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Reiseführer Schweden:Erlebnistouren

Jeder Zipfel dieser Erde hat seine eigene Schönheit. Wenn Sie Lust haben, die einzigartigen Besonderheiten dieser Region zu entdecken, wenn Sie tolle Tipps für lohnende Stopps, atemberaubende Orte, ausgewählte Restaurants oder typische Aktivitäten bekommen wollen, dann sind diese maßgeschneiderten Erlebnistouren genau das Richtige für Sie. Machen Sie sich auf den Weg und folgen Sie den Spuren der MARCO POLO Autoren.

Schweden perfekt im Überblick

Tag 1

Ihre Reise beginnt in Malmö . In der trendigen früheren Industriestadt mit ihrer spannenden Architektur und Kunstszene können Sie im The More Hotel, einer ehemaligen Schokoladenfabrik, übernachten. Machen Sie einen Abendspaziergang durch den Stadtteil Västra Hamnen (Westhafen), in dem auch Nordeuropas höchstes Gebäude (190 m), der "Turning Torso" steht.

Tag 2

Nach dem Frühstück steigen Sie in einen Zug der Bahngesellschaft SJ (sj.se), der Sie in gut zwei Stunden entlang der Küste nach Varberg bringt. Dabei fahren Sie durch Schwedens längsten Eisenbahntunnel, Hallandsåsen, der 2016 in Betrieb ging und dessen Bau wegen der schwierigen geologischen Bedingungen fast ein Vierteljahrhundert dauerte. In Varberg , einer kleinen Stadt am Meer, die wiederholt zur besten europäischen Wellnessdestination erkoren wurde, ist ein Besuch der Festungsanlage aus dem 12. Jh. interessant, die an die einstige Rolle Schwedens als europäische Großmacht erinnert. Mieten Sie am Nachmittag ein Fahrrad bei Cykelhuset Fåglum und radeln Sie auf der ehemaligen Bahntrasse direkt am Meer entlang.

Tag 3-4

Stehen Sie früh auf, denn heute steht Sightseeing auf dem Plan: Weniger als eine Stunde dauert die Bahnfahrt in das mondäne Göteborg . Hier lohnt sich eine Rundfahrt mit den Paddan-Booten der Strömma-Reederei: Die Tour (1 Std.) durch Hafen und Kanäle zeigt, dass die Stadt im 17. Jh. von Niederländern nach dem Vorbild Amsterdams gebaut wurde. Empfehlenswert sind Stadtspaziergänge in den alten Arbeiterstadtteil Haga und entlang der Paradestraße Kungsportsavenyn sowie etwas Erholung in den grünen Lungen der Halbmillionenmetropole, etwa im Trädgårdsföreningen ("Gartenverein") hinter dem Hauptbahnhof. Am frühen Abend besteigen Sie dann den Schnellzug nach Stockholm . Hier können Sie sich am nächsten Tag im Nobelmuseet auf die Spuren der berühmten Nobelpreise begeben, das ABBA-Museum besuchen - und mit der Millennium-Tour die Stadt auf den Spuren der Bücher des verstorbenen Starautors Stieg Larsson erkunden. Wie wäre es mit einer Pause in der Kaffeebar? Hier schrieb Larsson einen Teil seiner Bücher und ließ seinen fiktiven Starjournalist Mikael Blomkvist gern einkehren. Etwas zeitaufwendiger ist ein Besuch von Schloss Drottningholm, das Sie von der Anlagestelle beim Stockholmer Stadthaus auf dem Wasserweg in weniger als einer Stunde erreichen. In dem zum Unesco-Welterbe ernannten Gebäudekomplex leben seit 1981 König Carl XVI. Gustaf und seine Gattin Königin Silvia.

Tag 5

Eine Zugstunde nördlich von Stockholm liegt Nordeuropas älteste und größte Universitätsstadt: Uppsala . Per Fahrrad, das Sie bei Tvåhjulsmästarna mieten, erreichen Sie in weniger als 30 Minuten die postantiken Pyramiden des Nordens, die Grabhügel von Alt-Uppsala, rund 5 km vom Hauptbahnhof entfernt. (Sollte es regnen, können Sie auch einen Stadtbus nehmen.) Im Mittelaltercafé Odinsborg können Sie (alkoholfreies) Wikingerbier mjod genießen, das hier seit Jahrhunderten nach einem Geheimrezept gebraut wird. Im Zentrum von Uppsala gibt es viele gemütliche Gassen und Plätze, auf denen es - nicht nur - von Studierenden wimmelt und die zum Verweilen einladen. Am späten Nachmittag nehmen Sie den Zug in die zwei Stunden weiter nördlich liegende Kupfer- und Unesco-Welterbe-Stadt Falun .

