bedeckt München

Reiseführer Sylt:Bloss nicht

Was Sie im Interesse Ihrer Ferienlaune besser nicht tun sollten

Möwen füttern

Auf diese schlauen Vögel passt das Sprichwort vom kleinen Finger und der ganzen Hand: Hat man sie erst einmal angefüttert, lassen sie nicht nach und umkreisen einen recht kopfnah und mit dem schrillen Ruf: „Gib mir mehr!“ Und es kommen immer neue … In Westerland ist das Füttern übrigens streng verboten – es kann bis zu 1000 Euro Strafe kosten!

Den Ärger über die Kurabgabe am Falschen auslassen

Immer wieder wird eine Abschaffung oder Neugestaltung dieser den Gästen oft nur schwer vermittelbaren kommunalen Abgabe diskutiert. Doch noch wird an den Strandübergängen kassiert. Darüber kann man sich gerne aufregen, nur eines sollte man dabei nicht vergessen: Die Kurkartenkontrolleurin bzw. der Kontrolleur ist nicht für die Gebühr verantwortlich!

Sandburgen bauen

Auf älteren Fotos von deutschen Nordseestränden reiht sich Sandburg an Sandburg. Heute ist das Burgenbauen mit dem Argument des Küstenschutzes untersagt. Das ist allerdings nicht die ganze Wahrheit. Hauptproblem für die Kurverwaltungen war immer wieder der Verlust von teuren Strandkörben, wenn überraschend eine sommerliche Flut über den Strand ging. Die mittig in den Sandburgen stehenden Körbe wurden dann förmlich in den Strand eingespült und waren nicht mehr heil zu bergen.

Ohne Rücksicht Fahrrad fahren

Radeln Sie auf den ausgewiesenen Wegen, und halten Sie sich auch im Urlaub an die Verkehrsregeln. Besonders Gruppen, die nebeneinander radelnd den Eindruck vermitteln, die Straße gehöre ihnen, sorgen bei den Insulanern, die ja ihrer täglichen Arbeit nachgehen müssen, für berechtigten Ärger.

Auf Friesenwällen herumturnen

In Ermangelung von Holz wurde in früherer Zeit der Garten mit einem Steinwall eingefriedet. Diese Mauer hielt das frei laufende Vieh vom Gemüse fern und bot Windschutz. Wer die Wälle heute als Sitzgelegenheit benutzt oder seinen Kindern als Klettergerüst anbietet, muss mit Ärger rechnen, denn sie sind sehr instabil. Wenn auch nur ein Stein herausbricht, kann der nächste kräftige Regenschauer die Mauer zum Einsturz bringen. Die Reparaturkosten können schnell mehrere Hundert Euro erreichen, wenn der Wall neu gesetzt werden muss – da hört die Toleranz (verständlicherweise) auf.

Hunde von der Leine lassen

Immer wieder sieht man Hunde, die ohne Leine durch die Dünen streifen. Das ist verboten. Auch in den vielen Naturschutzzonen der Insel sind Hunde – zum Schutz der Vögel und Schafe – an der Leine zu führen. Für lauffreudige Hunde gibt es die Hundestrände.

Weiter zu Kapitel 8

Silke von Bremen ist Gästeführerin und eine profunde Kennerin der Insel. Von ihr liegen zahlreiche Veröffentlichungen zu Sylt vor, sie auf Rundgängen zu begleiten, ist so unterhaltsam wie interessant. Arnd M. Schuppius arbeitet als freiberuflicher Autor und Lektor für mehrere Verlage und Zeitschriften. Er besucht die Insel ein paar Mal im Jahr und verfolgt ihre Entwicklung mit konstruktiver Kritik.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de