhaltung ergibt sich danach ganz von selbst. Ein sich ausschweigender Tischgenosse wird als rude, als unhöflich also, wahrgenommen.

Nackt in die Sauna

Trotz Pamela Anderson, Spring-Break-Partys und freizügiger TV-Shows: Im Alltag geht es in Amerika prüde zu. So werden Sie verstörte Blicke ernten, sollten Sie nach der gemischten Sauna fragen. Denn in den USA saunieren Männlein und Weiblein seit jeher getrennt - und zwar in Badeanzüge oder dicke Frotteetücher gehüllt. Das Ganze bei "arktischen" Temperaturen von um die 70 Grad.

Alkohol in der Öffentlichkeit trinken

Noch ein puritanisches Überbleibsel: Der Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit ist verboten. Nicht nur das, die Flasche Bier oder Wein muss auch in einer braunen Papiertüte verschwinden, damit niemand sieht, dass man gerade Alkohol erstanden hat. Und in einigen Landkreisen darf er nicht einmal im Kofferraum des Wagens mitgeführt werden.

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Der freie Journalist lebt im kanadischen Montréal und schreibt, bloggt und filmt für deutsche Print- und Onlinemedien. Im Winter folgt er den "Snowbirds" - seinen kanadischen Mitbürgern, die dann nach Süden ziehen. Wobei er mal in Florida, mal im tiefsten Süden landet. Dort faszinieren ihn Touristenhochburgen wie Miami ebenso wie stille Enklaven am Mississippi oder die Bayous von Louisiana.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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