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Reiseführer Mauritius:Events, Feste & mehr

Mauritius ist ein Schmelztiegel der Kulturen und Religionen. Die unterschiedlichen Einflüsse der mauritischen Bevölkerung aus Hindus, Christen, Buddhisten, Moslems und Taoisten machen sich auch in der Vielzahl der Feste bemerkbar: Es gibt zahlreiche gesetzliche Feiertage. Durch die unterschiedlichen Religionsgruppen fallen die wenigsten Feste auf gleich bleibende Daten, sie „wandern“ zum Teil sogar durch das Jahr. Erkundigen Sie sich deshalb, wann sie in Ihrem Reisejahr gefeiert werden.

MARCO POLO Autor Freddy Langer

Feste Feiertage

1. und 2. Januar

Neujahr

1. Februar

Tag der Sklavenbefreiung

12. März

Tag der Republik und Unabhängigkeit

1. Mai

Tag der Arbeit

9. September

Père-Laval-Tag

1. November

Allerheiligen

2. November

Gedenktag für die ersten indischen Immigranten (1835)

25. Dezember

Weihnachten

Feste und Veranstaltungen

Januar/Februar

Die ersten Tage im neuen Jahr sind von Familienfeiern geprägt. In kleinen Ortschaften kann es durchaus passieren, dass Urlauber von der Straße weg dazu eingeladen werden.

Cavadee : Das hinduistische Fest ist das spektakulärste der Insel. Nach vielen Wochen des Fastens und Meditierens stechen sich die Tamilen am Tag der Prozession Nadeln durch Gesicht, Zunge, Brust und Rücken. Angestrengt tragen sie das bunt dekorierte cavadee. An zwei Seiten eines Bogens baumeln dabei Milchtöpfe, aus denen nichts verschüttet werden oder rinnen darf.

Chinesisches Neujahrsfest : Chinesische Familien schmücken das gesamte Haus mit der Glücksfarbe Rot. In den Pagoden werden Opfergaben aufgestellt, auf den Straßen finden Umzüge statt und Feuerwerkskörper knallen.

Februar

Id-al-Ada : Die Muslime gedenken Abrahams, der dazu bereit war, seinen Sohn Isaak zu opfern. Symbolisch werden nach den Gebeten in der Moschee Schafe geopfert.

Februar/März

Maha Shivaratree : Bei diesem größten Hindufest außerhalb Indiens zu Ehren des Gottes Shiva ziehen mehr als 300 000 weiß gekleidete Hindus zum heiligen Kratersee Grand Bassin, um dort rituelle Waschungen vorzunehmen und Opfer zu bringen.

März

Holi : Das hinduistische Fest zwei Wochen vor dem indischen Neujahr geht auf die Legende vom Prinzen Pralad zurück, der ein Freudenfest feierte, als seine böse Tante Holika im Feuer ums Leben kam. Die Menschen werfen Strohpuppen auf Scheiterhaufen und bespritzen sich gegenseitig mit Farbe.

März/April

Ugadi : Neujahrsfest der Nachkommen aus der indischen Region Andhra Pradesh. Beginn des neuen Mondkalenders; es wird gebetet und man fasst gute Vorsätze.

August/September

Ganesh Chaturthi : Das indische Fest findet zu Ehren des Geburtstags des elefantenköpfigen Gottes Ganesh statt.

September

Père-Laval-Tag : Am 9. September pilgern Einheimische aller Konfessionen zur Kirche Sainte Croix, der Grabstätte des Nationalheiligen, der sich aufopferungsvoll um Arme und Sklaven kümmerte.

Oktober/November

Divali : Das fröhlichste aller Hindufeste symbolisiert den Sieg des Guten über das Böse. Die Häuser werden opulent mit Kerzen, Öllampen und mittlerweile auch elektrischen Lichterketten dekoriert.

November/Dezember

Ganga Asnan : Hinduistisches Fest am Meeresufer. Da der Ganges in den Indischen Ozean mündet, soll ein Bad im Meer reinigen und neue Kraft geben.

Teemeedee : Ein tamilisches Fest, das das ganze Jahr über auf der Insel gefeiert wird, hauptsächlich jedoch von November bis Februar: Höhepunkt ist der Lauf über glühende Kohlen.

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Dass es Freddy Langer, leitender Redakteur des Reiseblatts bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, immer wieder nach Mauritius zieht, hängt mit der Vielfalt der Insel zusammen. Das friedliche Nebeneinander der Kulturen und Religionen auf engstem Raum hat für ihn Modellcharakter. Zudem kann er hier seinen größten Leidenschaften an nur einem Tag nachgehen: Tauchen und Bergsteigen.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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