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Reiseführer Peloponnes:Erlebnistouren

Jeder Zipfel dieser Erde hat seine eigene Schönheit. Wenn Sie Lust haben, die einzigartigen Besonderheiten dieser Region zu entdecken, wenn Sie tolle Tipps für lohnende Stopps, atemberaubende Orte, ausgewählte Restaurants oder typische Aktivitäten bekommen wollen, dann sind diese maßgeschneiderten Erlebnistouren genau das Richtige für Sie. Machen Sie sich auf den Weg und folgen Sie den Spuren der MARCO POLO Autoren.

Der Peloponnes perfekt im Überblick

Tag 1

Sie starten am Kanal von Korinth - und zwar gleich mit einem echten Thrill: Wagen Sie hier doch mal einen Bungeesprung von der Kanalbrücke! Verhalteneren Gemütern als Trost: Auch das Zuschauen ist Nervenkitzel genug. Danach fahren Sie an Korinth vorbei nach Alt-Korinth , wo Sie in der Pension Pígasos am Dorfplatz wohnen. Vor dem Abendessen in der Taverne Gémelos ist noch Zeit genug, die nur ein paar Schritte entfernten Ausgrabungen und das Archäologische Museum zu besichtigen. Traumhaft ist zum Nightcap der Blick von der Terrasse des Thémis Place auf den Korinthischen Golf.

Tag 2

Heute heißt Ihr erstes Ziel Mykene . Nach einem zweistündigen Rundgang fahren Sie weiter nach Nauplia . Hier wohnen Sie günstig und zentral in der Pension Ómorfi Póli. Besuchen Sie noch vor dem Mittagessen das Archäologische Museum und essen Sie dann direkt gegenüber an der Platía im traditionellen Restaurant Ellás. Danach bummeln Sie durch die Gassen der Altstadt, bringen die gekauften Souvenirs ins Hotel und gehen nach einer kurzen Ruhepause zu Fuß am Meer entlang um die Halbinsel in 30 Minuten bis zum Stadtstrand Arvanitiá. Hier nehmen Sie Ihr erstes Bad in der Ägäis. Ein typisch griechisches Abendessen unter Einheimischen genießen Sie später in der Taverne To Tsipourádiko.

Tag 3-4

Der Vormittag gehört einer Tour nach Epidauros mit seinem antiken Theater. Mittags sind Sie wieder in Nauplia und fahren gleich weiter nach Poúlithra am Ausgang des Argolischen Golfs. Sie übernachten nahe am Strand im Hotel Byzantinón und essen nach ein paar Runden Schwimmen direkt am Meer in der Taverne Myrtoon. Am nächsten Morgen kaufen Sie zunächst für ein Picknick ein und statten danach dem an einer Felswand klebenden Kloster Elónis einen Besuch ab, bevor es über einen mehr als 1000 m hohen Pass weitergeht nach Geráki . Dort packen Sie in der Ruine einer fränkischen Burg mit grandiosem Fernblick Ihr Picknick aus. Ihr Tagesziel ist Monemvassía , wo Sie in der Víla Diamánti übernachten. Ein Pendelbus bringt Sie über die Brücke hinüber in die Altstadt, wo Sie zunächst die Oberstadt erklimmen, bevor Sie die einzigartige Atmosphäre im Restaurant To Kanóni am Hauptplatz der Altstadt aufsaugen. Den Rückweg über die Brücke absolvieren Sie wahrscheinlich im Mondschein.

Tag 5-6

Den Tag beginnen Sie mit einer kleinen Robinsonade zum Inselchen Elafónissos mit einem der schönsten und feinsandigsten Strände Griechenlands. Lassen Sie das Auto auf dem Festland am winzigen Hafen von Poúnda stehen und mieten Sie sich auf der Insel ein Moped. Nach einem späten Mittagessen in der Taverne Dagiandás im Hafenort kehren Sie aufs Festland zurück und steuern die Stadt Gíthio an. Dort übernachten Sie im Hotel Aktéon City an der Uferpromenade. Abends genießen Sie Fisch und Meeresfrüchte in einer der vielen Ouzerien am Hauptplatz. Sparta ist dann Ihr erstes Ziel am nächsten Tag. Sie erkunden die Akrópolis, trinken einen Kaffee auf dem Hauptplatz und fahren dann das kurze Stück weiter nach Mistrás , wo Sie eine etwa zweistündige, durchaus etwas anstrengende Wanderung durch die mittelalterliche Ruinenstadt erwartet. Erholen können Sie sich danach beim Mittagessen in der Taverne der Pension Éllinas am Hauptplatz. Wieder bei Kräften, brechen Sie zur zweiten Tagesetappe nach Kalamáta auf. Quartieren Sie sich für zwei Nächte im Hotel Óstria ein, denn dort haben Sie den Strand direkt vor der Haustür und die Fischtaverne Akrogiáli gleich nebenan.

