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Reiseführer Sri Lanka:Mit Kindern unterwegs

Das finden kleine Urlauber ganz großartig - Schildkröten beobachten, auf Elefanten reiten und durch Mangroven paddeln

Die Einheimischen aller Religionen und Stände vergöttern ihre Kinder, und zwar - anders als in Indien - Mädchen und Jungen gleichermaßen. Entsprechend freundlich und aufmerksam begegnen sie den Kindern ihrer Gäste. Sri Lanka ist nicht unbedingt ein typisches Familienreiseziel, und ob Kleinkinder sich im tropischen Klima wohlfühlen, müssen Eltern (und im Zweifel Kinderärzte) entscheiden. Auch der Zeitunterschied und der lange Flug machen dem Nachwuchs zu schaffen. Etwas größere Kinder aber werden in der exotischen Umgebung viel Spaß haben, ob mit den toddy tapper, die überall an der Südwestküste auf Seilen von Palme zu Palme balancieren, um den Kokos-Blütensaft abzuzapfen, mit den frechen Affen an manchen Tempeln (z. B. in Dambulla) oder im fremdartigen Straßenleben in den Basaren.

Die Westküste

Excel world entertainment park

Der Park ist eine Art ceylonesisches Disneyland im Kleinstformat. Für die Einheimischen ist es der schönste Vergnügungspark überhaupt. Alle Altersstufen amüsieren sich, z. B. beim computerorganisierten Bowling, auf der Rollschuhbahn, in Autoscootern oder beim Poolbillard. Die Kinder werden mehr Spaß auf der Gokartbahn haben oder auf den Spielplätzen mit Karussells und anderen traditionellen Belustigungen. Tgl. 10-18 Uhr | Eintritt frei, jedes Angebot kostet Gebühr bis zu etwa 1 Euro | 338 T. B. Jaya Mawatha (Darley Road) nahe des Rathauses | Colombo

Der Süden

Kanutour bei Galle

Ihre Kinder haben keine Lust auf einen Spaziergang durch das Fort von Galle? Dann rauf auf den Fluss Gin Ganga zu einer Paddel-Tour durch das Hinterland. Vor allem frühmorgens oder am späten Nachmittag bietet der mangrovenreiche Fluss den Paddlern jede Menge Wildlife. Idle Tours | 3000 Rps. pro Person | 58 Church Street | Tel. 077 7906156 und 077 8034703 | www.idletours.com

Turtle Conservation Research Center

Im warmen Sand entlang der Küste legen fünf der sieben weltweit verbreiteten Arten von Meeresschildkröten ihre Eier ab. Da diese unter Einheimischen als Delikatesse gelten, haben sich zu ihrem Schutz vor allem bei Kosgoda etliche Brutstationen für Schildkröten, sogenannte Turtle Hatcheries etabliert - manche auch eher aus kommerziellen Gründen, weshalb diese Art des Tierschutzes nicht unumstritten ist. Sri Lankas ältestes ist das 1981 gegründete Turtle Conservation Research Center unter Leitung des engagierten Herrn Chandrasiri Abrew. Hier können die Besucher viel über seine Bemühungen um diese urtümlichen Meerestiere erfahren. Kinder werden sich besonders für die frisch geschlüpften Tierchen in den Wasserbecken interessieren. Tgl. 9-18 Uhr | Eintritt 200 Rps. | 409 A Main Street | Kosgoda

Das Bergland

Elephant Transit Home

Anstelle des überteuerten Pinnawala Elephant Orphanage können Sie mit Ihrem Nachwuchs das Elephant Transit Home in der Nähe des Uda Walawe National Parks besuchen, das ebenfalls verwaiste Dickhäuter aufpäppelt, um sie im Alter von etwa vier Jahren auszuwildern. Ein Besuch bei den durchschnittlich 30 bis 40 Jumbos ist allerdings nur zu den etwa zwanzigminütigen Fütterungszeiten um 9, 12 und 15 Uhr möglich. Da das tierische Waisenhaus nur wenige Kilometer vom Nationalpark entfernt liegt, kann man beides problemlos miteinander verbinden. Eintritt 500 Rps.

Millennium Elephant Foundation

Das wenige Kilometer vom Elefantenwaisenhaus in Pinnawala entfernte Camp bietet Rundritte auf den Dickhäutern an. Sehenswert ist auch das Museum. Tgl. 8.30-17 Uhr | Eintritt ohne Elefantenritt 1000 Rps., mit Elefantenritt ab 2000 Rps. für 15 Min. | Randeniya, Hiriwadunna, Kegalle | www.millenniumelephantfoundation.com

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"Nicht einmal so groß wie Bayern bietet Sri Lanka eine fantastische Vielfalt. Und stets ist ein Strand nicht weit", meint der Studienreiseleiter und Reisejournalist. Seit 1999 bereist der am Bodensee geborene Wahlberliner die Tropeninsel und beschreibt ihre wunderbare Mischung aus Wildlife, uralter Hochkultur, Traumstränden und herrlicher Bergwelt.

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Quelle: www.marcopolo.de