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Reiseführer Ligurien:Special

Wanderroute „Alta Via“

440 km durch die Bergwelt Liguriens

Eine schöne Strecke führt als Höhenwanderweg durch die ligurischen Berge, die Alta Via dei Monti Liguri. Sie reicht von Ventimiglia im Westen an der französischen Grenze bis nach Ceparana, ein paar Kilometer nördlich von La Spezia. Die 440 km lange Route, die dem Gebirgskamm der ligurischen Alpen folgt und in 44 Tagesetappen aufgeteilt ist, ist bestens markiert (rotweißrotes Rechteck mit mittigem AV), mit Berghütten versehen und bietet immer wieder herrliche Weitblicke. Im Buchhandel erhalten Sie den detaillierten Wanderführer „Der Höhenweg der ligurischen Berge“ (18 Euro). Die Website www.altaviadeimontiliguri.it begleitet die Route mit praktischen Infos.

Beppe Grillo

Italiens berühmtester Blogger kommt aus Genua

Offenbar hat Beppe Grillo das typisch ligurische mugugnare (kritisieren, skeptisch an allem herumnörgeln) im Blut. Angefangen hat er, wohnhaft im schönen Genueser Vorort Nervi, als Komiker, doch mit den Jahren hat er sich zu Italiens schärfstem Kritiker der Machenschaften in Politik, Industrie und Medien entwickelt. Seine Reden auf den Plätzen der italienischen Städte haben 2007 anlässlich seiner Kampagne Vaffanculo-Day („Leck-mich-Tag“) mehr als anderthalb Millionen Menschen mobilisiert. Sein Blog www.beppegrillo.it wird durchschnittlich 200000-mal am Tag aufgerufen, was ihn zu einem der zehn meistangeklickten Blogs weltweit gemacht hat. Ihm wird Demagogie und Antipolitik vorgeworfen. Zugleich gehören seine Mitstreiter zu den aktivsten Organisatoren von über das Web gesteuerten Aktionen und Demonstrationen: http://beppegrillo.meetup.com. Und Dutzende gegen ihn angestrengte Verleumdungsklagen hat er gewonnen.

Das große Brutzeln

Die Megafritteuse im Hafen von Camogli

Man kann es kaum glauben, muss es einfach mal gesehen haben: In der größten Pfanne der Welt - 4 m im Durchmesser und mit einem stattliche 6 m langen Pfannenstiel - werden 1000 kg in der Nacht zuvor gefangene Fische und Meeresfrüchte in 1000 l siedendem Öl frittiert. Daran essen sich am zweiten Maiwochenende mindestens 10000 Menschen satt - im Namen von San Fortunato, dem Schutzpatron von Camogli, dessen Silberbüste in feierlicher Prozession durch die hübschen Gassen getragen wird. Und nicht nur in der Megapfanne, sondern an allen Straßenecken wird gebrutzelt - wie immer, wenn es in Italien etwas zu feiern gibt.

Cinque-Terre-Card

Preiswert von Dorf zu Dorf mit der Eisenbahn

Im Cinque-Terre-Gebiet kann man bestens aufs Auto verzichten (das Parken kostet 12-20 Euro pro Tag!), denn es gibt eine hervorragende und preiswerte Zugverbindung zwischen den Dörfern und darüber hinaus, nach Levanto und La Spezia. So kann man mit dem Zug in wenigen Minuten z.B. von Manarola zum Essen nach Vernazza fahren oder an den Strand nach Monterosso oder Levanto, ins Museum nach La Spezia - und das ab dem Morgengrauen bis nach Mitternacht. Wer dieses Angebot häufiger nutzen will, für den lohnt sich die Cinque-Terre-Card, die Sie an jedem der Bahnhöfe bekommen: 8,50 Euro/Tag, 19,50 Euro/3 Tage, 36,50 Euro/7 Tage. Mit der Card können Sie außerdem gratis den Küstenwanderweg Nr. 2 zwischen Monterosso und Riomaggiore (mit der Via dell'Amore) benutzen, der sonst 5 Euro kosten würde, und die kleinen Shuttlebusse von den Bahnhöfen in die Ortskerne.

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Seit den Achtzigerjahren pendelt die Reiseführerautorin zwischen Deutschland und Italien. Eine Region, in die es sie immer wieder zieht, ist Ligurien. Sie begeistern die bunten Küstenstädtchen, das milde Klima, die Pflanzenpracht, die Luft voller Düfte der Pinien, des Thymians, des Meers. Und das alles vor der Kulisse der Berge - ein herrliches Wandergebiet mit Ausblick!

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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