Tag 7

Ein Tag für Bewegungshungrige! Beim Pferdehof Peripétia unternehmen Sie einen einstündigen Ausritt. In Koróni baden Sie am langen Sandstrand unter einer venezianischen Burg, bevor Sie sich in Finikoúnda für zwei Stündchen zum Windsurfen aufs Board stellen. In Methóni dürfen Sie dann beim späten Mittagessen in der Taverne Klimatária gleich neben der Burg guten Gewissens reinhauen. In Pílos mieten Sie sich schließlich ein führerscheinfreies Motorboot und kreuzen damit in der Bucht der berühmten Seeschlacht von Navarino. Zum Abendessen sind Sie wieder in Kalamáta zurück.

Tag 8-9

Nach dem etwa zweistündigen Besuch der Ausgrabungen von Ithómi erreichen Sie bei Kaló Neró die Westküstenstraße, der Sie nordwärts bis nach Olympia folgen, wo Sie für zwei Nächte im Hotel Olýmpion Astý einchecken, denn den ganzen folgenden Tag werden Sie für die Besichtigung der Ausgrabungen und Museen benötigen. Die heiße Mittagszeit verbringen Sie am Pool Ihres Hotels. Zum Abendessen unternehmen Sie dann einen kurzen Ausflug in die Taverne Bákchos in Archéa Píssa.

Tag 10-11

In Loutrá Killínis nehmen Sie am Vormittag ein uriges, sehr naturnahes Schlammbad, bevor Sie in Kalógria durch den einzigartigen Küstenwald spazieren und am langen Sandstrand noch einmal ausgiebig baden. Am späten Nachmittag fahren Sie auf der Autobahn an Patras vorbei und biegen hinter Diakoptó in die Berge ab, um sich für zwei Nächte in Kalávrita im Hotel Kynaítha einzuquartieren. Am letzten Tag steht eine große Wanderung auf Ihrem Programm: Dafür folgen Sie einfach den Schienen der Zahnradbahn und laufen so 22 km weit in etwa fünf bis sechs Stunden durch die Vouraíkosschlucht bis nach Diakoptó hinunter. Dort baden Sie im Meer und kehren anschließen mit der Zahnradbahn wieder nach Kalávrita zum Abschiedsessen in der Taverne Stáni zurück.

Durch die Berge an den Golf von Korinth

9:00

Sie verlassen Alt-Korinth auf der alten Landstraße Richtung Árgos und biegen vor Dervenákia nach Archéa Neméa ab. Dort können Sie im gut erhaltenen Stadion wie ein antiker Athlet in die Arena einlaufen und einen Stadionlauf absolvieren. Anders als im berühmten Olympia wird Sie hier kein Wärter zurückpfeifen, solange Sie nicht dem antiken Vorbild nacheifern und alle Hüllen fallen lassen. Nach dem anschließenden Rundgang durch das Archäologische Museum und den Zeus-Tempel können die Beifahrer am Ortsende links in der gemütlichen Probierstube des Weinguts Palývou den Wein für den Abend auswählen. Falls auch Ihr Auto Durst hat, ist die Avin-Tankstelle am Ortsanfang des neuen Neméa dafür ein guter Ort: Der Tankwart zapft hier nicht nur Benzin, sondern aus den großen Tanks neben den Zapfsäulen auch Wein zum Mitnehmen.

