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Reiseführer Malediven:Bloss nicht

"Allah hat immer Recht" - das sollten Sie respektieren

Souvenirs aus dem Meer mitnehmen

Klar: Wenn man von den Malediven zurückkehrt, will man etwas mitbringen. Aber muss es ein Schmuckstück aus Schwarzer Koralle sein? Oder ein Döschen mit Deckel aus Schildpatt? Denken Sie daran, dass jedes dieser "Andenken" den Reichtum des Meeres zerstört. Überdies sind die Kontrollen bei der Ausreise streng. Wer mit Souvenirs aus Schildpatt oder Schwarzer Koralle erwischt wird, ist die Andenken los und muss mit einer Strafe rechnen. Das gilt auch für die Wiedereinreise in die EU, wenn es sich bei den Andenken um geschützte Tiere oder Pflanzen handelt.

Korallen "pflücken"

Vorsicht daher auch beim Schnorcheln: Durch unachtsames Betreten werden die sehr empfindlichen Korallenbänke zerstört. Dass es verantwortungslos wie auch strafbar ist, Korallen zu "pflücken", sollte man umweltbewussten Besuchern nicht sagen müssen.

Religiöse Gefühle verletzen

Etwas gegen den Islam zu sagen, kann verhängnisvolle Wirkung haben. Allah hat immer Recht, besonders auf den Malediven, wo die Lehre des Propheten Staatsreligion ist. Schon so mancher Besucher fand sich unversehens vor einem Schnellgericht wieder - und wurde zügig abgeschoben. Ähnliches gilt auch für negative Äußerungen über die Regierungsverhältnisse.

Langfingern Gelegenheit geben

Es empfiehlt sich, die an den Hotelrezeptionen vorhandenen Safes für Wertsachen zu benutzen. Die Regierung der Malediven greift zwar hart gegen Straftäter durch: zum Beispiel mit einer lebenslänglichen Verbannung auf eine der unbewohnten Inseln. Nicht zuletzt deshalb sind die Malediven ein sicheres Reiseland. Trotzdem: Passen Sie auf Ihre Sachen auf, Gelegenheit macht Diebe!

Auf Nepp reinfallen

Wenn man nicht auf der Stelle in einem Souvenirshop landen will, sollte man in Male' die Angebote, die einem Einheimische unmittelbar nach der Ankunft im Dhoni-Hafen machen, höflich, aber bestimmt zurückweisen. Manche bieten zuerst eine kostenlose Stadtführung an. Rein zufällig kommt man dann an einem Andenkengeschäft vorbei. Im überhöhten Preis für die angebotenen Souvenirs ist das Honorar für die Stadtführung dann auch gleich enthalten.

Sand mitnehmen

Nur ein bisschen Sand als Souvenir? Stellen Sie sich mal vor, jeder der rund 475000 Besucher nimmt nur 100 g Sand vom Strand mit. Das wären hochgerechnet 47,5 Tonnen des Materials, das von der Natur in jahrhundertelanger Arbeit produziert wurde. Deshalb: Lassen Sie doch den Sand, wo er hingehört, auf den Malediven.

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Heiner F. Gstaltmayr lebt als freier Journalist und Reisebuchautor auf der Schwäbischen Alb - wenn er nicht gerade zu Recherchen irgendwo auf der Welt unterwegs ist. Er schreibt vorzugsweise über asiatische Länder, wobei es ihm die Malediven mit ihren goldenen Stränden, den grünen Lagunen und der phantastischen Unterwasserwelt besonders angetan haben - ein perfekter Ort zum Abschalten.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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