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Reiseführer Norwegen:Einkaufen

Roh, robust und reichlich teuer: Wenn Sie Qualität suchen und praktisch denken, werden Sie in Norwegen sicher fündig

MARCO POLO Autor Jens-Uwe Kumpch

Niemand fährt zum Shopping nach Norwegen. Das hohe Preisniveau bei Lebensmitteln gilt aber nicht unbedingt auch bei anderen Artikeln, und wer „Made in Norway“ kauft, wird lange Freude daran haben. So haben zum Beispiel Holz- und Strickwaren eine wichtige Gemeinsamkeit: Naturmaterialien werden solide verarbeitet. Die beste Auswahl an typisch norwegischen Souvenirs finden Sie in den Husfliden-Läden (www.husfliden.no), die es in jeder größeren Stadt gibt und die sich durch sehr gut geschulte Fachkräfte auszeichnen.

Kunsthandwerk & Design

Holzwaren & Käsehobel

Trinkbecher, Servierteller und -schüsseln aus Holz und auch Messer mit Holzgriff sind beliebte Geschenke. Kleine Produzenten vor allem auf dem Land haben es geschafft, jahrhundertealte Handwerkstraditionen zu erhalten und die Verbraucher davon zu überzeugen, dass Naturmaterialien ihre eigene Ästhetik haben und lange halten. Eine urnorwegische Erfindung ist der Käsehobel, den es schmuckvoll verziert in rostfreiem Stahl oder in Silber gibt. Beim Norwegenabend nach dem Urlaub gehört er dann auf den Tisch.

Strickwaren

Haltbare und dabei schöne Erinnerungen sind Schals, Fäustlinge, Wollstrümpfe, Strickjacken und Mützen mit traditionellen norwegischen Mustern. Wollene Unterwäsche und Socken aus Norwegen sind warm, funktionell und angenehm zu tragen. Viele echte Ökoprodukte findet man in der Kollektion der Trikotagenfabrik von Janus ( www.janus.no ): aus reiner und äußerst behaglicher Wolle, perfekt zum Wandern und für den Winter. Norwegerpullover sind, wenn sie handgestrickt und aus norwegischer Wolle sind, teuer, aber auch von sehr hoher Qualität. Es ist wichtig, nach dem Hersteller zu fragen, denn die Strickmuster der Asienprodukte sind mit den in Norwegen gefertigten fast identisch. Dem Label Dale of Norway ( dale.no ) gelingt es mit seinen Kollektionen, traditionelles und modernes Design zu kombinieren und dabei die sportliche Komponente seiner Wollbekleidung zu betonen.

Mode

Achten Sie beim sommerlichen Stadtbummel in größeren Städten auf den Hinweis tilbud (Angebot). Die Filialen der internationalen Firmen locken mit Angeboten, die jedem Vergleich mit denen in Ihrem Heimatland standhalten. Es gibt übrigens auch in Norwegen produzierte Jeans und in vielen Städten die Produkte der norwegischen Trendsetter von Moods of Norway ( www.moodsofnorway.com ), deren Kollektionen es bis in die USA geschafft haben.

Delikatessen

Räucherlachs & Kaviar

Guten Räucherlachs erkennen Sie an der dunkleren Farbe, er ist trockener und riecht stärker nach Rauch als weniger hochwertige Ware. Grundsätzlich gilt: Weniger Salz heißt mehr Geschmack. Probieren Sie daher möglichst vor dem Kauf. Auch eingeschweißte Ware aus dem Supermarkt kann von guter Qualität sein, aber achten Sie auch hier auf die Farbe. Die einfache Alternative ist eine Portion Stockfisch (tørrfisk), die Sie in jedem Supermarkt bekommen und zu Hause in einen leckeren bacalhau verwandeln können. Oder Sie nehmen ein paar Tuben Kaviar auf Vorrat mit. Der Brotaufstrich aus Dorschrogen ist gesund, haltbar – und gar nicht so teuer.

Sport & Wandern

Wer einmal im norwegischen Fjell gewandert ist, weiß, wie die richtige Ausrüstung aussehen muss. Von den grundsoliden Wanderstiefeln bis zur Mütze sollte alles von bester Qualität und auf alle klimatischen Überraschungen abgestimmt sein. Ein „urnorwegischer“ Hersteller ist Bergans ( www.bergans.de ), der neben Kleidung für jede Wanderjahreszeit vor allem Rucksäcke und Zelte in höchster Qualität anbietet. Eine kleinere Produktpalette mit noch höherem Anspruch und höheren Preisen vertreibt Helly Hansen ( www.hellyhansen.com ). Ehemals ein Hersteller von Segler- und Regenbekleidung, wendet sich das Osloer Unternehmen heute vor allem an Skisportler. Artikel beider Firmen gibt es in jedem guten Sportbekleidungsgeschäft.

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Sein Studium brachte Jens-Uwe Kumpch nach Westnorwegen. Sein Beruf als Übersetzer und Journalist hat ihn mehrmals bis an die Eismeerküste geführt, auf Wanderungen hat er die entlegensten Winkel des Landes erkundet. Obwohl er seit 25 Jahren in Norwegen wohnt, ist unser Autor ein aufmerksamer und kritischer Beobachter geblieben. Für MARCO POLO schreibt er auch den Band „Oslo“.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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