Tag 6

Nach einem morgendlichen Besuch im Untergrund der weltberühmten Kupfermine Kopparberget geht die Reise weiter über die Industriestadt Borlänge nach Leksand am Siljan-See. Nirgendwo sonst in Schweden wird nach nationalromantischen Vorbildern musiziert, getanzt und gemalt wie um den siebtgrößten See des Landes. In den Sommermonaten verbinden Dampfschiffe Leksand in vier Stunden mit Mora . Alternative für den Winter und alle, die schneller reisen möchten: Per Bahn dauert die Fahrt weniger als eine Stunde. In Mora empfiehlt sich ein Besuch im ehemaligen Wohnhaus des Landschaftsmalers Anders Zorn: Zorngården. Übernachten Sie im Hotell Siljan.

Tag 7

Nach dem Frühstück bringt Sie der Bus (im Sommer bis 5-mal tgl.) in einer Stunde zum größten Bärenpark Europas in Grönklitt (30 km nördlich von Mora), wo Sie neben Eis- und Braunbären auch sibirische Tiger und Wölfe zu sehen bekommen. Am Nachmittag geht es dann weiter, zuerst mit dem Bus (20 Min.) ins 12 km entfernte Orsa; vom dortigen Bahnhof fährt kurz nach 15 Uhr die Inlandsbanan in Richtung Norden los. Die erste Etappe bringt Sie in gut sechs Stunden nach Östersund .

Tag 8

Am Morgen geht es weiter mit der Inlandsbanan (außerhalb der Sommersaison mit dem Inlandsexpressen-Bus) in Richtung Norden. Die gemütlichen Schienenzüge halten, wenn es Wetter und Fahrplan zulassen, auch mal spontan zum Baden an einem schönen See. Am frühen Nachmittag treffen Sie in der kleinen Ortschaft Sorsele etwas südlich des Polarkreis es ein, wo sich das Museum der Inlandsbanan befindet. Auf einem Gebiet zehnmal so groß wie Hamburg leben gerade einmal 3000 Menschen - aber umso mehr Elche und Rentiere. Nutzen Sie die hellen Sommerabende für eine Angeltour oder Wanderung, ehe Sie die Nacht z. B. im Pensionat Holmen verbringen.

Tag 9

24 Stunden nach Ihrer Ankunft verlassen Sie Sorsele - mit der Inlandsbahn geht es weiter Richtung Norden. Zwischen Arvidsjaur und Jokkmokk hält der Zug kurz vor halb acht Uhr abends am Polarkreis an; hier geht die Sonne im Hochsommer nicht mehr unter. In den dunklen Wintermonaten bleibt es hingegen rund um die Uhr finster. Am Endpunkt der Inlandsbahn in Gällivare wartet wenige Meter hinter dem Bahnhof ein gemütliches Bett im 2015 eröffneten Quality Hotel Lapland auf Sie.

Tag 10

Eine Zugstunde nördlich von Gällivare liegt Kiruna , Nordeuropas spannendste Bergbaumetropole. Seit über 100 Jahren wird hier Eisenerz abgebaut - und weil das Erz künftig auch im jetzigen Stadtgebiet gefördert werden soll, ist für die kommenden Jahre ein Umzug der gesamten Stadt geplant. Wie das vonstatten gehen soll, erfahren Sie auf einer Stadtumwandlungstour. Neben Sehenswürdigkeiten rund um den Bergbau, wie dem Minenmuseum, bietet Kiruna zu jeder Jahreszeit Attraktionen wie z.B. das weltberühmte Eishotel (Ishotellet) in Jukkasjärvi sowie Hundeschlittentouren. Für die Nacht checken Sie im Hotel & Hostel SPiS ein.

Tag 11

Besteigen Sie die legendäre Arctic Circle Bahn nach Abisko am Torneträsk, Schwedens sechstgrößtem See. Nirgendwo in Europa kommen Sie der arktischen Einsamkeit näher als hier im Nationalpark, und nirgendwo ist das geheimnisvolle Polarlicht in der dunklen Jahreszeit (Nov.-März) besser zu sehen als von der Aurora Sky Station. Sie gelangen mit dem Sessellift dorthin, dessen Talstation ca. 300 m westlich von der Bahnhaltestelle Abisko-Turiststation liegt. Alternativ können Sie auch wandern. Im Sommer lockt nicht nur das Nordlicht, sondern auch viele Spazierwege entlang dem Torneträsk. Für die Nacht sind Sie in der Abisko Turiststation gut untergebracht. Rückfahrt: Von Abisko per Schlafwagen in 24 Stunden (Umsteigen in Stockholm oder Göteborg) nach Malmö zurück.

