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Reiseführer Madeira - Porto Santo:Erlebnistouren

Jeder Zipfel dieser Erde hat seine eigene Schönheit. Wenn Sie Lust haben, die einzigartigen Besonderheiten dieser Region zu entdecken, wenn Sie tolle Tipps für lohnende Stopps, atemberaubende Orte, ausgewählte Restaurants oder typische Aktivitäten bekommen wollen, dann sind diese maßgeschneiderten Erlebnistouren genau das Richtige für Sie. Machen Sie sich auf den Weg und folgen Sie den Spuren der MARCO POLO Autoren.

Madeira perfekt im Überblick

9:00

Nach dem Frühstück in Funchal , der ebenso mondänen wie lieblichen Inselmetropole, fahren Sie durch den Ortsteil Santo António in nordwestliche Richtung hinaus aus der Stadt. Vom Aussichtspunkt Eira do Serrado blicken Sie hinunter in das tiefe Tal der Nonnen. Der Ort Curral das Freiras ist von spektakulären Berghängen umgeben und berühmt für seine Kastanienspezialitäten. Durch den modernen Tunnel ist der Abstecher ins Dorf schnell geschafft. Über eine neu angelegte Bergstraße, die am oberen Tunneleingang beginnt, ist das Nonnental mit dem dritthöchsten Gipfel Madeiras verbunden, dem Pico do Arieiro . Nach vielen Kurven und grandiosen Aussichten geht es dann hinab in Richtung Nordküste. In Ribeiro Frio erwarten Sie dicke Forellen und saftiger Lorbeerwald, den Sie auf einer Wanderung zum Aussichtspunkt Balcões erkunden.

12:00

Santana ist berühmt für seine bunten, strohbedeckten Häuser - und für besonders gute Hausmannskost: Probieren Sie doch mal eine Weizensuppe (sopa de trigo). Die kurvige und noch nicht komplett untertunnelte Küstenstraße Richtung Westen führt durch kleine, idyllische Dörfer wie São Jorge , das einen Halt wert ist, Arco de São Jorge und Ponta Delgada. In São Vicente versteckt sich die Kirche hinter einem Fels, doch auch hier sollten Sie dem kleinen Ortskern einen Besuch abstatten. Schon mal einen Vulkan von innen gesehen? In den Grutas de São Vicente erleben Sie etwas ganz Besonderes und steigen hinein in das Innere Madeiras.

Weiter geht es über die Nordküstenstraße in Richtung Porto Moniz. Stoppen Sie auf jeden Fall am Aussichtspunkt Véu da Noiva , um die schroffen Felswände mit ihren Wasserfällen zu bestaunen. Jetzt wissen Sie auch, warum die Straße an manchen Stellen durch moderne Tunnels führt: Der alte Küstenweg wurde schlicht zu gefährlich. In Porto Moniz ist ein Bad in den Lavapools aus Lavagestein ein Muss. Auch das in der alten Festung gehört zu den Highlights des Orts.

Auf der Hochebene Paúl da Serra wird es Zeit, die Wanderstiefel aus dem Kofferraum zu holen. Bei schönem Wetter sollten Sie eine der Routen rund um Rabaçal, eines der schönsten Wandergebiete der Insel, unter die Sohlen nehmen. Zurück im Auto, führt die teilweise schnurgerade Straße nun über das Hochmoor und über eine kurvenreiche Bergstraße hinab zum Encumeada-Pass . Mit etwas Glück sehen Sie von hier aus zugleich die Nord- und die Südküste, bevor es durch Serra de Água zurück zur Südküste geht. Wenn Sie nicht fahren müssen, können Sie in einer der Bars des Orts die hier besonders gute poncha - den Cocktail aus Zitronensaft, Zuckerrohrschnaps und Honig, für den Madeira bekannt ist - probieren.

An der Küste bummeln Sie in Ribeira Brava entlang der Uferpromenade und durch das, bevor das nächste Abenteuer auf Sie wartet: Per Aufzug fahren Sie hinunter auf den Schwemmkegel der Fajã dos Padres . In dem besonderen Mikroklima am Fuß der Steilklippe wachsen Obst und Gemüse besonders gut, und am einsamen Kieselstrand kann man sich wie Robinson Crusoe fühlen. Wieder oben, folgen Sie in östlicher Richtung der Ausschilderung zum Cabo Girão . Nach 4 km stehen Sie dann an der Kante des Cabo Girão . Hier kann es passieren, dass Ihnen die Luft wegbleibt: Von einer der höchsten Steilklippen der Welt reicht die grandiose Aussicht übers Meer bis hin zur Bucht von Funchal .

