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Reiseführer Mauritius:Bloss nicht

Auch auf Mauritius gibt es Dinge, die man besser lässt

MARCO POLO Autor Freddy Langer

Falsche Souvenirs sammeln

Muscheln, Korallen und Schildkröten gehören ins Meer und nicht als Staubfänger ins Regal! Wer sie sammelt oder kauft, ist mitverantwortlich für die Zerstörung einer fragilen und einzigartigen Unterwasserwelt. Tot oder lebendig, aus anderen Ländern oder von hier, gezüchtet oder nicht – lassen Sie die Finger davon. So manches Souvenir wird am Zoll beschlagnahmt, weil die Einfuhr verboten ist.

Heimische Verhältnisse erwarten

Trotz Schnellstraßen und Verkehrsampeln ist Mauritius nicht Europa. Besonders nachts heißt es, sich nicht nur auf den Linksverkehr zu konzentrieren: Schlaglöcher, unbeleuchtete Fahrräder, betrunkene Landarbeiter, schlafende Hunde – die Straßen der Insel sind zu jeder Tageszeit belebt. Übrigens: Den Besuch im großen Hotel sollten Sie anmelden, sonst riskieren Sie ein Eintrittsverbot durch den Pförtner.

Oben ohne um jeden Preis

An öffentlichen Stränden, an denen die einheimischen Frauen den Sari sogar im Wasser anbehalten, empfindet die Bevölkerung knappe Bademode oder gar Oben-ohne-Sonnen als Affront. Nacktbaden ist verboten, an den Poolanlagen der großen Hotels wird zumindest oben ohne geduldet. Das Bikinioberteil sollte aber höchstens dort abgelegt werden, wo Urlauber unter sich sind.

Preise kaputt machen

Der Preisunterschied zwischen dem Leben im Hotel und dem in den Dörfern ist gewaltig. Für eine Übernachtung mit Halbpension in einem Doppelzimmer zahlen Urlauber oft mehr, als ein Mauritier im Monat verdient. Für manche der selbst ernannten Führer ist das Grund genug, ihre Tarife einem „westlichen“ Standard anzupassen. Sie sollten deshalb immer vorab die Preise verabreden und sich im Hotel über die gängigen Tarife (z. B. für Taxis) informieren – das erspart Ihnen böse Überraschungen. Bei Führungen durch Tempelanlagen wird eine Spende erwartet. Wer nicht mindestens 20 Rupien gibt, wird Missmut ernten.

Nachlässig sein

Sollten Sie eine private Unterkunft gemietet haben, dann ist anzuraten, die Türen oder Fenster zu schließen, wenn Sie schlafen gehen oder sich aus dem Haus begeben. Lassen Sie Ihre Wertsachen und Geld nicht herumliegen.

Zu viel Haut zeigen

Schon auf der Straße und in Restaurants gilt es als unhöflich, in allzu knapper Freizeitmode herumzulaufen. In Tempeln, mehr noch aber in Moscheen, wird vom Besucher erwartet, lange Hosen und langärmelige Hemden zu tragen. Die Schuhe allerdings muss man am Eingang ausziehen.

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Dass es Freddy Langer, leitender Redakteur des Reiseblatts bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, immer wieder nach Mauritius zieht, hängt mit der Vielfalt der Insel zusammen. Das friedliche Nebeneinander der Kulturen und Religionen auf engstem Raum hat für ihn Modellcharakter. Zudem kann er hier seinen größten Leidenschaften an nur einem Tag nachgehen: Tauchen und Bergsteigen.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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