Der Götakanal mit Fahrrad und Schiff

Tag 1

Ihre Tour startet in Karlsborg (3700 Ew.). Heute geht's noch nicht aufs Rad, sondern Sie besichtigen die gut erhaltene Festung, deren Bau von 1819 an fast ein Jahrhundert in Anspruch nahm. Das riesige Festungsgelände war als Stadt in der Stadt gedacht - mit Kirche, Geschäften und Wohnhäusern. Eine nette Unterkunft ist das Kanalhotel im Schweizer Stil, bereits 1894 eröffnet, bietet es auch ein Stück Kanalgeschichte. Fahrräder können Sie z. B. bei Cykelaffären i Karlsborg mieten.

Tag 2-3

Starten Sie am nächsten Morgen in nördlicher Richtung gen Forsvik . Dort können Sie sich die älteste Schleuse (1813) des Götakanals anschauen und im Industriedenkmal beobachten, wie im 15. Jh. Mehl gemahlen und Eisen geschmiedet wurde. Ein Abstecher führt zum Vaberg südlich der Stadt. Der Berg ist gespickt mit Verteidigungsanlagen (19. Jh.), die als Ergänzung zur Festung Karlsborg dienten. Vom Gipfel haben Sie einen schönen Blick über Festung, Stadt sowie die Seen Booten und Vättern. Von Forsvik radeln Sie auf kleinen Landstraßen um die Südspitze des Sees Viken herum. Sie verlassen die Landstraße 202 rund 7 km nördlich von Forsvik und passieren dann das bereits im Mittelalter bekannte Dörfchen Beateberg (ca. 120 Einw.) mit seiner markanten Kirche und einem schönen Badestrand - Gelegenheit zu einer Pause. Danach geht es auf schwach befahrenen, aber weitgehend asphaltierten Sträßchen weiter. Nach 7 km biegen Sie nach rechts (Norden) auf einen unasphaltierten Weg und kommen nach weiteren 7 km nach Tåtorp. Wer lieber auf asphaltierter Straße fährt, biegt erst im Weiler Lagerfors rechts ab und fährt einen Umweg nach Tåtorp. Dort steigen Sie im wunderschönen Gästehaus Tåtorps Café & Logi mit Garten ab. Das Haus ist aus Holz aus der Region gebaut, die Produkte aus dem angeschlossenen Biogarten werden für die Mahlzeiten verwendet. In der malerischen Umgebung lohnt es sich zu verweilen. Verbringen Sie Tag 3 mit Angeln, Kanufahren oder Wandern!

Tag 4

Am nächsten Tag geht's auf dem gut ausgeschilderten Treidelpfad am Kanal weiter Richtung Sjötorp. Im Ort Töreboda ist das Café Visthuset eine gute Wahl für eine Rast. Setzen Sie dann mit der kürzesten Fährverbindung Schwedens - keine 30 Sekunden! - über und folgen Sie dem Götakanal weiter gen Norden. Nach etwa 5 km wird der Kanal nochmals breiter, und Sie kommen zum Magasinet in Hajstorp , wo im Sommer Kunsthandwerk verkauft wird. Nächster Zwischenstopp ist Norrqvarn . Das Restaurant im Hotel Norrqvarn hat traditionelle schwedische Speisen. Neben dem Hotel sind Teile des Götakanals in Miniatur nachgebaut. Bis Sjötorp sind es nun noch gut 7 km. Hier gibt es ein weiteres Kanalmuseum - mit alten Bootsmotoren und Teilen des Schiffs Valborg. Anschließend machen Sie sich auf den Rückweg nach Töreboda . Dort übernachten Sie im gemütlichen B&B Prästgården. Im Juli können Sie auf der Terrasse des Restaurants Krubb im Gästehafen abendessen. Ansonsten in Mandy's Diner.

Tag 5

Am nächsten Morgen um 10 Uhr bringt Sie die MS Sandön vom Anleger (beim Bahnhof) in 4,5 Std. zurück nach Karlsborg . Dort können Sie die Räder zurückgeben.

