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Reiseführer Stuttgart:Bloss nicht

Woran Sie in Stuttgart denken und was Sie vermeiden sollten

Im Besen Bier bestellen

Wer in der Besenwirtschaft nach einem Bier fragt, hat schon verloren. Von alters her wird hier nämlich ausschließlich der selbst angebaute und gekelterte Wein des „Wengerters“ ausgeschenkt. Ob das gute Tröpfchen schmeckt oder nicht, ist aber eher zweitrangig: Im „Besa“ erleben Sie vor allem, wie ausgelassen und fröhlich die Schwaben feiern können.

Zu schnell fahren

Natürlich müssen Sie sich immer und überall mit Ihrem Auto an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten. In der Landeshauptstadt aber noch ein bisschen mehr: Hier ist jede Stadteinfahrt mit Radargeräten bestückt, ebenso wie die vierspurige Straße durch die City. Oft stehen mehrere Geräte hintereinander oder es sind Rundumblitzer, die zudem nur wenig Toleranz gewähren. Also: runter vom Gas, sonst kann’s teuer werden.

Die Hügel unterschätzen

In Stuttgart sind Fahrradverleihkonzepte sehr erfolgreich, obwohl die Stadt erst langsam ihr Herz für Radfahrer entdeckt. Call a bike etwa ist sogar in den Wintermonaten nutzbar. Eines darf man aber nicht vergessen: Die Metropole ist hügelig – und zwar an weit mehr Stellen, als man denkt. Für einen Ausflug nach Degerloch oder auf den Killesberg also ruhig ein etwas teureres E-Bike ausleihen.

Vom „Zoo“ sprechen

Der Stuttgarter Tierpark ist kein Zoo. Stuttgart besitzt den einzigen Zoologisch-Botanischen Garten Deutschlands. Erbaut wurde die Anlage Mitte des 19. Jhs. im Auftrag von König Wilhelm I. – also heißt der „Zoo“ bei den Schwaben die „Wilhelma“.

Schwäbisch Schwätzen

Auch wenn es Sie noch so reizt: Versuchen Sie bloß nicht, die schwäbische Mundart nachzumachen – Sie kriegen’s sowieso nicht hin. Und gestandene Stuttgarter fühlen sich (zu Recht) ordentlich auf den Schlips getreten. Auch ein hochdeutsch ausgesprochenes „Grüß Gott“ kommt übrigens immer gut an.

Alle Vorsicht vergessen

Selbstverständlich ist die Schwabenmetropole eine sichere Stadt. Nur völlig sorglos sollte man auch hier nicht sein: Überfälle nach Mitternacht etwa im Schlossgarten, bei denen Passanten Geld und Handy abgenommen werden, haben in den letzten Jahren leider deutlich zugenommen.

Die Aussicht verpassen

Stuttgart wirkt besonders toll von oben. Also auf jeden Fall nach oben an den Kesselrand fahren, zum Beispiel mit der „Zacke“, der Zahnradbahn nach Degerloch. Aber auch der Blick von Karls- und Uhlandshöhe oder vom Birkenkopf beeindruckt.

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Schon während seines Geografiestudiums in Tübingen hat sich Jens Bey mit Stuttgarts Eigenheiten beschäftigt. Dann übersiedelte der gelernte Journalist in die Landeshauptstadt, wo er heute als freier Redakteur, Lektor und Autor arbeitet – und die Erkundung all der schönen, versteckten Ecken der immer etwas verkannten Metropole zu seiner Passion gemacht hat. Imagepflege inklusive!

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Quelle: www.marcopolo.de