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Reiseführer Türkei:Erlebnistouren

Jeder Zipfel dieser Erde hat seine eigene Schönheit. Wenn Sie Lust haben, die einzigartigen Besonderheiten dieser Region zu entdecken, wenn Sie tolle Tipps für lohnende Stopps, atemberaubende Orte, ausgewählte Restaurants oder typische Aktivitäten bekommen wollen, dann sind diese maßgeschneiderten Erlebnistouren genau das Richtige für Sie. Machen Sie sich auf den Weg und folgen Sie den Spuren der MARCO POLO Autoren.

Türkei perfekt im Überblick

Tag 1-2

Von İstanbul aus geht es als erste Etappe nach Bursa . Sie nehmen die Autobahn Richtung Ankara, folgen hinter Tuzla dem Zeichen für Fähre nach Darica und setzen über den İzmit Golf nach Yalova über. An Yalova vorbei geht es nach Bursa . Das grüne Bursa am Fuße des 2500 m hohen Uludağ ist die Geburtsstadt des osmanischen Reiches. Hier errichteten die Sultane ihre erste Hauptstadt, von Bursa aus startete die Eroberung des Balkans und Konstantinopels. Bleiben Sie für zwei Nächte in Bursa, übernachten Sie im Thermalhotel Çelik Palas Thermal Spa und genießen Sie eines der berühmten Thermalbäder. Besichtigen Sie den Grüner Komplex, die wichtigste Nekropole der Sultane und fahren Sie mit der Seilbahn auf den Uludağ.

Tag 3-5

Folgen Sie von Bursa aus den Straßen D 200, D 573 und D 565 bis zur Ägäismetropole İzmir , einer der größten Hafenstädte des Landes. Halten Sie sich hier aber nicht so lange auf, sondern fahren Sie lieber weiter bis Bodrum . Dazu nehmen Sie von İzmir die Autobahn bis Söke und folgen dort der D 525 nach Milas und der D 330 nach Bodrum . Wenn Türken vom Ausstieg aus den Mühen des Alltags und von einem glücklichen Leben im Süden träumen, denken die meisten an die "Weiße Stadt am Meer". Bodrum ist das Aussteigerparadies schlechthin, auch wenn die Stadt - zumindest im Sommer - zu einer hektischen Tourismusmetropole wird. Bleiben Sie für drei Nächte in Bodrum, genießen Sie das Meer und das Nachtleben, und besichtigen Sie das Unterwassermuseum in der Burg. Eine schöne Übernachtungsadresse ist das Hotel The Marmara Bodrum.

Tag 6

Von Bodrum aus folgen Sie der D 330 über Yatağan nach Aydin, dann der D 320 nach Denizli. Von Denizli führt eine ausgeschilderte Nebenstraße zu den Sinterterrassen von Pamukkale , dem "Weißen Schloss". Der Anblick der strahlend weißen Sinterterrassen ist berauschend, und das Bad im Wasser der heißen Quellen tut Körper und Seele gut. Bleiben Sie für eine Übernachtung im Hotel Koray mit eigenem Thermalpool.

Tag 7

Von Pamukkale machen Sie einen Sprung nach Zentralanatolien. Mitten in der Türkei liegt Konya , das spirituelle Zentrum des Landes. Sie folgen von Denizli der D 320 und D 650 nach Afyon und nehmen dann die D 300 nach Konya . Konya ist die Stadt der tanzenden Derwische. Der Sufi-Orden von Mevlana hatte hier seinen Hauptsitz. Besuchen Sie im Mevlana-Museum das Grabmal des Gründers des Derwischordens. Zur Übernachtung bietet sich das Hotel Dedeman an.

Tag 8-10

Von Konya geht es weiter nach Kappadokien. Folgen Sie der D 300 über Aksaray nach Nevşehir und dann noch wenige Kilometer einer Nebenstraße nach Göreme . Die Tuffsteinlandschaft zwischen Nevşehir und Ürgüp erscheint wie eine Gegend nicht von dieser Welt. Die von Wind und Wetter geformten Kegel aus weichem Tuffstein bergen Höhlen, die vor knapp 2000 Jahren frühen Christen als Zuflucht vor römischer Verfolgung dienten. Besichtigen Sie die Kirchen im Weltkulturerbe Göreme-Tal und die Höhlenstadt bei Derinkuyu. Bei einer Fahrt mit dem Heißluftballon können Sie die wundersame Landschaft von oben betrachten. Wer lieber am Boden bleibt, begeistert sich vielleicht für einen Ausritt in die Täler Kappadokiens; ein guter Veranstalter ist Kirkit Horse Riding in Avanos. Planen Sie für alles zwei Übernachtungen in den Höhlenzimmern des Melek Cave Hotel in Göreme ein.

