bedeckt München

Reiseführer Peloponnes:Praktische Hinweise

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Peloponnesreise

Anreise

Flugzeug

Die Flughäfen von Áraxos (bei Patras) und Kalamáta werden zwischen April und Oktober von mehreren deutschen Städten aus angeflogen. Von beiden Flughäfen kommt man nur mit dem Taxi weiter. Ganzjährig erreichen Sie den Peloponnes über den Flughafen von Athen. Mit dem Mietwagen oder dem Taxi (ca. 125 Euro) gelangen Sie von dort in einer guten Stunde über die Autobahn nach Korinth; außerdem fährt vom Athener Flughafen die Vorortbahn proastiakós (www.proastiakos.gr) nach Korinth und weiter bis Kiáto.

Ferry

Autofähren verbinden Patras mit zahlreichen Adriahäfen Italiens. Die Fahrzeit von Bari beträgt 15 Stunden, von Ancona 19 Stunden, von Venedig 27 Stunden. Infos in Reisebüros oder unter www.seereisenportal.de.

Auskunft

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr

  • Holzgraben 31 | 60313 Frankfurt | Tel. 069 2578270 | info@visitgreece.com.de
  • Opernring 8 | 1010 Wien | Tel. 01 5125317 | info@visitgreece.at
  • visitgreece.com.de

Vor Ort gibt es nur in wenigen Städten eine Touristeninformation.

Auto

Der nationale Führerschein reicht. Die Mitnahme der internationalen grünen Versicherungskarte ist empfehlenswert. Höchstgeschwindigkeit: innerorts 50, auf Landstraßen 90, auf Schnellstraßen 110, auf Autobahnen 120 km/h. Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen drohen hohe Geldstrafen! Promillegrenze: 0,5, für Motorradfahrer 0,2. Pannenhilfe des griechischen Automobilclubs ELPA: Tel. 10400

Baden

Alle Strände Griechenlands sind öffentlich. Rettungsschwimmer gibt es nur an einigen wenigen, stark besuchten Strandabschnitten. Strandtavernen, Liegestuhl- und Sonnenschirmvermieter halten oft auch einfache Strandduschen bereit. Umkleidekabinen finden Sie hingegen kaum. Badeschuhe, in Küstenorten in vielen Supermärkten und Souvenirshops erhältlich, leisten häufig gute Dienste (Kiesstrände, Seeigel, heißer Sand).

Camping

Wildes Zelten ist verboten. Eine Liste aller Campingplätze bekommen Sie von der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr. Die meisten Campingplätze auf dem Peloponnes sind nur zwischen April und Oktober geöffnet.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft Athen

Odós Karaolí-Dimitríou 3 | Tel. 2107285111

Österreichische Botschaft Athen

Leofóros Vas. Sofías 4 | Tel. 2107257270

Schweizer Botschaft Athen

Odós Jassíou 2 | Tel. 2107230364

Einreise

Zur Einreise brauchen Sie einen Personalausweis oder Reisepass, Kinder unter 16 Jahren ersatzweise einen Kinderpass. Grenzkontrollen finden aber dank dem Schengener Abkommen im Regelfall nicht statt.

Eintrittspreise

Der Eintritt in Museen und archäologische Stätten kostet meist 2-4 Euro. Gehört zu einer Ausgrabung auch ein Museum, muss eventuell zweimal Eintritt bezahlt werden. Bedeutende Ausgrabungen und Museen kosten 6-9 Euro Eintritt. Schüler und Studenten aus EU-Ländern haben freien Eintritt, Senioren ab 65 Jahren ermäßigten. Zwischen November und März ist der Eintritt sonntags für alle frei. Gleiches gilt für jeweils den ersten Sonntag im April, Mai und Oktober sowie das letzte Wochenende im September. Eintrittsfrei sind außerdem der Internationale Tag des Denkmals im April, der Internationale Museumstag im Mai, der Internationale Umwelttag im Juni und der Welttourismustag im September.

FKK

FKK ist in Griechenland außerhalb speziell dafür ausgewiesener Strandabschnitte verboten, wird jedoch an abgelegenen Stränden praktiziert.

Fotografieren & Filmen

Speicherkarten sind in Fotogeschäften und in vielen Supermärkten erhältlich. Volle Chips kann man in Fotogeschäften und in Internetcafés auf CD und DVD überspielen. Auch Filme und Einwegkameras sind in Fotoshops erhältlich.

