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Reiseführer Malediven:Erlebnistouren

Jeder Zipfel dieser Erde hat seine eigene Schönheit. Wenn Sie Lust haben, die einzigartigen Besonderheiten dieser Region zu entdecken, wenn Sie tolle Tipps für lohnende Stopps, atemberaubende Orte, ausgewählte Restaurants oder typische Aktivitäten bekommen wollen, dann sind diese maßgeschneiderten Erlebnistouren genau das Richtige für Sie. Machen Sie sich auf den Weg und folgen Sie den Spuren der MARCO POLO Autoren.

Ein Spaziergang durch Male'

14:00

Den Rundgang durch Male' beginnen Sie dort, wo die Boote von den Hotelinseln anlegen, also am Marine Drive (Boduthakurufaanu Magu) und dort an der Anlegestelle Presidential Jetty für das Boot des Präsidenten. Von der Anlegestelle aus wenden Sie sich inseleinwärts gesehen nach rechts und gehen am Republic Square vorbei links in die von Souvenirläden gesäumte Chaandhanee Magu. An der Ecke Meduziyaarai Magu stoßen Sie auf den Rasrani Bageecha , den ehemaligen Sultan Park. Die Oase mitten in der quirligen Stadt - mit Bänken, Wasserspielen und gepflegter Gartenanlage - ist seit der Umgestaltung für Touristen leider nicht mehr kostenfrei zugänglich. Am Park liegt das National Museum, das 2010 neu eröffnet und nur zwei Jahre später von religiösen Fanatikern teilweise geplündert wurde. Trotzdem ergibt sich hier ein interessanter Überblick über die Geschichte der Malediven. Sehenswert sind u.a. ein steinerner Kopf des Buddha aus dem 11. Jh. und die Feyli Kolhu, ein schön gewebtes Kleidungsstück des Sultans Mahammed Thakurufaanu aus dem 16. Jh. Zudem beherbergt das Museum eine interessante Polizei-Ausstellung.

Vor dem Park führt die Straße (Meduziyaarai Magu) nach rechts zur ältesten Moschee der Malediven, der Hukuru Miskiiy (auch als Alte Freitagsmoschee bekannt), und zum alten islamischen Friedhof mit den teils verwitterten Grabmalen. Die 1656 unter Sultan Ibrahim Iskander erbaute Moschee besteht fast vollständig aus Korallenblöcken, das Innere ist schlicht. Ihre Wirkung erzielt sie durch geschnitzte Holzvertäfelungen. Moschee und Friedhof sind unregelmäßig geöffnet; man muss Glück haben, dass die Tore offen sind. Schräg gegenüber liegt der Sultan‘s Palace (Mulee'age) , der lange als Wohnsitz des Präsidenten diente und von innen nicht besichtigt werden kann. Werfen Sie zumindest einen Blick durchs Tor. Wenn Sie die Meduziyaarai Magu ein Stück zurückgehen, fällt gegenüber vom Park die goldene Kuppel der Sultan-Mohammed-Thakurufaanu-Moschee (Grand Friday Mosque) im Komplex des Islamischen Zentrums ins Auge. Das größte islamische Gotteshaus der Malediven, in dem 5000 Gläubige Platz finden, trägt den Namen des Mannes, der 1573 die Portugiesen vertrieb. Touristen haben in angemessener Kleidung Zugang zur Moschee, die mit Holzschnitzereien und arabischer Kalligraphie sehr sehenswert ist.

Auf der Meduziyaarai Magu kreuzen Sie die Chaandhanee Magu und gelangen so in die Fareedhee Magu. Für ein Glas Tee schauen Sie sich nach einem der Tea Shops um, die aber nicht immer leicht zu finden sind. Fragen Sie Einheimische! Biegen Sie dann rechts in die Aaburuzu Higun ein, die Sie zum Theemuge-Palast bringt. Das prächtige, weiße Gebäude war 1993-2009 Sitz des Präsidenten, heute residiert hier der Oberste Gerichtshof. Von hier sind es nur ein paar Schritte bis ans Wasser und zum Fruit & Vegetables Market , dem Obst- und Gemüsemarkt in einem Hallenkomplex. Bananen werden hier staudenweise und Kokosnüsse im Dutzend angeboten. Hier können Sie Gewürze preiswert einkaufen; tolle Currymischungen! Unterwegs zum Fischmarkt (Richtung Osten) lohnt ein Abstecher in eine der schmalen Gassen, in denen kleine, offene Geschäfte bis an die Decke mit einem bunten Warensortiment gefüllt sind. Übrigens: Hier können Sie Ihre Reiseapotheke preiswert auffüllen.

16:00

Am nahen Fischmarkt geht es am späteren Nachmittag, etwa ab 16 Uhr, am lebendigsten zu: Dann kehren die Fischerboote zurück, und der frische Fang wird angelandet. Zum Abschluss schlendern Sie den Marine Drive entlang, bis Sie hinter dem letzten Hafenbecken, wo die Fähren zur Flughafeninsel Hulhule anlegen, das Sea House Maldives erreichen, wo Sie sich bei einem Abendessen mit Blick aufs Meer Maldive Style Beef mit gebratenem Reis und das Fladenbrot Roshi schmecken lassen.

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Heiner F. Gstaltmayr lebt als freier Journalist und Reisebuchautor auf der Schwäbischen Alb - wenn er nicht gerade zu Recherchen irgendwo auf der Welt unterwegs ist. Er schreibt vorzugsweise über asiatische Länder, wobei es ihm die Malediven mit ihren goldenen Stränden, den grünen Lagunen und der phantastischen Unterwasserwelt besonders angetan haben - ein perfekter Ort zum Abschalten.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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