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Reiseführer Teneriffa:Einkaufen

Souvenirs aus Ton und Stoff: Das Kunsthandwerk zeichnet sich durch eine große Vielfalt an Farben und Formen aus

MARCO POLO Koautorin Izabella Gawin

Zum Einkaufen fahren die Einheimischen nach Santa Cruz, denn hier gibt es nicht nur das gut sortierte Großkaufhaus El Corte Inglés, sondern auch viele Boutiquen. Für Kulinarisches empfehlen sich die Bauernmärkte (mercadillos de agricultor), die am Wochenende, z.B. in Adeje und Tacoronte, stattfinden.

Für traditionelles Kunsthandwerk, das Teneriffa in reicher Auswahl produziert, bleibt La Orotava die beste Adresse – schon ein Spaziergang durch die Altstadt ist wie eine Zeitreise. Herrlich gearbeitete Balkone und Arkaden künden von der Meisterschaft kanarischer Holzschnitzer. Und auch hinter den Fassaden werden die Traditionen hochgehalten. Denn in La Orotava liegt das Zentrum der artesanía Teneriffas. Kanarisches Kunsthandwerk geht schon auf die Zeiten der Guanchen zurück und findet seinen stärksten Ausdruck in der für den Archipel typischen Art der Töpferei. Original tinerfeñisches Kunstwandwerk bekommen Sie mit Garantie und Herstellerbezeichnung in den Geschäften der staatlichen Artenerife-Kette, die auch dafür sorgt, dass die Künstler angemessen entlohnt werden. Sie gibt es in Santa Cruz, Puerto de la Cruz, La Orotava, Playa de las Américas und Los Cristianos. www.artenerife.com

Souvenirs

Blumen

Ein besonders hübsches Andenken sind die exotischen Strelitzien, die auf Teneriffa gezogen werden. Auf dem Mercado de Flores Calle Santo Domingo Mo–Sa in Puerto de la Cruz verkaufen Landfrauen wochentags bis gegen Mittag diese und viele andere Blumen.

Korbwaren

Nützlich und in Handarbeit gefertigt ist die cestería. Die Korbarbeiten entstehen aus Binsen, Stroh und den Fasern der Palmblätter, die der Kunsthandwerker spleißt und miteinander verflicht.

Kunsthandwerk & Design

Keramik

Alfarería – Schüsseln, Teller, Karaffen und Trinkgefäße – waren notwendige Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens und wurden ohne künstlerische Ambitionen hergestellt. Heute ist es gerade die Schlichtheit, die ihnen ihren besonderen Reiz verleiht. Neben La Orotava, wo im Museo de Cerámica , in vielen Galerien und Läden kanarische Töpferkunst ausgestellt und verkauft wird, ist es vor allem das Dorf Arguayo nahe Santiago del Teide, in dem die schönsten Exemplare gefertigt werden. Achten Sie beim Kauf auf Authentizität!

Stickereien

Echte kanarische Stickereien, die eine lange Tradition auf Teneriffa haben, kosten ihren Preis. Beim calado, der Hohlsaumstickerei, werden aus einem fest auf einen Holzrahmen gespannten Stoff einzelne Fäden gezogen und der Rest in komplizierter Stich- und Nähtechnik miteinander verbunden. So entstehen vor allem besonders schöne Tischdecken.

Delikatessen

Kulinarisches

Für manchen ist das beste Souvenir ein kulinarisches. Die Kanaren bieten da eine große Auswahl: Käse von glücklichen Ziegen, den köstlichen Nachtisch bienmesabe, Liköre aus Palmensaft oder Bananen, Gebäck aus Inselproduktion.

Gofio, das Mehl der Guanchen, kann man in vielen Supermärkten kaufen. Direkt beim Hersteller gibt es ihn in einer der letzten funktionstüchtigen Mühlen Teneriffas in La Orotava. Sie liegt in der Calle Doctor Domingo González García 3 ( Mo–Fr 8–13 u. 15–19, Sa 8–13 Uhr ).

Mit süßen Leckereien vom Feinsten hat Teobaldo Méndez schon viele Preise gewonnen. In seinem Laden El Aderno La Alhóndiga 8 www.eladerno.com Tgl. 9–21 Uhr in Buenavista del Norte verkauft der beste Konditor Teneriffas traditionelles kanarisches Gebäck wie rosquetes, truchas und merengues. Teobaldos Geheimnis, wen wundert's: „Nur beste Zutaten“.

Teneriffas Weine gehören zu den besten der Kanaren. Leichte, trockene Tropfen der Rebsorten listán blanco, listán negra und negramoll werden bis 1600 m Höhe und vor allem im Nordwesten angebaut. Aktuell genießt der „Frontos“, ein Weißwein aus ökologischem Anbau der Region Abona, bei Önologen den höchsten Ruf. Inselwein bekommen Sie in Bodegas, Weinläden und guten Supermärkten.

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Izabella Gawin kennt die Kanaren wie ihre Westentasche. Sie hat ihre Doktorarbeit über die Inseln verfasst, dazu mehrere Wander- und Reiseführer geschrieben. Auf der ITB in Berlin 2011 wurde sie mit einem Autorenpreis für ihr „Reiseführerschaffen“ ausgezeichnet. An Teneriffa fasziniert sie vor allem „Väterchen Teide“, mit knapp 4000 m einer der höchsten Vulkane weltweit, mit einer gigantischen Felsarena zu seinen Füßen.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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