Im Fischerort Câmara de Lobos kommen Sie dann inmitten der bunten Hafenszene und der pittoresken Häuser am Fels wieder zu Atem. Nach einem Spaziergang durch das "Haus der Mönchsrobbe", wie die Stadt auf Portugiesisch heißt, geht es durch das Hotelviertel zurück nach

20:00

Funchal zum Abendessen und danach zu einem Barbesuch.

Pico do Arieiro/Pico Ruivo - Madeiras höchste Gipfel

Die anstrengende, aber bei gutem Wetter wunderschöne Tour beginnt möglichst früh am Morgen am dritthöchsten Gipfel Madeiras, am Parkplatz zum Pico do Arieiro . Vorbei am umstrittenen Nato-Radarpilz und am neuen Touristenzentrum mit Souvenirladen, Café und WC geht es vom Parkplatz zunächst ein paar Stufen hinauf zum Gipfel des Arieiro. Das atemberaubende Panorama der Bergwelt lässt die neuen Bauwerke schnell vergessen. Wenn bei Sonnenaufgang die bizarren Steinzacken malven- und lavendelfarben leuchten oder das Abendrot sie kupfern aufglühen lässt, wenn der Morgennebel langsam die Bergspitzen freigibt oder weiße Wolkenkissen sich um sie legen, dann ist der Zauber perfekt.

Der Weg ist rot-gelb markiert und anfangs noch breit und streckenweise durch Geländer gesichert. Nach knapp 15 Minuten erreichen Sie die Felsspitze Ninho da Manta (Bussardnest) mit dem ersten Aussichtspunkt, den Sie noch mit vielen Turnschuhwanderern teilen. Bis zum zweiten Miradouro mit einem aus Tuffstein geformten Tisch müssen Sie ein schmales Gratstück queren, dafür sehen Sie aber den zuvor vom Pico das Torres (1851 m) verborgenen Pico Ruivo.

Entlang der Felswände des Pico do Cidrão (1798 m) geht es seitlich steil abfallend, aber gesichert, über unzählige Stufen durch einen Felsdurchbruch bis zum Fuß des Pico do Gato (1780 m). Baumheide und Ginster säumen hier den Weg, den bald der erste Tunnel verschluckt. Hinter seinem Ausgang teilt sich der Weg, Sie nehmen den linken, einfacheren Weg, der viele schöne Aussichten ins Nonnental bietet und auf dem Sie vier weitere Tunnel durchqueren. Dort wo die beiden Wege wieder zusammenlaufen, beginnt ein etwas anspruchsvolleres Stück. Nach einem Bergrutsch wurde ein Teil des Wegs neu befestigt, es gibt jedoch noch einen Abschnitt von etwa 30 Metern, der ein wenig schmaler und provisorischer ist. Nachdem dieses überwunden ist, steigt der nunmehr einzige, von Baumheide gesäumte Pfad sanft und dann in Serpentinen stetig an. Von rechts mündet der Weg, der von Achada do Teixeira heraufkommt, geradeaus geht es weiter bergan zur gut sichtbaren Pico-Ruivo-Hütte . Sie wird momentan leider nicht bewirtschaftet. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, vielleicht wird das Gebäude eines Tages nach einer dringend notwendigen Renovierung als Einkehrhütte neu verpachtet. Bis dahin müssen Sie sich Ihr Picknick mitbringen. Nichtsdestotrotz bieten sich die Mäuerchen für eine Mittagsrast an.

Frisch gestärkt geht es nun noch hinauf zum Gipfel. Ein paar steinerne Stufen führen links bergan. An einer Gabelung wählen Sie den linken Weg (der rechte führt zum Encumeada-Pass). Nach weniger als einer halben Stunde stehen Sie dann auf dem Pico Ruivo (1862 m), Madeiras höchstem Gipfel, und werden belohnt von einem grandiosen Rundumblick (sofern das Wetter dort oben mitspielt): auf die Hochebene Paúl da Serra, die Bergspitzen um Curral das Freiras und die Nordküste Madeiras, vielleicht ist der Blick sogar auf die Insel Porto Santo und die Ponta de São Lourenço frei.

Der Rückmarsch führt zunächst über den gleichen Weg zurück zur Pico-Ruivo-Hütte. Kurz danach wählen Sie dann aber die Abzweigung nach links in Richtung Achada do Teixeira . Der Pfad ist sehr gut mit Steinplatten ausgebaut und führt sanft bergab. Die Abzweigung hinunter nach Ilha ignorieren Sie, es geht weiter geradeaus. In weniger als einer Stunde haben Sie den Parkplatz des Bergrückens Achada do Teixeira erreicht.