Geld & Preise

Das Preisniveau gleicht dem in Mitteleuropa. Deutlich preiswerter sind einfache Hotelzimmer, Ferienapartments und öffentliche Verkehrsmittel, etwas teurer Lebensmittel und Benzin. Bargeld holen Sie sich am günstigsten mit der EC-/Maestro-Karte aus den Bargeldautomaten, die es selbst in kleineren Orten gibt. Es ist günstiger, einen größeren als mehrere kleine Beträge abzuheben, da das Konto mit einem Fixbetrag pro Abhebung belastet wird. Bargeldabhebungen mit Kreditkarten sind ebenfalls möglich, aber meist teurer. Öffnungszeiten der Banken: Mo-Do 8-14.30, Fr 8-14 Uhr

Gesundheit

Die ärztliche Grundversorgung ist gewährleistet. Bei ernsthaften Erkrankungen oder Verletzungen empfiehlt sich die vorzeitige Heimreise, deren Kosten durch eine Versicherung gedeckt sein sollten. Zwischen Deutschland bzw. Österreich und Griechenland besteht ein Sozialversicherungsabkommen. Krankenhäuser und Kassenärzte behandeln Patienten mit der European Health Insurance Card (EHIC) theoretisch kostenlos, sind in der Praxis aber ein im Briefumschlag überreichtes Trinkgeld gewöhnt. Deshalb zahlen Sie besser gleich bar. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, empfiehlt sich der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung.

Internetzugang & WLAN

Viele Griechen sind eifrige Internetnutzer. WLAN (hier wi-fi genannt, ausgesprochen wai-fai) ist weit verbreitet. Viele Cafés, Bars, Tavernen und Hotels bieten kostenlosen WLAN-Zugang und die Übertragungsgeschwindigkeit ist in der Regel gut. Internetcafés gibt es daher kaum noch.

Klima & Reisezeit

Wer im Meer baden will, muss den Peloponnes zwischen Mai und Oktober besuchen. In den übrigen Monaten kann es häufiger regnen; zwischen Dezember und Februar sinken die Temperaturen selbst an der Küste nachts manchmal bis in Gefrierpunktnähe. Für Studienreisen ist der Winter dennoch reizvoll: Man hat Museen und Ausgrabungen fast für sich allein, die Landschaft gewinnt durch schneebedeckte Berge und gute Fernsicht zusätzlich an Reiz. Schönster Reisemonat ist aber der Mai, da dann viele Blumen und Bäume blühen, das Meer zum Baden meist schon warm genug ist und manche Bergspitzen immer noch Schnee tragen. Im August ist Hochsaison. Juli und August sind zwar sonnensicher, die Temperaturen klettern jedoch in Höhen, die Besichtigungsaktivitäten erlahmen lassen.

Medien

Ausländische Tageszeitungen bekommen Sie in Städten und Urlaubsorten meist am Erscheinungstag. In Griechenland selbst erscheint jeweils mittwochs das deutschsprachige Wochenblatt Griechenland-Zeitung (www.griechenland.net). In größeren Hotels gibt es via Satellit ausländisches Fernsehen.

Mietfahrzeuge

Die großen Gesellschaften haben Niederlassungen in Kalamáta und Patras; kleinere regionale Firmen haben Büros in den Badeorten, in Korinth, Nauplia und Trípoli. Ein einfacher Wagen kostet in der Hauptsaison ab ca. 40 Euro/Tag bzw. ca. 210 Euro/Woche inklusive Steuern, in der übrigen Zeit ist er zehn bis 25 Prozent billiger. In den Badeorten können Sie auch Mopeds und Roller mieten.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Bahn ist in Griechenland das billigste Verkehrsmittel. Der Peloponnes ist der durch Schienen am besten erschlossene Teil des Landes. Im Zuge der Finanzkrise wurde der Bahnverkehr auf dem Peloponnes jedoch weitgehend eingestellt. Züge fahren nur noch von Athen über Korinth bis nach Kiáto am Korinthischen Golf, zwischen Pírgos und Olympia sowie zwischen Diakoptó am Korinthischen Golf und Kalávrita (Zahnradbahn). Fahrplanauskünfte unter www.ose.gr.