Tag 11-12

Jetzt verlassen Sie Zentralanatolien und fahren in den arabisch-kurdischen Südosten des Landes. Über die D 300 geht es nach Kayseri, dann ab Pınarbası über die D 815 und D 825 nach Kahramanmaraş. Weiter über die D 835 nach Gaziantep und über die Autobahn nach Şanlıurfa . Die Stadt ganz im Südosten an der Grenze zu Syrien hat bis heute deutlich sichtbare arabische Ursprünge. Urfa ist alt, so alt, dass Abraham hier gelebt haben soll. Besichtigen Sie den Basar von Urfa, das älteste und geheimnisvollste Einkaufsparadies des Landes. Testen Sie unbedingt Cig-Köfte, die Spezialität der regionalen Küche. Ein absolutes Muss sind die Abrahamsgrotte und die darüberliegende Zitadelle mit Blick über die Stadt. Bleiben Sie zwei Nächte im Hotel Cevahir Konukevi.

Tag 13

Von Urfa aus erreichen Sie auf der E 99 Diyarbakır , die heimliche Hauptstadt der Kurden in der Türkei. Vieles hier erzählt von den Auseinandersetzungen der letzten Jahrzehnte, aber auch vom Aufbruchsgeist seiner Bewohner. Diyarbakır ist auf dem Weg, eine moderne Metropole zu werden. Besichtigen Sie am frühen Abend die Stadtmauer und erleben Sie einen spektakulären Sonnenuntergang über dem Tigris. Die Nacht verbringen Sie stilecht in der alten Karawanenstation Büyük Kervansaray.

Tag 14

Von der heimlichen Hauptstadt des Ostens führt die Tour zurück nach Westen. Über Elâziğ und Malatya kommen Sie in die Zentralanatolische Metropole Kayseri , die Musterstadt für den Aufschwung in Anatolien. Hier kauft man Pastirma, den berühmtesten Schinken der Türkei. Machen Sie einen Abstecher zum 20 km entfernt liegenden Erciyes Dağı, dem mit 3917 m höchsten Vulkan der Türkei. Wenn Sie hier richtig wandern wollen, buchen Sie besser einen Bergführer über Middle Erth Travel. Für die Nacht quartieren Sie sich ein im Novotel Kayseri.

Tag 15-16

Weiter nach Westen geht es jetzt über Kırşehir und Kirikkale zur offiziellen Hauptstadt des Landes, nach Ankara . Die Stadt ist seit 1923 Hauptstadt der Republik und das Zentrum der modernen Türkei. Besichtigen Sie das Atatürk-Mausoleum des Republikgründers Mustafa Kemal Atatürk, und machen sie einen Spaziergang zur alten Burg über der Stadt. Um sich alles in Ruhe ansehen zu können, bleiben Sie zwei Nächte im Hotel Divan Çukurhan.

Tag 17

Vom Fremdenverkehr noch nahezu unentdeckt liegen nordwestlich von Ankara die "Perlen des Schwarzen Meeres": Safranbolu im Hinterland und Amasra an der Küste. Verlassen Sie Ankara über die İstanbul-Autobahn, und fahren Sie bei Gerede Richtung Karabük ab. Dort liegt Safranbolu mit den schönsten osmanischen Häusern der Türkei. Hier lohnt eine Übernachtung im stilvollen Hotel Havuzlu Asmazlar Konağı.

Tag 18-19

Über Bartin erreichen Sie nach weiteren 50 km Amasra , den besten Badeort der türkischen Schwarzmeerküste, wo Sie sich zum Abschluss der Tour einen erholsamen Stopp von zwei Tagen am Meer gönnen sollten. Ein schönes Quartier: das Hotel Eroğlu Büyük Liman.

Tag 20

Von Amasra erreichen Sie über die D 750 bei Yeniçağa wieder die Autobahn und über diese zügig Ihren Ausgangspunkt İstanbul .