Boca do Risco - Aussichtsreich an die Nordküste

Ausgangspunkt ist das kleine Haus auf der linken Straßenseite am westlichen Eingang vom alten Caniçal-Tunnel am Ortsrand von Machico. Direkt davor beginnt die Levada do Caniçal. Zunächst folgen Sie ihr auf einem Betonweg, der bald in einen schmalen Wiesenpfad übergeht. Geradeaus bietet sich ein schöner Blick auf das Tal von Machico und den Pico do Facho, dann gelangen Sie in ein Wäldchen. Dahinter öffnet sich eine weite Terrassenlandschaft mit Bananen, Wein, Gemüse.

Nun gilt es, einen Felsdurchbruch zu passieren, dann führt die Levada kurz nach rechts in ein tief eingeschnittenes kleines Tal. Folgen Sie weiter dem Wasserlauf, bis rechts über zwei Stufen ein Pfad abzweigt - das ist der richtige Weg zur Boca do Risco . Sanft, aber steinig steigt er zunächst an, dann führt er erneut hinab in ein Tal, verläuft durch einen Kiefernwald und wiederum durch Terrassenfelder. Nach rund 1,5 Stunden und einem leichten Linksschwenk ist die felsige Scharte der Boca do Risco erreicht. Aus rund 450 m Höhe schweift der Blick weit über den östlichen Teil der schroffen, weitgehend unberührten Nordküste.

Weiter geht es in Richtung Westen, über einen zunächst dicht mit Baumheide und Sträuchern bewachsenen Steig. Immer wieder wird nun dschungelartiges Grün mit lichten Abschnitten wechseln und ausgesetztes Terrain zu bewältigen sein. Der Steig nähert sich bald einer Felswand, wird schmal, schotterig und abschüssig. An schwierigen Stellen ist der Pfad in der Regel mit einem Drahtseil gesichert, falls dieses mal gerissen sein sollte, ist absolute Trittsicherheit gefragt. Ein Vermessungsstein auf Kniehöhe markiert den Felsvorsprung Ponta do Espigão Amarelo . Hier genießen Sie einen tollen Blick auf den Adlerfelsen, Penha de Águia, und das benachbarte Porto da Cruz .

Mehr als die Hälfte des Wegs und die schwierigsten Passagen haben Sie nun hinter sich, und der Charakter der Landschaft beginnt sich erneut zu ändern, beschert Ihnen Eukalyptus- und Kiefernhänge. Über ein paar Steinstufen geht es hinab zu einem tief eingeschnittenen Wasserlauf und durch zwei ähnliche kleine Schluchten. Kurz danach sehen Sie eine Erdstraße. Sie führt auf etwa gleicher Höhe weiter zu einer Scharte und links in ein Tal mit Terrassenfeldern. Noch immer laufen Sie jedoch auf einem Bergrücken parallel zur Küste, begleitet von einer Wasserrinne. Die ersten Häuser tauchen jetzt auf, die Straße ist hier bereits asphaltiert. Sie folgen ihr knapp 1 km steil bergab bis kurz vor einer Kuppe. Dort zweigt scharf rechts eine betonierte Garageneinfahrt mit Briefkästen ab. Von ihr führen links Stufen zu einem gut sichtbaren Levadaweg hinunter. Diesem folgen Sie, vorbei an Gemüsefeldern, kreuzen bald einen Erdweg und wenden sich bei einem in den Fels gebauten Stall nach links in Richtung Meer.

Über einen kleinen Kamm geht es nun erneut steil abwärts, durch ein (im Sommer) trockenes Bachbett und quer über den Hang auf eine Häusergruppe zu. Oberhalb davon stoßen Sie auf einen Treppenweg, den Sie hinuntersteigen. Halten Sie sich nun über den Hügel weiter nach links, bis Sie einen gepflasterten Weg erreichen. Eine Steinwand weist Ihnen den Abzweig nach rechts Richtung Küste. Umgehen Sie ein Bachbett mit einer eingestürzten Brücke, dann führt der Weg weiter direkt am Meer entlang. Kurz darauf ist der Uferweg von Porto da Cruz erreicht. Er führt zur Promenade mit einigen Cafés, dem Meerwasserschwimmbad und dem kleinen Hafen. Links hinauf geht es zur Kirche und zum Busbahnhof.

