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Reiseführer Languedoc-Roussillon:Special

Das Klima im Blick

Handeln statt reden

Reisen bereichert und verbindet Menschen und Kulturen. Jedoch: Wer reist, erzeugt auch CO2. Dabei trägt der Flugverkehr mit bis zu 10 % zur globalen Erwärmung bei. Wer das Klima schützen will, sollte sich somit nach Möglichkeit für die schonendere Reiseform (wie z.B. die Bahn) entscheiden. Wenn keine Alternative zum Fliegen besteht, so kann man mit atmosfair handeln und klimafördernde Projekte unterstützen.

atmosfair ist eine gemeinnützige Klimaschutzorganisation.

Die Idee: Flugpassagiere spenden einen kilometerabhängigen Beitrag für die vonihnen verursachten Emissionen und finanzieren damit Projekte in Entwicklungsländern, die dort helfen den Ausstoß von Klimagasen zu verringern. Dazu berechnet man mit dem Emissionsrechner auf www.atmosfair.de wie viel CO2 der Flug produziert und was es kostet, eine vergleichbare Menge Klimagase einzusparen (z.B. Berlin-London-Berlin: ca. 13 Euro). atmosfair garantiert, unter der Schirmherrschaft von Klaus Töpfer, die sorgfältige Verwendung Ihres Beitrags. Auch der MairDumont Verlag fliegt mit atmosfair.

Unterstützen auch Sie den Klimaschutz: www.atmosfair.de

Tatort Cevennen

Noch heute spukt die „Bestie von Gévaudan“

Eine Fabelgestalt verbreitete im 18. Jh. Angst und Schrecken in den Cevennen: la Bête du Gévaudan. Das haarige, wolfsähnliche Ungeheuer spukt immer noch, heute auch im Dienst des Tourismus: als Plakat- und Postkartenillustration. Letztlich steht man vor einem Rätsel. Sicher ist nur, dass die Gegend von Gévaudan zwischen 1764 und 1767 von einem blutrünstigen Ungeheuer heimgesucht wurde, das rund 50 Menschen getötet haben soll. Erst als der Bauer Jean Chastel im Juni 1767 mit geweihten Kugeln loszieht - und einen Wolf erlegt -, hört der Schrecken auf. Die Geschichte wurde mehrmals verfilmt. Sie hat z.B. Christophe Gans zu seinem Thriller „Pakt der Wölfe“ inspiriert, einer sehr freien Interpretation der Legende. Auch der Regisseur Patrick Volson hat den Stoff verfilmt: „Die Bestie der alten Berge“ vermengt überlieferte Tatsachen mit Aberglauben, der sich um den Wolfsmythos rankt. Hintergrund ist der Glaubenskrieg in Frankreich unter Ludwig XV.: Die überwiegend katholische Bevölkerung findet in einem vermeintlich hugenottischen Schmied einen willkommenen Sündenbock. Ein junger Arzt glaubt als Einziger an dessen Unschuld und versucht, den Vorfällen auf den Grund zu gehen ...

Eine Stadt der Zukunft

Mit der Tram durch Montpellier

Nicht allein mit futuristischen Glanzleistungen der Architektur macht Montpellier von sich reden. Die Stadt wird immer wieder ihrem Ruf gerecht, mit innovativen Ideen zu überraschen. Dazu gehört die Einführung der guten alten Straßenbahn im Jahr 2000. Aber hier ist sie in ihrer Kombination von modernster Technologie und wegweisendem Design ein kleines Kunstwerk. Dabei wurden die Stadtväter von der Idee geleitet, dass die Tram auch als touristische Attraktion genutzt wird, mit der sich ihre Stadt ohne Stress erleben lässt. Die Strecke von der zentralen Place de la Comédie Richtung Osten ist besonders interessant. Vorbei am weitläufigen, neoklassizistisch gestylten Komplex Antigone geht es 15 km aus der Stadt hinaus bis zur vorläufigen Endstation Odysseum. Hier warten das hypermoderne Ensemble von Végapolis mit seinem Eislaufpalast, das ultimative Planétarium Galilée, der Kinokomplex Gaumont Multiplex und andere Attraktionen auf Besucher.

Weiter zu Kapitel 1

Peter Bausch hat seit über 35 Jahren seinen zweiten Wohnsitz in Südfrankreich. Der Journalist, der acht Monate im Jahr in der Redaktion der Sindelfinger Zeitung arbeitet, ist regelmäßig im Languedoc-Roussillon unterwegs. Der Schwabe schätzt die mediterrane Küche, die Weine, die grandiosen Landschaften und die Gastfreundschaft der Menschen zwischen einsamen Hochebenen und quirligen Städten.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de