11:30

Anschließend fahren Sie weiter ins Hochtal von Stimfalía , wo Sie im Gartenrestaurant des Hotels Stymphalia gut zu Mittag essen. Die Stille des Orts wussten vor über 700 Jahren Zisterziensermönche zu schätzen. Die eindrucksvollen Ruinen ihres Klosters stehen am westlichen Ortsrand. Unweit davon informiert ein Umweltmuseum über die Region, deren Mittelpunkt der Stymphalische See mit seinen ausgedehnten Röhrichtzonen bildet. Feldstecher zur Naturbeobachtung liegen kostenlos bereit.

14:30

Durch stille Bergdörfer wie Kastaniá geht es dann bis auf über 1100 m Höhe hinauf, bevor sich die Straße in das weltabgeschiedene, von hohen Bergen umschlossene Tal von Feneós hinabsenkt. Über eine Waldstraße gelangen Sie zum Doxá-Stausee , wo Sie einen Badestopp einlegen. Eine Straße rund um den See führt Sie zur mittelalterlichen Kapelle Ágios Fanoúrios, wo Sie Ihr kleines Nachmittagspicknick genießen. Anschließend steigt die Hauptstraße wieder bis auf über 1200 m Höhe an, bevor plötzlich tief unter Ihnen der Korinthische Golf mit seiner schmalen, üppig grünen Küstenebene in Sicht kommt. Kurvenreich geht es nun bergab, bis Sie Dervéni erreicht haben. Hier beschließen Sie den Ausflug am Strand mit einem Bad im Korinthischen Golf.

Zwei Tage in der Máni

Tag 1

Kurz hinter Gíthio sehen Sie an den Berghängen bereits die ersten maniotischen Dörfer mit ihren charakteristischen Wohn- und Wehrtürmen. Bald haben Sie Areópoli erreicht, die winzige Hauptstadt der Máni. Hier werden Sie heute Abend übernachten - checken Sie also am besten gleich im Hotel Areos Polis ein, bevor Sie weiterfahren. In Pírgos Diroú zweigt eine Stichstraße zu den gleichnamigen Tropfsteinhöhlen ab. Ein Fährmann lässt Sie dort im Elektroboot lautlos durch die Unterwelt gleiten.

Danach geht es auf der Hauptstraße weiter gen Süden. Links und rechts liegen zahlreiche maniotische Wehrdörfer. Um mehr von ihnen zu sehen, verlassen Sie die Hauptstraße ca. 1,5 km hinter Triantafilliá nach Osten und fahren über eine Nebenstraße nach Mína. Hier treffen Sie wieder auf die Hauptstraße, die Sie aber sogleich wieder verlassen für einen Abstecher ins Küstendorf Mézapos . In Ermangelung eines guten Hafens hängen die Fischerboote hier an Kränen auf den Küstenfelsen. Wieder auf der Hauptstraße, folgt kurz darauf Kíta mit besonders vielen Wohn- und Wehrtürmen. Noch 1870 bekämpften sich hier zwei Familienclans so heftig, dass die Armee eingreifen musste.

Im Hafenort Geroliménas ist es Zeit für ein Mittagessen in der Taverne Órama. Nächstes Ziel ist Váthia , ein maniotisches Bilderbuchdorf. Baden und Kaffee trinken können Sie danach am besten Sandstrand der Máni in Marmári . Auf der Hauptstraße fahren Sie - nun am Lakonischen Golf entlang - zurück nach Areópoli . Ein Ortsrundgang bei Dunkelheit ist besonders stimmungsvoll. Für den kulinarischen Höhepunkt des Tages sorgt dann die Taverne Bárba Pétros.

Tag 2

Standen am ersten Tag die Dörfer der Máni und ihre besondere Architektur im Mittelpunkt, sind es heute Kirchen und Strände. Die Straße windet sich zunächst zur Bucht von Liméni hinunter. Hier steht unübersehbar unmittelbar rechts an der Hauptstraße das Geburtshaus des Freiheitskämpfers Pétrobey Mavromichális. Es besteht aus einem hohen Wehrturm für Kriegs-, einem lang gestreckten Wohnhaus für Friedenszeiten und einer niedrigen Vorhalle fürs Vieh. Auf der anderen Seite der Bucht steigt die Straße wieder an. Nach ca. 1,5 km markiert ein Wegweiser die Abzweigung zur Klosterkirche Dekoúlou , die vollständig mit figurenreichen Fresken ausgemalt ist. Die Schlüsselverwahrerin wohnt im Kloster. Vorbei an Ítilo und Thalámai geht es in den angenehm untouristischen Fischerort Ágios Nikólaos . Da können Sie am kleinen Hafen in der Taverne Gregg's Platía gut essen - wahlweise griechisch oder englisch.

