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Reiseführer Kroatische Küste - Istrien:Einkaufen

Olivenöl, Wein und Fleur de Sel: Die lohnendsten Mitbringsel sind kulinarischer Natur

Das Angebot an kunsthandwerklichen Souvenirs in Istrien und Kvarner ist eher klein und nicht besonders originell. Dafür entschädigen die vielfältigen Produkte, die istrische Bauern, Winzer, Hausfrauen und Imker auf lokalen Märkten, am Straßenrand oder in geprüfter Qualität in Delikatessenläden verkaufen. Viele Adressen und weitere Infos finden Sie hierzu auch unter www.istria-gourmet.com.

Hausgemachtes

In Slowenien wie in Kroatien gilt es als höchstes Prädikat, wenn etwas hausgemacht ist. Vielen ist das einfache Olivenöl vom Nachbarn lieber als der preisgekrönte Edeltropfen. Entlang der Hauptstraßen bauen die Freizeiterzeuger in der Saison ihre Stände auf und verkaufen vom Steinpilz bis zu Früchten in Schnaps, vom Öl in Plastikkanistern bis zum Honig, von frisch geernteten Kartoffeln bis zum selbst gebackenen Kuchen alles, was sie gesammelt, eingelegt oder zubereitet haben. Die Adressen professioneller landwirtschaftlicher Unternehmen, bei denen es u. a. Wein, Öl, den luftgetrockneten Schinken pršut und sogar Lavendel zu kaufen gibt, liefern Broschüre und App Istra Gourmet (istria-gourmet.com).

Morčić

Ein dunkelhäutiger Turbanträger als Wahrzeichen Rijekas? Woher die seit Jahrhunderten überlieferte Tradition stammt, Halsketten, Ohrringe und Broschen mit dem morčić zu schmücken, wissen Rijekas Goldschmiede nicht mehr - doch wie das emaillierte Köpfchen anzufertigen ist, das beherrschen sie ebenso gut wie ihre Großväter. Ein hübsches, originelles Souvenir!

Olivenöl

Schilder mit der Aufschrift olje (slow.) bzw. ulje (kroat.), also Öl, weisen entlang der Straßen auf Bauernhöfe hin, die selbst gepresstes Olivenöl verkaufen. Neben den einfachen, bäuerlichen Betrieben gibt es mittlerweile auch zahlreiche ambitionierte Produzenten, deren Öle internationale Preise gewonnen haben und deren Höfe eine eigens aus der Taufe gehobene "Straße des Olivenöls" verbindet.

Salz

In den slowenischen Salinen von Sečovlje und in den kroatischen auf Pag wird heute noch mit traditionellen Methoden Salz durch Meerwasserverdunstung gewonnen. Dieses absolut saubere Naturprodukt ist preiswert - zu kaufen entweder direkt an den Salinen, in Supermärkten oder im Laden von Piranske Soline (Ul. IX. Korpusa 2) in Piran. Übrigens können Sie hier auch Fleur de Sel (slowenisch: solni cvet) bekommen, das kostbare Produkt der ersten Salzblüte aus pyramidenförmigen Kristallen, ohne das kein Küchenchef von Welt heutzutage mehr auskommt. Es verleiht Speisen einen unvergleichlichen Geschmack.

Trüffeln

Im Spätherbst sind in der Region um Motovun Trüffelsucher mit eigens abgerichteten Hunden unterwegs. Die kostbaren weißen und nicht ganz so teuren schwarzen Trüffeln haben das Dorf Livade und den Trüffel-Unternehmer Giancarlo Zigante (www.zigantetartufi.com) berühmt und Letzteren reich gemacht. Allein 600 lizenzierte Trüffelsucher arbeiten für ihn. Zigante ist aber nicht der Einzige, der in Istrien Trüffeln verkauft. In Buzet, Motovun und anderen Orten weisen Schilder den Weg zu Trüffel-Verkaufsstellen, die zwar nicht so werbewirksam in Szene gesetzt, aber mindestens ebenso authentisch sind. Weiße Trüffeln werden zwischen Oktober und Dezember gefunden, schwarze das ganze Jahr über. Die Preise variieren kaum: 10 g weiße Trüffel kosten um 30 Euro.

Wein

Viele slowenische und kroatische Winzer aus Istrien und dem Kvarner pflegen heimische Weinsorten. Die roten Teran und Refošk sowie der weiße Malvazija sind mittlerweile international gesuchte Tropfen. Weinstraßen führen zu Winzern und Kellereien, in denen Besucher Weine verkosten und kaufen können, doch erwarten Sie keine Schnäppchen! Die Preise sind durchaus gehoben. Eine Liste von Adressen bietet Istra Gourmet; telefonische Voranmeldung ist zu empfehlen.

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Die Ethnologin und Reisebuchautorin Daniela Schetar reizten zunächst fremde Kulturen. Doch als sie erstmals wieder in ihre Heimat Istrien zurückkam und den Duft der Macchia einsog, waren sie wieder da: die Begeisterung für die venezianischen Städtchen, die Faszination der kargen Felsrücken der Insel Cres, die Liebe zu Landschaften und Menschen am Schnittpunkt kroatischer, slowenischer und italienischer Kultur.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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