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Reiseführer Rajasthan:Special

Das Klima im Blick

Handeln statt reden

Reisen bereichert und verbindet Menschen und Kulturen. Jedoch: Wer reist, erzeugt auch CO2. Dabei trägt der Flugverkehr mit bis zu 10 % zur globalen Erwärmung bei. Wer das Klima schützen will, sollte sich somit nach Möglichkeit für die schonendere Reiseform (wie z.B. die Bahn) entscheiden. Wenn keine Alternative zum Fliegen besteht, so kann man mit atmosfair handeln und klimafördernde Projekte unterstützen.

atmosfair ist eine gemeinnützige Klimaschutzorganisation.

Die Idee: Flugpassagiere spenden einen kilometerabhängigen Beitrag für die vonihnen verursachten Emissionen und finanzieren damit Projekte in Entwicklungsländern, die dort helfen den Ausstoß von Klimagasen zu verringern. Dazu berechnet man mit dem Emissionsrechner auf www.atmosfair.de wie viel CO2 der Flug produziert und was es kostet, eine vergleichbare Menge Klimagase einzusparen (z.B. Berlin-London-Berlin: ca. 13 Euro). atmosfair garantiert, unter der Schirmherrschaft von Klaus Töpfer, die sorgfältige Verwendung Ihres Beitrags. Auch der MairDumont Verlag fliegt mit atmosfair.

Unterstützen auch Sie den Klimaschutz: www.atmosfair.de

Havelis

Üppig verzierte Paläste der Karawanenkaufleute

Havelis heißen in Rajasthan die stattlichen Wohn- und Geschäftshäuser, die sich wohlhabende Kaufleute meist um Innenhöfe bauen ließen und die bis zu sechs Stockwerke hoch sind. Eine Augenweide sind die Havelis wegen ihres exorbitant üppigen, das Stadtbild prägenden Schmucks. Mit feinsten Steinschnitzornamenten sind die Fassaden in Jaisalmer und Bikaner verziert, eine Fülle farbiger Bilder schmückt die Hauswände im Shekawati-Land im Nordosten. Die Marwari-Kaufleute (nach dem Land Marwar um Jodhpur) machten im 19. und frühen 20. Jh. großes Geld, zogen dann aber nach Bombay und Kalkutta um. Darum verfällt heute viel Haveli-Pracht.

Unterwegs in Rajasthan

Wer durchs Land reist, muss viel Zeit mitbringen

Mehr als 30 bis 40 km pro Stunde schafft ein Mietwagen oder ein Bus eher selten - nicht nur aufgrund schlechter Straßenqualität oder den Weg kreuzender Ziegenherden und Kamelkarren. Auch die mangelnde Ausschilderung führt manchmal zu Umwegen. Für Langstrecken empfehlen sich daher Expresszüge (frühzeitig buchen!). Falls Sie eine komfortable individuelle Rundreise mit Mietwagen und Fahrer buchen wollen, kostet Sie das für eine zweiwöchige Tour für zwei Personen inkl. Übernachtung und Frühstück in guten Hotels ab 1000 Euro. In Städten können Ihnen die Tourist Reception Centres, die heute viel aktiver als früher sind, staatlich geprüfte Stadtführer oder verlässliche Safariveranstalter vermitteln.

Jainismus

Tempelpracht und asketisches Leben

In Ranakpur und bei Mount Abu können Sie die berühmten Jain-Tempel mit ihrer Überfülle an Skulpturen und Ornamenten bewundern. Dabei ist der im 6. Jh. begründete Jainismus eine sehr asketische Religion. Der Glaube fordert ahimsa (Gewaltlosigkeit), asteya (Ehrlichkeit), brahmacharya (Keuschheit, Maßhalten) und apargraha (innere Unabhängigkeit von materiellen Gütern). Mahatma Gandhi gehörte selbst nicht der Religionsgemeinschaft an, aber er machte sich deren Gebote zu eigen. Oberstes Prinzip ist das Verbot, lebende Wesen zu töten. Die Jains sind daher konsequente Vegetarier. Um auch nicht das kleinste Tier zu töten, fegen viele beim Gehen den Boden vor sich mit einem Besen frei und tragen einen Mundschutz. Die Jains haben großen Einfluss, obwohl ihre Zahl mit wenigen Millionen verhältnismäßig klein ist.

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Zum Schönsten gehört das Erleben ungestörter Weite - ob tagsüber in der Wüste oder nachts unter Sternen auf dem Dach eines Palastes.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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