Auf den Spuren der Steine

Tag 1

Ausgangspunkt ist die Ägäismetropole İzmir , wo Sie sich bei einem Spaziergang an der Uferpromenade Kordon einen kleinen Eindruck über die großartige Lage des antiken Smyrna verschaffen können. Vielleicht bleiben Sie noch eine Nacht in der Stadt, z.B. im guten Hotel İzmir Hilton, um am nächsten Morgen früh aufbrechen zu können.

Tag 2

Verlassen Sie die Stadt in Richtung Norden auf der D 550 (E 87) bis zur Abfahrt nach Bergama, dem antiken Pergamon . Die hellenistischen Ruinen vor der Stadt liegen weit verteilt, der Aufstieg zur Akropolis ist anstrengend. Rechnen Sie deshalb mit mindestens einem halben Tag für die Besichtigung. Auf halber Höhe zur Akropolis befinden sich die Fundamente des weltberühmten Pergamonaltars, der heute im Pergamonmuseum in Berlin ausgestellt ist.

Von Bergama folgen Sie der Küstenstraße D 550 über Edremit und Ayvacık in Richtung Çanakkale. Rund 20 km vor Çanakkale biegt nach links ein ausgeschilderter Weg zu dem berühmtesten Schlachtfeld der Antike, nach Troja ab. Inspiriert von Homers "Ilias" haben deutsche Archäologen hier mehr als hundert Jahre lang nach den Spuren von Hektor, Achilles, Helena und Priamos gegraben. Setzen Sie nach der Besichtigung der historischen Stätte den Weg nach Çanakkale fort und versäumen Sie nicht, sich dort das interessante Archäologisches Museum anzuschauen. Von dem langen Tag ruhen Sie sich im Hotel Büyük Truva aus.

Tag 3

Von Çanakkale geht es über die D 200 weiter nach Bursa . Die erste Hauptstadt des Osmanenreiches liegt in einer fruchtbaren Flussebene, überragt vom Berg Uludağ (2543 m). Bleiben Sie eine Nacht im Thermalhotel Çelik Palas Thermal Spa, und besichtigen Sie den Grüner Komplex, die wichtigste Nekropole der osmanischen Sultane.

Tag 4-5

Am nächsten Tag führt Sie die Route in östlicher Richtung auf der D 200 über Eskişehir nach Ankara . Planen Sie hier zwei Nächte im Hotel Divan Çukurhan ein. Das beste Kebap der Hauptstadt bekommen Sie im ausgezeichneten Suda Kebap Restaurant. Nutzen Sie den Aufenthalt in der modernen Hauptstadt für einen Einkauf und für einen Besuch des Museum für Anatolische Zivilisationen. Die weltberühmte Sammlung stimmt Sie schon auf den nächsten Tag ein.

Tag 6

Auf der E 88 in Richtung Osten fahren Sie bis zum Abzweig Delice, von dort aus auf der D 190 nach Sungurlu, wo Ihnen kurze Zeit später ein Schild den Weg nach Boğazkale weist. Hier sind die Tempel und die Tore der berühmten hethitischen Hauptstadt Hattuscha zu bewundern. Gemeinsam mit dem nahen Felsheiligtum Yazılıkaya bildet die Stätte ein einzigartiges Freilichtmuseum der ersten anatolischen Hochkulturen. Von dort geht es weiter über die Orte Yozgat, Yerköy und Kırşehir nach Aksaray , wo Sie auf die D 300 stoßen und einen Übernachtungsstopp einlegen sollten. Im modernen Sporthotel Grand Altuntas Hotel sind Sie für den Abend und die Nacht gut aufgehoben.

Tag 7

Am nächsten Tag sind es gut 50 km bis nach Sultanhanı , wo Sie die Sultanhanı Kervansaray, die schönste aller erhaltenen seldschukischen Karawansereien, besichtigen. Danach passieren Sie Konya und erreichen über die D 330 den Beyşehir-See. Einige Kilometer weiter auf der D 695 liegt Yalvaç . Bei Yalvaç befindet sich die größte römische Siedlung Inneranatoliens, Antiochia in Pisidien, in der 50 n. Chr. Paulus einen seiner ersten Missionsauftritte hatte. Von Yalvac aus geht es über die D 330 nach Eğirdir , wo Sie am gleichnamigen See in der Pension Fulda übernachten. Fragen Sie in der Pension nach Kayaks oder Segelbooten, die beide am See zu mieten sind.

