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Reiseführer Thailand:Bloss nicht

Worauf Sie achten sollten, um Schwierigkeiten zu vermeiden

Sich mit Drogen abgeben

Auch wenn in Thailand Drogenhandel im schlimmsten Fall mit der Todesstrafe geahndet wird, so kann es doch vorkommen, dass Ihnen illegale Rauschmittel angeboten werden – zum Beispiel auf der berühmt-berüchtigten Vollmondparty auf Ko Phangan. Aber Vorsicht: Selbst die geringste Menge von weichen Drogen wie ganja (Marihuana) kann Sie ins Gefängnis bringen!

Fahrzeuge an der Straße mieten

In vielen Urlaubsorten bieten Verleiher Autos oder Motorräder ohne Vertrag an. Sie müssen lediglich Ihren Pass hinterlegen. Aber immer wieder kommt es vor, dass schadhafte Fahrzeuge ausgeliehen werden und der Tourist hinterher zur Kasse gebeten wird. Auch wird hin und wieder der Wagen oder das Motorrad mit Nachschlüssel gestohlen – dann müssen Sie für den Schaden aufkommen. Lesen Sie den Vertrag genau durch, denn das günstigste Angebot kann Sie teuer zu stehen kommen.

In den tiefen Süden reisen

Pattani, Yala und Narathiwat sind die drei südlichsten Provinzen. Die Mehrheit der Bevölkerung sind Muslime. Hier kommt es fast täglich zu Anschlägen. Seit 2004 fielen ihnen fast 4000 Menschen zum Opfer. Die Terroristen wollen die Unabhängigkeit von Thailand erzwingen. Meiden Sie diese Krisengebiete!

Den König beleidigen

Bhumibol Adulyadej selbst hat erklärt, dass er nicht über der Kritik steht. Trotzdem ist Majestätsbeleidigung strafbar und kann auch für Ausländer schlimme Folgen haben. 2009 wurde der australische Autor Harry Nicolaides zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er sich in einem Buch kritisch über den Kronprinzen geäußert hatte. Der König selbst begnadigte ihn zwar bald darauf, aber Nicolaides musste vorher ein halbes Jahr Untersuchungshaft absitzen.

Schleppern folgen

Wo Touristen sind, lauern auch Schlepper. Sie bieten alles Mögliche an: Edelsteine, kostenlose Sightseeingtouren, Prostituierte. Thais sind normalerweise Fremden gegenüber zurückhaltend und sprechen sie nicht einfach auf der Straße an. Wenn es doch jemand tut, können Sie fast immer sicher sein, dass Sie am Ende draufzahlen.

Sich auf Streit einlassen

In seltenen Fällen kann es sein, dass die ansonsten sehr kontrollierten Thais es auf Ärger anlegen, etwa in alkoholisierter Runde. Lehnen Sie Einladungen zu Trinkgelagen mit Einheimischen, die Sie nicht kennen, freundlich ab oder entfernen Sie sich nach einem Höflichkeitsschluck. Falls Sie doch einmal Aggression zu spüren bekommen, bleiben Sie ruhig. Vermeiden Sie auch unbedingt, einem ohnehin schon wütenden Thai einen Gesichtsverlust zuzufügen.

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Seit der Journalist Wilfried Hahn 1978 erstmals nach Thailand reiste, kehrt er jedes Winterhalbjahr dorthin zurück. Für Zeitungen und Reisemagazine hat er unzählige Artikel über das Land verfasst. Für MARCO POLO schreibt er die Reiseführer Thailand, Bangkok, Phuket, Ko Samui und Krabi. Und wo in Thailand gefällt es ihm am besten? „Überall dort, wo gelächelt wird – und das ist wirklich überall.“

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de