Zum Baden fahren Sie dann in den Nachbarort Stoúpa . Mieten Sie sich doch am Hauptstrand für ein Stündchen ein Kanu oder ein Tretboot! Später am Nachmittag besichtigen Sie dann in Kardamíli zunächst das Wehrdorf Alt-Kardamíli und genießen dann Kaffee, Kuchen und griechische Musik im Café Androuvísta. Anschließend sind es noch knapp 40, landschaftlich sehr schöne Kilometer bis nach Kalamáta .

Im Herzen des Peloponnes

Tag 1

Von Olympia fahren Sie zunächst nach Kréstena und biegen dort links Richtung Megalópoli ab. Die Straße steigt bergan durch Wälder, die sich inzwischen gut von dem katastrophalen Waldbrand 2007 erholt haben. Vor Andrítsena biegen Sie rechts ab zum einsam in 1130 m Höhe gelegenen Tempel von Bassai . Nach dessen Besichtigung wenden Sie sich nun Andrítsena zu, wo Sie auf dem Dorfplatz frisches Quellwasser trinken, das direkt aus einer Platane zu strömen scheint. Genießen Sie die nostalgische Kleinstadtatmosphäre mit den Tante-Emma-Läden entlang der Dorfstraße und fahren Sie dann weiter nach Karítena , wo Sie in der Taverne To Kástro schattig speisen. Hier beginnt auch der kurze Aufstieg zur Burg.

Wieder bergan geht es dann weiter nach Stemnítsa , wo mehrere Silber- und Goldschmiede ihre Eigenkreationen anbieten. Nach einer Kaffeepause am Dorfplatz kommen Sie ins auf fast 1000 m Höhe gelegene Dimitsána , wo Sie im Guest House Kazás gut und zentral wohnen. Bestellen Sie gleich das Taxi für den nächsten Morgen um 8.30 Uhr und kaufen Sie für ein Picknick ein, bevor Sie in der Taverne To Stéki tis Géfsis an der Hauptstraße schräg gegenüber Ihrer Pension zu Abend essen.

Tag 2

Mit dem Taxi fahren Sie zum Ausgangspunkt Ihrer 12 km langen Wanderung durch das Loúsiostal. Es bringt Sie zu den Überresten des antiken Górtys . Hier können Sie ein erfrischendes Fußbad im Loúsios nehmen, bevor Sie den ausgeschilderten Wanderweg 32 hinauf zum Mönchskloster Prodrómou nehmen. Jetzt am Morgen sind die Mönche noch gastfreundlich und gut gelaunt. Nach der Überquerung des Loúsios steigen Sie zum Kloster Philosóphou hinauf, picknicken dort und wandern weiter bergan bis hinauf nach Dimitsána . Insgesamt haben Sie nun etwa 500 Höhenmeter überwunden.

Wieder am Auto, besuchen Sie noch das Water Power Museum und steuern danach das große, in 900 m Höhe gelegene Bergdorf Langádia an. Hier können Sie die auf der Wanderung verbrauchten Kalorien bei Spanferkel oder Ziegenbraten in der Taverne Maniátis wieder nachladen. Und als Souvenir bieten sich die hausgemachten Nudeln im Geschäft von Kanélla Mouroútsou an.

Weiter zu Kapitel 16

Der Bremer Reisejournalist Klaus Bötig ist seit 1973 mehrmals jährlich auf dem Peloponnes unterwegs. Ihn fasziniert vor allem das Miteinander von Küstenlandschaften und Hochgebirgen, in denen im Winter sogar Skilifte in Betrieb sind. Meist kommt er nur sehr langsam voran, denn ständig fordern urige Tavernen und gute Hotels, archäologische Stätten, Klöster und Museen sowie erzählfreudige Menschen zum Bleiben auf.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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