Linienbusse sind das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel. Fernbusse verbinden benachbarte Städte untereinander und alle Städte mit Athen und Korinth. Regionalbusse fahren von den Bezirkshauptstädten in alle Dörfer im Umkreis. Für die Fernbusse können Plätze im Voraus an den Busbahnhöfen reserviert werden. Gedruckte Fahrpläne gibt es kaum; man informiert sich am besten durch die Fahrplantafeln in den Busbahnhöfen oder ruft dort an.

Autofähren verbinden Méthana im Osten der Argolís mehrmals täglich mit Piräus und Patras mit Igoumenítsa im Nordwesten Griechenlands. Ein Pendelverkehr besteht Tag und Nacht zwischen Río bei Patras und Antírrio auf dem Festland. Außerdem verkehrt viermal täglich eine Autofähre zwischen Égio östlich von Patras und Ágios Nikólaos.

Taxis sind überall reichlich vorhanden. In den Städten fahren sie mit Taxameter, in den agoraíon genannten Taxis auf dem Land liegen Tariftabellen aus.

Post

Briefe unter 20 g sowie Postkarten nach Mitteleuropa müssen mit 0,80 Euro frankiert werden, die Postlaufzeit beträgt zwei bis drei Tage.

Sprache

Die Griechen sind stolz auf ihre Schrift. Für Aufschriften und Ortsschilder wird häufig jedoch zusätzlich die lateinische Schrift verwendet. Trotzdem ist es sehr hilfreich, die griechischen Buchstaben zu kennen. Die richtige Betonung ist für das Verstandenwerden unerlässlich; sie wird im Griechischen durch einen Akzent auf dem zu betonenden Vokal angezeigt. Vokale werden grundsätzlich offen ausgesprochen, das o also z. B. wie in "Tonne", nicht wie in "Ton".

Streiks

Die in den Krisenjahren 2011/12 hohe Streikfreudigkeit der Griechen ist stark zurückgegangen. Die Fluglotsen wurden stillschweigend zufriedengestellt, die internationalen Schifffahrtslinien werden ohnehin nicht bestreikt. Auch mit größeren Demonstrationen ist außerhalb von Athen kaum zu rechnen.

Strom

Die Netzspannung beträgt 220 Volt Wechselstrom; deutsche Stecker passen meist.

Telefon & Handy

Kartentelefone gibt es in jedem Ort. Telefonkarten für 4 Euro sind in vielen Supermärkten und an Kiosken erhältlich. Ein Mondscheintarif gilt zwischen 22 und 8 Uhr sowie samstags und sonntags rund um die Uhr. Handys sind weit verbreitet, die Flächendeckung ist sehr gut. Über die Kosten gibt Ihr Provider Auskunft. Beim Roaming spart, wer vor Ort das günstigste Netz wählt. Wer sein Handy auf dem Peloponnes häufig benutzen will, kauft eventuell besser eine griechische Prepaidkarte mit griechischer Nummer in einem der zahlreichen Handyshops. Dabei ist die Vorlage eines Personalausweises notwendig. Immer günstig sind SMS, sehr teuer dagegen die Mailbox: Schalten Sie sie besser noch im Heimatland ab!

Vorwahlen: Griechenland 0030, Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041. Für Griechenland muss anschließend die vollständige zehnstellige Rufnummer gewählt werden, ebenso bei innergriechischen Orts- wie Ferngesprächen.

Trinkgeld

Handhabung wie bei uns. Beträge unter 0,50 Euro sind beleidigend. Zimmermädchen sollten Sie mindestens 1 Euro pro Tag geben.

Zeit

In Griechenland ist es ganzjährig eine Stunde später als bei uns.

Zoll

Waren für den privaten Verbrauch dürfen innerhalb der EU frei ein- und ausgeführt werden. Richtwerte hierfür sind z. B. 800 Zigaretten und 10 l Spirituosen, Wein in unbegrenzter Menge. Für Schweizer gelten wesentlich engere Freigrenzen, u. a 2 l Wein und 1 l Spirituosen.

Weiter zu Kapitel 10

Der Bremer Reisejournalist Klaus Bötig ist seit 1973 mehrmals jährlich auf dem Peloponnes unterwegs. Ihn fasziniert vor allem das Miteinander von Küstenlandschaften und Hochgebirgen, in denen im Winter sogar Skilifte in Betrieb sind. Meist kommt er nur sehr langsam voran, denn ständig fordern urige Tavernen und gute Hotels, archäologische Stätten, Klöster und Museen sowie erzählfreudige Menschen zum Bleiben auf.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

Zur SZ-Startseite