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Reiseführer Niederlande:Im Trend

In den Niederlanden gibt es viel Neues zu entdecken. Das Spannendste auf dieser Seite

MARCO POLO Autorin Elsbeth Gugger

Delikates Maastricht

Hausgemacht

Die Zeiten, in denen über die niederländische Küche die Nase gerümpft wurde, sind definitiv vorbei. In Maastricht boomen Delikatessengeschäfte, die Wert auf Selbstgemachtes legen. Bei Adriaan de Smaakmaker (St. Pieterstraat 36) fällt die Entscheidung zwischen Konfitüren, Essig und Senf nicht leicht. In der Bäckerei Bisschopsmolen (Stenenbrug 1-3) hat das Brot Zeit zu reifen - und das schmeckt man. In einem Workshop können Sie das Handwerk kennenlernen. Und die besten Pralinen gibt es bei Benoît Nihant (Havenstraat 8).

Hoch hinaus

Klettern

Erklimmen Sie die Kirchen doch nicht über die Treppe, sondern an der Wand hoch. In der Olvoo-Kirche (Jan in 't Veltstraat 94) in Den Helder gibt es dafür eine Kletterwand. Wer beim Klettern im Twentebad (Lage Weide 3) in Hengelo ins Schwitzen kommt, lässt sich fallen: Die Kletterwand liegt direkt am Schwimmbecken. Die höchste frei stehende Kletterwand der Welt im flachen Groningen ist 37 m hoch (Klimcentrum Bjoeks, Sportpark Karinge, Bieskemaar 3).

Im rechten Licht

Digital

Seit Neuestem stechen die Sehenswürdigkeiten des Landes noch mehr ins Auge: Die Lichtinstallation Trajectum Lumen (www.trajectumlumen.nl) führt Besucher in Utrecht auf einer Lichtspur von Punkt zu Punkt. Neuer Medien bedient sich auch das Projekt UPLabs (in der Westergasfabriek, Pazzanistraat 41) in Amsterdam. Es gibt GPS-Touren und Flüstersitzbänke, und was aussieht wie ein normales Fernglas, ist in Wirklichkeit der "Time Viewer". Richten Sie ihn auf ein Bauwerk, und tauchen Sie in die Geschichte des Gebäudes ein!

Willkommen an Bord!

Im Zelt

Ein Zeltplatz allein reicht der Campingnation nicht. In den Niederlanden wird die mobile Unterkunft auch mal in Baumkronen aufgeschlagen. Auf dem Campingplatz De Hertshoorn (Putterweg 68-70, www.hertshoorn.nl) in Garderen können Urlauber vogelgleich in drei Tannen nisten. Von der Luft aufs Wasser: In der Provinz Flevoland können Sie sich samt Zelt auf einem Floß treiben lassen. Den schwimmenden Untersatz gibt es auf dem Campingplatz Waterhout (Archerpad 6, www.waterhout.nl) in Almere. Auch ohne eigenes Zelt müssen Sie auf den Outdoorspaß nicht verzichten: Auf Texel kommen Sie auf dem Campingplatz Loodsmansduin (Rommelpot 19, Den Hoorn) in einer mongolischen Jurte unter - und zwar mit Extrakomfort.

Schmeckt wie daheim

Huiskamer-Restaurants

Ein Trend erobert das ganze Land: Hobbyköche öffnen ihre Küchen für zahlende Gäste. Auf den Tisch kommen saisonale Menüs, mal exotisch, mal ganz bodenständig. Besonders verführerisch kommt das Menü von Anja und Pedro Klooster (Kerkdijk 2, www.dehuiskamer.com) in Ansen in der Provinz Drenthe daher - es nennt sich "Sieben Sünden". Angst, dass die Wohnzimmerrestaurants nicht nach dem eigenen Geschmack sind? Bei der Reservierung im Het Huiskamerrestaurant (Waterhoen 1, www.het-huiskamerrestaurant.nl) in Oud Beijerland bei Rotterdam wird vorab über die kulinarischen Vorlieben und Abneigungen gesprochen. Dutzende weitere huiskamer restaurants im ganzen Land finden Sie unter huiskamerrestaurant.startpagina.nl.

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Elsbeth Gugger ist in Bern geboren und lebt seit 1992 in Amsterdam. Als Niederlande-Korrespondentin für Schweizer Medien reist sie kreuz und quer durchs Land, besucht Ausstellungen oder berichtet über die Prozesse an den internationalen Gerichten in Den Haag. Sie wohnt im östlichen Hafengebiet, einem nautischen Hotspot mit alten Lagerschuppen, die in Wohnungen umfunktioniert wurden.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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