Zu Fuß durchs Göteborger Hinterland

Tag 1

Lassen Sie die ersten Kilometer des Bohusleden aus, und starten Sie in Tulebo am Tulebosee, von Göteborg aus in gut 30 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die ersten Kilometer laufen Sie durch lichte Waldstücke und entlang kleiner Seen. Dann geht es durch den im englischen Stil angelegten Gunnebopark . Schauen Sie sich unbedingt das Gunnebo-Schloss an. Der prachtvolle Bau des 18. Jhs. diente einem reichen Göteborger Kaufmann als Sommersitz. Im Café im Dienstbotenhaus können Sie sich stärken. Am Sommerende wird hier jedes Jahr der größte Markt Schwedens mit ausschließlich Ökoprodukten veranstaltet (Jordens Mat). Folgen Sie dem Bohusleden bis Stensjön, wo die erste Etappe zu Ende geht. Übernachten können Sie im Hotel Mölndalsbro .

Tag 2

Am zweiten Tag geht es weiter Richtung Norden. Bald macht der Weg einen starken Knick nach rechts und führt unter der Landstraße Nr. 40 hindurch zum See Stora Delsjö und dem Delsjöbadet , der größten Seebadestelle Göteborgs! Hier können Sie eine Badepause einlegen und im nahe gelegenen Café Lyckan ("Glück") zu Mittag essen. Einige hundert Meter weiter vermietet der Paddelverein Kanus. Die Wanderung verläuft einige Minuten am See entlang, bevor es durch den Wald in Richtung Norden geht und Sie nach etwa einer halben Stunde die Kleingartenanlage Delsjökolonin erreichen. Weiter führt Ihr Weg durch das Naturschutzgebiet Knipeflågsbergen , in dem Elche und Rehe leben. Auch kleinere Tiere wie Hase, Fuchs oder Dachs können sich zeigen. Von der Anhöhe Getryggen ("Ziegenrücken") genießen Sie eine vorzügliche Aussicht über Göteborg und Umgebung - und Sie gelangen schließlich zum Badesee Kåsjön . Nächtigen können Sie in Åstebo in der Jugendherberge .

Tag 3

Am nächsten Morgen geht es durch Wald- und Seenlandschaft bis nach Jonsered . Der alte Industrieort ist schottisch geprägt und umfasst viele Wohnhäuser und ein Gutshaus. Dahinter führt der Weg links weiter. Durch eine kleine Schluchtlandschaft gelangen Sie zu den Seen Lilla und Stora Ramsjö, die zum Bad einladen, und schließlich über eine Hängebrücke zu einem Hochplateau, von dem sich eine gute Aussicht über Göteborg und den Ort Partille eröffnet. Weiter geht es durch mehrere Waldstücke und an einem See entlang bis zur Angereds-Kirche , deren Wurzeln bis ins 13. Jh. reichen. Übernachtungsmöglichkeiten sind hier rar, deshalb müssen Sie ein paar Kilometer weiter wandern, zum Hotel Surte im gleichnamigen Ort.

Tag 4

Am letzten Tag wandern Sie durch weitläufige Felder zum Naturreservat Vättlefjäll . Nach ca. 2,5 km Richtung Nordosten können Sie auf der Westseite des Sees Surtesjön das vorbestellte Kanu mieten. Beim Kanuverleih finden Sie auch einen Grillplatz - jetzt kommt Ihr Grillzeug ins Spiel, sofern Sie welches mitgenommen haben - und eine Wetterschutzhütte. Eine gute Wanderstunde später verlassen Sie den Wald und erblicken die eindrucksvollen Ruinen der Festung Bohus aus dem 14. Jh. Hier gibt es einen Kiosk und ein sehenswertes Heimatmuseum. In nördlicher Richtung ist es nun nicht mehr weit bis nach Kungälv , wo Sie sich bei einer Mahlzeit im Café Tant Rut stärken können. Das altmodische Café serviert Pasta al Pesto ebenso wie hausgemachten Kuchen und Fairtrade-Kaffee. Am Marktplatz liegen eine Kirche aus dem 17. Jh., das Rathaus und das traditionsreiche Hotel Fars Hatt. Mit der Eisenbahn ab der Station Ytterby westlich des Ortszentrums geht es in einer halben Stunde zurück nach Göteborg.

An der Ostseeküste Nordschwedens

Tag 1

Fahren Sie in Piteå auf die E4 Richtung Süden. Nach knapp 20 km erreichen Sie die Ortschaft Jävre. Hier lohnt der 8 km lange Wanderweg Arkeologstigen einen Stopp: Am Weg liegen Grabfelder aus der Bronzezeit und die Steinkonstruktion "liegende Henne", die wohl einst eine Opferstelle war. Der Weg führt weiter auf den Gipfel des Högberget, dort gibt es am Wegesrand einen kleinen Grillplatz mit Blick übers Meer. Zurück auf der E4 kommen Sie nach rund 31 km in Byske an. Funde deuten darauf hin, dass dort bereits vor 6000 Jahren Menschen siedelten. Am Strand Byskehavsbad können Sie campen oder eine Hütte mieten, sich einfach an den Strand legen oder einen Sprung in den Bottnischen Meerbusen wagen.