Rabaçal - Wasserzauber und wildes Grün

Cascata do Risco und 25 Fontes heißen die beiden schönsten und beliebtesten Ziele von Rabaçal ; erwandern Sie beide nacheinander, so ergibt sich ein kleiner Rundweg. Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz von Rabaçal , an der Straße von Paúl da Serra gelegen. Von hier geht es zunächst etwa 30 Minuten einen zwar geteerten, aber für Autos gesperrten Weg hinab zum Forsthaus von Rabaçal . Hier befinden sich Picknickplätze, Toiletten und eine kleine staatliche Herberge für angemeldete Wanderer. Wegweiser erleichtern die Orientierung für verschiedene Wandertouren: Sie wählen den breiten, ebenen Weg der Levada do Risco . Nach kurzer Zeit treffen Sie auf die Abzweigung zur Levada der 25 Quellen, Sie gehen aber weiter entlang der Levada do Risco, bis nach etwa einer Viertelstunde rechts ein gesicherter Pfad abzweigt. Er führt in den Kessel der Cascata do Risco und mündet schließlich auf einer Aussichtsterrasse . Sie sind am ersten Ziel, staunen über den Tropfenschleier des Wasserfalls, der die hohe Felswand überzieht.

Zurück geht es zunächst auf demselben Weg. Weiterzulaufen unter der Kaskade und durch einen Tunnel empfiehlt sich nicht, diese Richtung ist aus Sicherheitsgründen nach wenigen Metern gesperrt. Wieder an der Abzweigung zu den 25 Quellen angekommen, biegen Sie rechts ab. Über Steinstufen, Kehren und eine zweite Treppe erreichen Sie die Levada das 25 Fontes . Folgen Sie ihr entgegen der Fließrichtung. Rechts liegt nun bald ein Aussichtspunkt, von dem man den weiteren Verlauf der Levada sehen kann und hinabblickt ins Tal.

Wo der Wasserlauf im Berg verschwindet, weisen Steinstufen mit Holzgeländer den Weg zu einer Brücke, über die es wieder hinaufgeht zur Levada. Kurz hinter diesem Punkt können Sie hinabschauen in den Risco-Kessel. Am Levadamäuerchen entlang gehen Sie am Hang, der nur durch Baumheide gesichert ist, bis zu einem Plateau, von dort dann in einer Rechtskurve hinein ins Tal der 25 Quellen. An dieser Stelle geht geradeaus der Steig hinunter zur Levada da Rocha Vermelha. Sie aber folgen weiter dem Wasserlauf bis zu einer zweiten Brücke, an der Sie sich mit der breiteren Levada nach rechts wenden. Nach wenigen Metern öffnet sich ein Talkessel, und Sie stehen am Ort der 25 Quellen, 25 Fontes . In den trockenen Sommermonaten rieselt ihr Nass allerdings höchstens spärlich über die Felsen. Im Rest des Jahres dürfen Sie aber hoffen, dass das Wasser ordentlich herunterplätschert. Hier haben Sie sich nun Ihr Picknick verdient und können die Natur in Ruhe genießen, wenn nicht allzu viele Gleichgesinnte denselben Gedanken hatten.

Zurück geht es erst einmal auf demselben Weg. An der Abzweigung zum Forsthaus gehen Sie nun weiter geradeaus und folgen der Levada das 25 Fontes weiter talwärts. Sie führt durch eine schmale Felsscharte und kurz darauf zu einer Treppe aus rotem Tuffgestein. Diese windet sich links hinauf zur Levada do Risco . Nach der Überquerung der Levada heißt es noch weiter Treppensteigen, bis der Vorplatz des WC-Häuschens am Rabaçal -Haus erreicht ist. Vorbei am Haus gelangen Sie wieder zur geteerten Zufahrtsstraße, die zurück zum Wanderparkplatz von Rabaçal führt.

Der Südwesten - Madeiras Sonnenküste

Die Tour startet am Morgen in Ribeira Brava , der Handelsstadt an der Mündung des gleichnamigen Flusses. Nach einem kurzen Besuch auf dem Markt, einer süßen Stärkung in einer der Pastelarias an der Uferpromenade und einem Blick in die barocke Kirche Igreja de São Bento, geht es los, immer gen Westen. Die Küstenstraße ist allerdings auf den ersten drei Kilometern nicht mehr befahrbar, sodass Sie ein kurzes Stück zurück Richtung Schnellstraße fahren müssen, um dann am Ortsausgang im Kreisverkehr in den Tunnel Richtung Ponta do Sol /Calheta (VR3) abzubiegen. Sie durchfahren den Bananenanbauort Lugar de Baixo, der in den letzten Jahren durch die völlig fehlgeplante Marina traurige Berühmtheit erlangt hat. Die halb fertige Bauruine ist noch immer zu sehen, auch wenn das Meer schon sehr am vielen Beton kratzt. Nach einem weiteren Tunnel ist das hübsche Städtchen Ponta do Sol erreicht. Die ausgebaute Schnellstraße dürfen Sie nun verlassen, stattdessen fahren Sie direkt am Meer entlang, über die alte Regionalstraße ER101. Dafür müssen Sie am Kreisverkehr von Ponta do Sol links in Richtung Kirche abbiegen. Hier lohnt sich ein Stopp und ein kleiner Spaziergang durch den liebevoll hergerichteten Ortskern.

