bedeckt München 19°

Reiseführer Niederländische Küste:Bloss nicht

Ein paar Tipps und Anregungen für den Umgang mit Niederländern

MARCO POLO Koautorin Anneke Bokern

Deutschen Service erwarten

Die Niederländer haben ein sehr entspanntes Verhältnis zum Service. Gerade im Restaurant kommt es schon mal vor, dass man lange warten muss. Beschwert man sich zu barsch, geht oft gar nichts mehr. Auch sonst lautet häufig die erste Antwort, die man auf eine Frage hört: „Das geht nicht.“ Bleiben Sie freundlich, aber geben Sie nicht auf! Nach einem kleinen Schwätzchen geht in den Niederlanden fast alles.

Dünen beschädigen

Die Dünen bilden eine natürliche Schutzzone gegen die See. Das Betreten der Dünen ist abseits der Wege streng verboten. Klettern Sie nicht über Zäune, und beachten Sie die Hinweisschilder!

Vögel füttern

Eine große Unsitte ist es, Möwen oder Tauben zu füttern. Beide Vogelarten sorgen für massive Probleme, man sollte nicht noch durch Füttern zu ihrer Vermehrung beitragen.

Rasen mit dem Auto

Die Polizei hat ein bestimmtes Soll an Strafzetteln zu erfüllen, die sie verteilen muss. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden schon deshalb streng kontrolliert. Bußgelder werden sofort eingezogen. Lassen Sie sich von einheimischen Autofahrern nicht provozieren, auch wenn diese Sie schneiden und überholen.

Erster Kontakt auf Deutsch

Nicht jeder Niederländer spricht Deutsch, vor allem unter den jungen Leuten ist Deutsch keine favorisierte Fremdsprache. Niederländer empfinden es als überheblich, wenn sie in Restaurants, auf der Straße oder im Geschäft auf Deutsch angesprochen werden. Machen Sie sich zunächst mit Englisch verständlich. Es hilft auch, vor der Reise einige alltägliche Wörter und kleine Sätze Niederländisch zu lernen. Man wird es Ihnen anrechnen.

Strandkuhlen graben

Ein beliebtes Thema für niederländische Karikaturisten sind all jene dickleibigen Touristen, die am Strand ihr Territorium abstecken und Kuhlen im Sand graben. Das Bauen von Strandburgen, an der deutschen Ost- und Nordseeküste noch immer üblich, ist an der Niederländischen Küste verpönt.

Falsch parken

Parkplatzknappheit herrscht in praktisch allen Küstenorten und in den Zentren der Städte. Wenn Sie einen freien Platz gefunden haben, vergewissern Sie sich, dass Sie nicht doch aus Versehen im Parkverbot stehen. Die Bußgelder sind hoch, oft genug wird abgeschleppt. Planen Sie einen Ausflug nach Amsterdam, nehmen Sie am besten die Bahn, auch am Wochenende herrscht dort lebhafter Verkehr, und es kommt immer wieder zu Staus.

Weiter zu Kapitel 8

Der Job bei einer Kunstnachrichtenagentur führte Anneke Bokern nach Amsterdam. Schnell lernte sie die Meernähe lieben, Buttermilch zum Mittagessen tolerieren und niederländisches Design schätzen. Seit 2001 ist sie als freie Journalistin in Amsterdam tätig. Sie schreibt für internationale Medien über niederländische Architektur, Design und Kunst und organisiert Architekturführungen in den Niederlanden.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

Zur SZ-Startseite