Tag 2

Bis nach Skellefteå sind es 30 km. Sehenswert ist die Kirche von 1795 mit ihren Holzskulpturen. Das Museum Anna Nordlander zeigt Werke nordeuropäischer Künstlerinnen und Künstler. Folgen Sie der E4 aus Skellefteå hinaus, und biegen Sie nach 17 km links auf den Norra Kustvägen Richtung Bureå , wo Sie den nächsten Halt einlegen. Von der Kirche im nationalromantischen Stil führt ein Spazierweg zum Klosterhügel (Klosterholmen), ein geeigneter Platz für ein Picknick. Folgen Sie nach dem Spaziergang wieder dem Norra Kustvägen. Auf der schmalen Straße fährt kaum ein Auto. Nach 35 km kommen Sie nach Bjuröklubb. An der Spitze einer stillen Bucht steht der gleichnamige Leuchtturm , der heute ein Café beherbergt und Gästezimmer (7 Betten www.bjuroklubb.se | €€) anbietet - für Verpflegung außerhalb der Café-Öffnungszeiten müssen Gäste allerdings selbst sorgen. Verpassen Sie nicht, zum Jungfrauenhafen zu spazieren; hier wurde im 13. Jh. ein Hafen angelegt. Im Wald dahinter stehen Reste mittelalterlicher Behausungen.

Tag 3

Nach dem Frühstück fahren Sie wieder auf die E4 und setzen Ihre Fahrt Richtung Lövanger fort. In der Kirchenstadt von Lövanger , die zu den am besten erhaltenen des Landes gehört, schliefen früher die von weither angereisten Gläubigen. Heute befindet sich im Haupthaus das Café Lillstugan mit frischem Gebäck und leichten Speisen. Nach weiteren 90 km auf der E4 sind Sie in Umeå . In Europas Kulturhauptstadt des Jahres 2014 finden Sie zahlreiche Galerien und Museen zu moderner Kunst, ihre Besichtigung lohnt sich! Über Örnsköldsvik kommen Sie in die Region Höga Kusten. Schauen Sie sich den Fischerort Bönhamn mit der Kapelle aus dem 17. Jh. an, bevor Sie in Sandöverken in Schwedens erstem vollständig mit Windkraft betriebenen Hotel Höga Kusten , schon mal für die Nacht einchecken und einen unvergleichlichen Ausblick genießen. In der traumhaften Landschaft drumherum lässt es sich gut wandern, reiten oder schwimmen, vielleicht verlängern Sie ja Ihren Aufenthalt...

Tag 4

Am nächsten Morgen geht es weiter nach Härnösand . Hier lohnt sich ein Besuch in der ersten umweltgerechten Fischzuchtanlage Schwedens, bei Regnbågen Fisk, wo Ökodorsch und Pflanzen in trauter Einigkeit aufwachsen und der Natur guttun. Das Freilichtmuseum Murberget verschafft einen Überblick über die Kulturgeschichte Nordschwedens. In der sommerlichen Hochsaison legen in Härnösand Ausflugsschiffe ab, die in die landschaftlich traumhafte Region Höga Kusten fahren. Vom vor der Stadt gelegenen Vårdkasberget überblicken Sie Stadt und Umland. Über kleine asphaltierte Landstraßen geht es nun eine Stunde in Richtung Süden, vorbei an kleinen Seen, Bauernhöfen und durch Wälder bis zum schön gelegenen Gutshof Söråkers Herrgård , der sich als Übernachtungsort anbietet. Im ganzjährig geöffneten ehemaligen Sommersitz eines früheren schwedischen Industriellen genießen Sie Ruhe und feines Essen aus der hauseigenen Küche.

Tag 5

Am nächsten Morgen geht es weiter auf der E4 nach Sundsvall , in die für Nordeuropa einzigartige Steinstadt aus den 1890er Jahren, wo Sie Ihre Reise schließlich beenden.

Weiter zu Kapitel 16

Der Schweizer Journalist berichtet seit rund 25 Jahren in Radio und Presse über die Entwicklung in Nordeuropa. Auf seinen vielen Reisen hat der Bahn- und Fahrradfan Schweden besser kennen- und schätzen gelernt als die meisten Einheimischen. Einen großen Teil des Jahres lebt er in Falun, doch die langen Sommertage verbringt er mit seiner Familie am liebsten am malerischen Arboga-Fluss.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de