Der folgende Straßenabschnitt ist mit Sicherheit einer der spektakulärsten der Insel: durch alte Felstunnel, links das Meer, rechts die Steilwand, und manchmal sogar eine kostenlose Autowäsche durch einen der Wasserfälle, die hier herunterkommen. Madalena do Mar lebt hauptsächlich vom Bananenanbau, man sieht auf jedem noch so kleinen Quadratmeter Bananenplantagen. Weiter geht es Richtung Calheta. An der Abzweigung zur Schnellstraße (VR3) wählen Sie die alte Regionalstraße (ER101), die direkt zum Strand von Calheta führt. Hier ist eine Badepause angesagt, der goldene Sand wurde schließlich extra aus Afrika hier angeliefert, um auch der Südwestküste einen Badestrand zu bieten. Auch ein Besuch der alten Zuckermühle lohnt sich. Calheta ist bis heute eine der wichtigsten Regionen für den Zuckerrohranbau auf Madeira, auch wenn aus Zucker heute fast nur noch Aguardente für die Poncha gebrannt wird.

Nach Calheta schlängelt sich die Regionalstraße ER 222/223 durch die etwas höher gelegene Ortschaft Estreito da Calheta und dann wieder hinunter zum Meer. In Jardim do Mar trifft sich die Surferszene, hier gibt es die besten, aber auch anspruchsvollsten Wellen der Insel. Der Ort ist geprägt von der Präsenz der Wellenreiter, es gibt loungige Cafés, wie beispielsweise Joe's Bar. Ein langer Tunnel verbindet Jardim do Mar mit dem Fischerdorf Paúl do Mar . Besonders lecker ist der frische Fisch im Restaurant Xama, hier ist der optimale Stop für eine Mittagseinkehr.

Am westlichen Ortsausgang beginnt eine steile Serpentinenstraße, die sich hinauf nach Fajã da Ovelha schlängelt. Ab hier führt der Weg nicht mehr an der Küste entlang, sondern in vielen Kurven durch die Ortschaften auf den höher gelegenen Plateaus, bis schließlich der westlichste Ort Madeiras, Ponta do Pargo erreicht ist. Mächtig erhebt sich der Leuchtturm an der Westspitze, und im Leuchtturmmuseum wird über die Geschichte der Leuchttürme auf Madeira berichtet. Im gemütlichen Teehaus am Leuchtturm schweift der Blick über das Meer, bevor es wieder auf die Kurvenstrecke der ER101 geht.

In Teleférico das Achadas da Cruz verbindet eine Teleférico das Achadas da Cruz den Ort mit den Feldern auf der an der Küste gelegenen Fajã. Hier unten fühlt es sich wirklich an wie am Ende der Welt. Besonders romantisch lässt sich von dort aus der Sonnenuntergang beobachten, allerdings fährt im Sommer die letzte Gondel um 20 Uhr, im Winter schon um 18 Uhr.

Zurück auf der Hauptstraße stößt nach kurzer Zeit die ER110 von Paúl da Serra kommend dazu. Es geht aber weiter geradeaus, über Santa mit seinem schönen Aussichtspunkt hinunter nach Porto Moniz . Hier endet die Tour. Wenn Sie möchten, erfrischen Sie sich noch einmal in den Meeresschwimmbecken des Orts, oder Sie beenden den Tag mit einer großen Portion lapas grelhadas (gegrillte Napfschnecken) in einem der Restaurants.

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Sara Lier reist seit Jahren regelmäßig nach Madeira und freut sich jedes Mal aufs Neue über die üppige Natur und die herzlichen Menschen, die fast nichts aus der Ruhe bringt. Als Studienreiseleiterin darf sie ihren Gästen die Schönheiten der Insel zeigen und genießt dabei selbst ganz nebenbei diese Perle des Atlantiks – auf ausgedehnten Wanderungen, bei einem rustikalen Essen oder in der Unterwasserwelt.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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