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Reiseführer Mexiko:Bloss nicht

Ein paar Dinge, die Sie in Mexiko beachten sollten

MARCO POLO Autor Manfred Wöbcke

Eine factory besuchen

Den Teilnehmern von Pauschalreisen und Rundfahrten sowie Besichtigungsausflügen wird der Besuch einer factory aufgedrängt, in der Kunsthandwerksartikel angeblich besonders preisgünstig sind. Meist ist der Besitzer ein "friend" des Reiseleiters und der Reiseleiter verbürgt sich für wirklich gute Qualität und einen Preisnachlass. Besser ist fast immer ein freundliches, aber bestimmtes "¡No, gracias!"

Nachts am Strand spazieren gehen

Vollmond überm Pazifik, silbern glänzt das Meer - das verlockt zum romantischen Strandspaziergang um Mitternacht. Doch Vorsicht ist angeraten: Nur wenn Sie sich in der Sichtweite von Restaurants befinden oder genügend andere Menschen unterwegs sind, sollten Sie loslaufen - Sie wollen schließlich nicht das Risiko eingehen, ausgeraubt zu werden. Für Frauen besteht die Gefahr sexueller Belästigung.

Englisch sprechen und sich aufregen

Viele Mexikaner sind nicht gut auf US-Amerikaner zu sprechen: Hat ihnen doch der reiche Nachbar im Norden gewaltige Teile des Landes (die heutigen US-Bundesstaaten Kalifornien, Texas und Arizona) weggenommen und sich auch immer wieder in die Politik Mexikos eingemischt. Die Dollars der gringos, wie US-Amerikaner genannt werden, sind zwar gern gesehen, die gringos selbst aber nicht so - zumindest nicht überall. Wer Englisch spricht, wird für einen US-Amerikaner gehalten, wer sich dann noch aufregt über Dinge, die nicht gleich klappen, hat ganz verspielt. Wenige Worte in Spanisch sind daher meist besser als ein englischer Wortschwall.

Sich Drogen andrehen lassen

Von Mexiko werden zwar Drogen in die USA geschmuggelt, der Gebrauch von Drogen wird jedoch scharf verfolgt und geahndet. Lassen Sie die Finger davon, und haben Sie bei starken Schmerzmitteln ein Rezept parat.

2.-Klasse-Busse auf Langstrecken nutzen

Es werden in 2.-Klasse-Bussen keine Sitzplätze reserviert, die Busse halten praktisch an jedem Busch und sind immer überfüllt. Kaufen Sie daher bei Langstrecken immer ein 1.-Klasse-Ticket, und zwar möglichst einen Tag im Voraus. Die Busse der primera clase garantieren einen Sitzplatz, nur wenige Stopps, keine stehenden Fahrgäste sowie zügige und meist sichere Fahrt.

Zu wenig propina geben

Mexikanische Kellner sind von den Trinkgeldern der US-Amerikaner verwöhnt, die mehr als 15 Prozent geben. Deshalb: Mindestens 10 Prozent propina sind bei gutem Service Pflicht, will man zukünftig wie ein Freund begrüßt werden, gibt man wie die Amerikaner.

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Der Reisejournalist und Psychologe lebt im Rheingau. Mexiko besucht er seit den Achtzigerjahren. Zunächst war er als Exkursionsleiter mit Studenten, später auch als Reiseleiter für kleine Schweizer Gruppen unterwegs. Was ihm an Mexiko am besten gefällt, ist die Mischung aus Pyramiden, Tempeln und Palästen der präkolumbischen Kulturen und den prächtigen Bauten der Spanier.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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