Tag 8

Von Eğirdir machen Sie einen großen Sprung zu den Griechen nach Westen. Der Weg führt über Isparta, Denizli und Aydin bis Söke. Dort geht es ein kurzes Stück über die D 525 nach Süden bis zum Abzweig nach Didim . Der Apollo-Tempel von Didim ist eines der größten griechischen Heiligtümer überhaupt. Es gehörte zur 20 km entfernten antiken Metropole Milet, deren berühmtes Milet-Tor im Pergamonmuseum in Berlin ausgestellt ist. Leisten Sie sich eine Übernachtung im D-Marin Didim Marina Yacht Club.

Tag 9/10

Von Didim geht es über die D 525 zurück nach Söke und dann an der Küste über Kuşadası nach Selçuk . Bei Selçuk liegen die weltberühmten Ruinen der antiken Ägäismetropole Ephesos, wo Sie nicht nur ein wunderbares Amphitheater, sondern auch die Bibliothek und ehemalige Privatvillen besichtigen können. Übernachten Sie in Selçuk, dann haben Sie am nächsten Tag genügend Zeit, um auch noch das Marienhaus zu sehen, in dem der Überlieferung nach Maria, die Mutter Jesu, ihre letzten Jahre verbracht haben soll. Ihren Ausgangspunkt İzmir erreichen Sie schließlich von Selçuk aus über die Autobahn in einer guten Stunde.

Zwischen Beach, Basar und Berggöttern

Tag 1

Von Antalya , der türkischen Mittelmeermetropole, fahren Sie auf der Küstenstraße D 400 gen Osten zum 133 km entfernten Alanya . Dort ist die weitläufige Festung einer der prachtvollsten Anblicke an der Küste. Weiter führt die kurvenreiche Fahrt nach Anamur , der südlichsten Spitze der Türkei mit einem 13 km langen, feinen Badestrand und einer gut erhaltenen Kreuzfahrerfestung in spektakulärer Lage. Letzte Station des Tages ist Silifke , eine Bezirksstadt, die 10 km vom Meer entfernt liegt. Sie lohnt einen Besuch wegen der 20 km langen Dünenlandschaft am Delta des Göksu-Flusses und der vielen Strände in der Umgebung. Direkt am Meer übernachten Sie im Hotel Marina.

Tag 2-3

Von Silifke geht es ab Mersin über die Autobahn bis İskenderun an dem südöstlichen Industriegebiet der Türkei vorbei und dann über eine Schnellstraße weiter nach Antakya , dem antiken Antiocheia. Das Archäologisches Museum der Stadt beherbergt eine der weltweit größten Sammlungen römischer Mosaiken. In Antiochia gründete sich die erste christliche Gemeinde außerhalb Jerusalems. Die Spuren der Urchristen sind unübersehbar: Petrus selbst soll in einer Höhle, der sogenannten Petrus-Grotte, eine der ersten Kirchen errichtet haben. Planen Sie zwei Übernachtungen im Hotel Savon ein, einer charmanten, ehemaligen Olivenölmanufaktur.

Tag 4-5

Von Antakya fahren Sie über İskenderun zurück zur Autobahn und weiter nach Osten bis Şanlıurfa . Die uralte Stadt (früher Urfa) ist stark von Arabern und Kurden geprägt. Allein der labyrinthartige Basar von Şanlıurfa mit seinen Kupferschmieden und kühlen Teehöfen ist einen Besuch wert. Anhänger aller Schriftreligionen glauben, dass sich Stammvater Abraham in Şanlıurfa aufgehalten hat. In der Abrahamsgrotte bei der Halil-ur-Rahman-Moschee aus dem 17. Jh. soll er geboren sein. Doch Urfa ist älter als Abraham. Bleiben Sie unbedingt zwei Nächte in Şanlıurfa, z.B. im Hotel Cevahir Konukevi, dann haben Sie genug Zeit, sich alles anzuschauen und noch einen Ausflug ins gut 20 km entfernte Göbekli Tepe zu unternehmen. Hier entdeckte ein deutscher Archäologe vor 30 Jahren einen Tempel aus dem Neolithikum (10000 Jahre vor unserer Zeit) - unbedingt anschauen!

