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Reiseführer Plattensee:Special

Das Klima im Blick

Handeln statt reden

Reisen bereichert und verbindet Menschen und Kulturen. Jedoch: Wer reist, erzeugt auch CO2. Dabei trägt der Flugverkehr mit bis zu 10 % zur globalen Erwärmung bei. Wer das Klima schützen will, sollte sich somit nach Möglichkeit für die schonendere Reiseform (wie z.B. die Bahn) entscheiden. Wenn keine Alternative zum Fliegen besteht, so kann man mit atmosfair handeln und klimafördernde Projekte unterstützen.

atmosfair ist eine gemeinnützige Klimaschutzorganisation.

Die Idee: Flugpassagiere spenden einen kilometerabhängigen Beitrag für die vonihnen verursachten Emissionen und finanzieren damit Projekte in Entwicklungsländern, die dort helfen den Ausstoß von Klimagasen zu verringern. Dazu berechnet man mit dem Emissionsrechner auf www.atmosfair.de wie viel CO2 der Flug produziert und was es kostet, eine vergleichbare Menge Klimagase einzusparen (z.B. Berlin-London-Berlin: ca. 13 Euro). atmosfair garantiert, unter der Schirmherrschaft von Klaus Töpfer, die sorgfältige Verwendung Ihres Beitrags. Auch der MairDumont Verlag fliegt mit atmosfair.

Unterstützen auch Sie den Klimaschutz: www.atmosfair.de

Retter in der Not

Baywatch auf Plattenseeart

Im Rampenlicht stehen die 240 Männer und Frauen des Wasserrettungsdienstes nicht. Stillschweigend retten sie jedes Jahr um die 200 Schwimmer, Segler oder Angler, und sie bewahren viele davor, überhaupt in Gefahr zu geraten. Aber nicht selten sind Schimpfkanonaden die Antwort auf die Versuche, Unvorsichtige vor Schlimmerem zu bewahren. Viele Urlauber unterschätzen die Gefahren auf dem vergleichsweise seichten See und halten die Rettungskräfte - zumeist ehrenamtliche Helfer - für Spielverderber. Aber die wissen genau, was sie tun: Starke Winde kommen oft aus heiterem Himmel, und dann wird es ebenso schnell wie überraschend gefährlich.

Gedämpfte Perspektiven

Der Plattensee und die Wirtschaftskrise

Die weltweite Krise trifft Ungarn mit besonderer Wucht, denn zu den internationalen Problemen kommen eine Vielzahl landesspezifischer Versäumnisse und falscher Weichenstellungen. Die dramatischen Auswirkungen zeigen sich auch in der für das Land so wichtigen Urlaubsregion Balaton. Das Damoklesschwert des Bankrotts schwebt nicht nur über dem Staatshaushalt, sondern auch über Kommunen, Privathaushalten sowie vielen kleineren und mittleren Gewerbetreibenden. Die Arbeitslosigkeit steigt, und die Landeswährung verlor zuletzt etwa 30 Prozent an Wert. Das trifft vor allem jene etwa 600000 Ungarn, die Kredite in Fremdwährungen aufgenommen haben. Durch den Verfall des Forint können viele die drastisch gestiegenen Rückzahlungsraten nicht mehr bezahlen. Wie sich die Krise, die Schockstarre und dringend gebotene Reformen wie z.B. einschneidende Kürzungen bei den Sozialausgaben auf das touristische Angebot auswirken werden, ist derzeit nicht abzusehen.

Schnäppchentourismus

Dienstleistung statt Fabrikverkauf

Dass sich immer mehr Menschen im Urlaub am Plattensee einer Behandlung unterziehen, der sie sonst gerne aus dem Weg gehen, hat einen guten Grund: Zahnärztliche Behandlungen und vor allem Zahnersatz sind in Ungarn deutlich preiswerter als z.B. in Deutschland. Private, gut ausgestattete Praxen gibt es in allen größeren Orten am Plattensee, vor allem in den Städten Siófok, Keszthely und Hévíz. Die Behandlung erfolgt normalerweise professionell und nach modernen Methoden (z.B. computergestützte Diagnostik, Laserbehandlungen, Implantate).

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Nils Kern lebt als Journalist, Autor von Reiseführern und Übersetzer in Polen. Ungarn und den Plattensee erkundet er seit nunmehr fast 20 Jahren auf zahlreichen längeren Reisen wie auch im Rahmen einiger Kurztrips - und lernte es im Wandel dieser Jahre kennen. Er mag besonders die herrliche Ruhe des Balaton im September und die Gastlichkeit der "Zimmerfrei"-Privatvermieter.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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