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Reiseführer Malediven:Special

Gejagte Jäger

Der Hai - eine bedrohte Art

Wenn von Haien die Rede ist, spukt vielen das furchterregende Bild des schwimmenden Killers aus dem Film „Der weiße Hai“ im Kopf herum. Statistisch gesehen ist jedoch die Gefahr, von einem Hai angegriffen zu werden, geringer, als von einem Blitzschlag getötet zu werden. Trotzdem werden jährlich Millionen dieser stolzen Jäger selbst zur Beute - des Menschen. Die Folge ist, dass etwa ein Viertel der rund 400 Haiarten bedroht sind, 69 davon gar in die Rote Liste der Internationalen Naturschutzunion aufgenommen wurden. In den Gewässern der Malediven leben rund 50 Haiarten, die eher den Rückzug antreten, als aggressiv zu werden. Sie werden hier inzwischen durch ein Gesetz geschützt, das jeglichen Fang von Haien verbietet.

Aktiver Naturschutz

Helfen Sie mit, das Naturparadies zu erhalten

Die Malediven sind eines der sensibelsten Ökosysteme dieser Erde. Jeder kann aktiv dazu beitragen, dieses einzigartige, über Jahrmillionen gewachsene Gebilde zu schützen und zu bewahren. Hätten Sie z.B. gewusst, dass ein Zigarettenfilter über 200 Jahre benötigt, um von der Natur aufgelöst zu werden? Ganz abgesehen davon, dass Meeresbewohner wie Schildkröten jämmerlich zugrunde gehen können, wenn sie eine weggeworfene Kippe fressen. Ein Urlaub auf den Malediven verpflichtet zur Rücksichtnahme auf die Natur. Sparsamer Umgang mit aufwendig hergestelltem Trinkwasser gehört ebenso dazu wie der bewusste Verbrauch von Energie. Möchten Sie mehr wissen? Im Internet gibt's eine Seite zu diesem Thema: www.protectthemaldives.com.

Millimeterarbeit

Korallenwachstum braucht Zeit

Die Schäden an der Unterwasserwelt wieder zu beheben, die das Naturereignis El Niño 1998 anrichtete, wird wohl Jahrhunderte dauern. Noch haben Wissenschaftler die Ursachen für jene periodisch auftretende Erwärmung des Meerwassers, die zum Korallensterben führt, nicht gefunden. Sicher ist, dass Korallenstöcke sehr lange brauchen, um sich zu regenerieren, weil sie nur ein paar Millimeter pro Jahr dem Sonnenlicht entgegenwachsen. Meeresbiologen aus aller Welt zieht es auf die Malediven, um die Problematik zu studieren und Ideen zur Rettung der Korallen zu entwickeln. So experimentiert man auf Vabbinfaru (Banyan Tree) z.B. mit Metallgittern unter Schwachstromspannung, die das Korallenwachstum beschleunigen soll.

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Heiner F. Gstaltmayr lebt als freier Journalist und Reisebuchautor auf der Schwäbischen Alb - wenn er nicht gerade zu Recherchen irgendwo auf der Welt unterwegs ist. Er schreibt vorzugsweise über asiatische Länder, wobei es ihm die Malediven mit ihren goldenen Stränden, den grünen Lagunen und der phantastischen Unterwasserwelt besonders angetan haben - ein perfekter Ort zum Abschalten.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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