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Reiseführer Peking:Bloss nicht

Wie Sie sich vor Ärger schützen

Ohne chinesische Adresse losziehen

Wer in China kein Chinesisch kann, ist so gut wie Analphabet und taubstumm. Auch Chinesen, die Englisch sprechen, kennen selten die englischen Namen der Hotels, denn diese haben mit den chinesischen Namen oft keinerlei Ähnlichkeit. Gehen Sie daher nie los, ohne sich die chinesisch geschriebene Adresse Ihrer Herberge mitzunehmen.

Einzeln bestellen und zahlen

Ob Sie zu zweit essen gehen oder zu zwölft: Bestellen und zahlen Sie niemals getrennt! Bestimmen Sie einen in der Runde, der beides in Absprache mit den anderen erledigt. Speist ein Chinese mit, so passen Sie auf, dass er sich nicht ruiniert, indem er heimlich für den ganzen Tisch die Kosten übernimmt.

Beim Taxifahren Fehler machen

Achten Sie darauf, dass das Taxameter benutzt wird, und nehmen Sie lieber ein anderes Taxi, falls man Ihnen eine Fahrt mit angeblich kaputtem Taxameter aufschwatzen will. Fahren Sie von außerhalb in die Stadt, zürnen Sie dem Fahrer nicht, wenn er Sie auf halbem Weg absetzt: Er hat für die Innenstadt womöglich keine Lizenz.

Schleppern folgen

Trick Nr. 1: Eine nette junge Person spricht Sie auf Englisch an, begleitet Sie eine Weile, schlägt dann vor, ein nahes Teehaus zu besuchen. Die Rechnung: ein paar Hundert Yuan fürs Kännchen. Trick Nr. 2: Sie werden in eine Galerie gelockt, wo Sie mit dem Kauf eines Bildes angeblich bedürftige Kunststudenten unterstützen. Alles Unsinn.

Entfernungen unterschätzen

Peking ist groß und leidet unter Verkehrsinfarkt. Per Taxi oder Bus ist man zu den Stoßzeiten oft deutlich länger unterwegs, als man glaubt. Wechseln Sie, wenn möglich, auch für Teilstrecken auf die U-Bahn – das einzige Verkehrsmittel mit kalkulierbaren Fahrzeiten.

Den Artenschutz missachten

Obwohl China diesbezüglichen internationalen Abkommen beigetreten ist, wird noch viel gesündigt. Mit Wildkatzenfellen, Elfenbein oder Krokodilhäuten im Gepäck gibt’s bei der Heimkehr aber Scherereien!

Auf Schnäppchenverkäufer hereinfallen

Echt Antikes zum Schnäppchenpreis? Da könnte es sich um Ware von Grabräubern handeln. Falls die Polizei sie Ihnen bei der Ausreise nicht wieder abnimmt, wird der heimische Zoll Sie schröpfen.

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Dr. Hans-Wilm Schütte kennt Peking seit 1980. Seitdem vergeht kaum ein Jahr, in dem der Wahlhamburger nicht nachschaut, was es Neues gibt. Als studierter Sinologe mit Chinesischkenntnissen in Wort und Schrift erschließt er sich Dimensionen der klassischen Kultur wie auch des modernen China, die anderen verborgen bleiben, und vermittelt sein Wissen an Universitäten und bei Reiseleitungen.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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