Tag 6-7

Auf der Straße D 875 überqueren Sie zum letzten Ziel den Euphrat nahe der gigantischen Staumauer des Atatürk-Staudamm. Über Adıyaman erreichen Sie auf der D 360 Kahta , den Ausgangspunkt für Exkursionen zum Nemrut Dağı , dem weltberühmten "Berg der Götter". Die riesigen Steinköpfe bilden das Grabdenkmal für König Antiochus I. von Komagene, einst Herrscher über ein Kleinreich von römischen Gnaden. Weil auch die Sonnenauf- und -untergänge auf dem Nemrut-Berg zu den unvergesslichen Türkeierlebnissen gehören, sollten Sie auch hier zwei Übernachtungen einplanen. Dafür bietet sich in Kahta das Zeus Hotel an.

Stippvisite an der Schwarzmeerküste

Tag 1

Die Reise beginnt in Trabzon , dem alten Trapezunt. Hier sind noch Reste byzantinischer und griechischer Siedlungen zu besichtigen, wie die Hagia Sophia und die Zitadelle. Am Hafen gibt es nette Teegärten und Restaurants. Schauen Sie sich die Stadt in Ruhe an und übernachten Sie im komfortablen Zorlu Grand Hotel.

Tag 2

Am nächsten Morgen geht es mit dem Auto auf der D 885 über Maçka zum weltberühmten Kloster Sümela Manastiri . Von dort fahren Sie auf der D 885 weiter über den großartigen Zigana-Pass und dann über die E 97 nach Bayburt , wo sie im Bayburt Hotel übernachten.

Tag 3

Am folgen Tag geht es auf der D 915 über den Soğanlı-Pass zum Uzungöl . An diesem schönen Hochlandsee lohnt es ebenfalls, eine Übernachtung einzuplanen, um die reizvolle Gegend zu erkunden. Herrlich gelegen ist hier das Soylu Hotel.

Tag 4-7

Am vierten Tag führt Sie die D 915 zurück zur Küste nach Of, von wo aus Sie auf der Küstenstraße über Rize und Ardeşen zum 2000-Einwohner-Ort Çamlıhemşin gelangen. Von diesem Ort führt eine kleine Asphaltstraße hoch hinauf in die alpine Landschaft des Kaçkar-Gebirges nach Ayder . Nach einer Übernachtung im dortigen Kaçkar Resort Hotel beginnt am Morgen die anspruchsvolle Wanderung zum 3932 m hohen Gipfel des Kaçkar . Sie sollten in Ayder unbedingt einen Bergführer engagieren, z.B. Izmet Öztürk (rund 50 Euro pro Tag | www.trekkingexpert.com ). Der Weg führt über den Çaymakçur-Pass zunächst auf die trockene, dem Meer abgewandte Seite des Gebirgszugs nach Yaylalar und von dort über einen ausgedehnten Bergrücken weiter bis zum Gipfel des Kaçkar . Mit einer Übernachtung in Yaylalar (die organisiert der Bergführer für Sie) und einer Nacht im Basiscamp vor dem Gipfelanstieg sind Sie bis zur Rückkehr nach Ayder drei lange Tage unterwegs.

Tag 8

Von Ayder sind es 160 km zurück nach Trabzon. Auf dem Rückweg nach Westen sollten Sie noch einen Halt in Sürmene einlegen. In der Kleinstadt zwischen Of und Araklı ist besonders der festungsähnliche Palast sehenswert, den sich eine Schwarzmeer-Dynastie vor 200 Jahren errichten ließ. Wenn Sie es einrichten können, kommen Sie dienstags, dann ist Markttag. Die restlichen 40 km nach Trabzon sind von hier aus schnell zurückgelegt.

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Unsere Autoren leben und arbeiten seit 12 Jahren in der Türkei. Während Zaptçioğlu (Studium der Geschichte und Politik in İstanbul und Göttingen) in İstanbul geboren wurde, ist Gottschlich (Studium der Philosophie und Publizistik in Berlin) ein echter Einwanderer. Beide arbeiten als Schriftsteller und Journalisten, die Zeitungen und Sender in Deutschland mit Nachrichten aus der Türkei versorgen.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de