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Reiseführer Lausitz - Spreewald:Bloss nicht

Worauf Sie bei Ihrer Reise in die Lausitz achten sollten

Mückenschutz vergessen

Mückenschutzmittel bei der Fahrt in den Spreewald nicht vergessen! In manchen Jahren kann die Stechmücke die Freude einer Kahnfahrt erheblich beeinträchtigen. Auf die alte Spruchweisheit der Einheimischen, "spielen zu Weihnachten die Mücken, wird Sie zu Johannis (24.Juni) Kälte zwicken", sollten Sie nicht unbedingt vertrauen.

Vorfahrt missachten

Paragraph 1 des Spreewald-Knigges lautet, dass die Kähne immer Vorfahrt vor Paddelbooten haben. Wer das missachtet, dem drohen die Fährmänner mit dem Rudel, der langen Eschenholzstange.

Ohne Genehmigung angeln

Wer ohne Erlaubnisschein angelt, begeht Fischwilderei. Das Schwarzfischen wird als Ordnungswidrigkeit geahndet und kann mit Geldstrafen bis zu 500 Euro bestraft werden. Die Fischmeister haben als Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft polizeiliche Befugnisse.

Einbruchgefahr missachten

Große Flächen der Lausitz sind Bergbaugebiet. Respektieren Sie die Schilder "Lebensgefahr" unbedingt, denn schnell können Sie auf den Kippen ins Rutschen kommen oder in verdeckte Gruben einbrechen!

Felsen hochkraxeln

Versuchen Sie bitte nicht, die Felsen im Zittauer Gebirge hochzukraxeln. Sie sind aus Sandstein und bröckeln deshalb sehr leicht, was rasch zu Abstürzen führen kann. Klettern sollte Bergsteigern vorbehalten bleiben, es sei denn, ein ortskundiger Experte befindet sich an Ihrer Seite.

Naturfrevel begehen

In den Naturschutzgebieten sowie den Zonen I und II der Biosphärenreservate Spreewald und Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist der Mensch Gast der Natur. Beeren, Pilze, Kräuter und Mineralien dürfen hier nicht gesammelt werden. Ärger gibt es auch, wenn Sie die Wege verlassen, die Wiesen betreten, angeln oder Ihren Hund frei laufen lassen.

Ohne Landkarten losziehen

Begeben Sie sich auf keinen Fall ohne Wasserwegekarte in das Spreewaldlabyrinth. Gute Karten nennen die Namen der Fließe, die Schleusen sind eingezeichnet. Wie diese bedient werden, finden Sie selten in den Karten, sondern meist auf Schildern an den Bauwerken. Im Zittauer Gebirge ist die Wegemarkierung sehr gut, dennoch empfiehlt es sich, auf jeden Fall eine Wanderkarte mitzuführen.

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Die Lausitz kennen die Reisejournalisten Kerstin Sucher und Bernd Wurlitzer (www.tourismus-journalisten.de) seit ihrer Kindheit. Immer wieder zieht es sie hierher. Beim Bummel durch die mittelalterlichen Städte und in der einzigartigen Spreewaldnatur vergessen sie mitunter, dass sie nicht zum Vergnügen, sondern zum Arbeiten hergekommen sind.

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Quelle: www.marcopolo.de