bedeckt München

Reiseführer Kroatische Küste - Istrien:Bloss nicht

Folgende Risiken und Fettnäpfchen sollten Sie besser vermeiden

Offenes Feuer im Freien

In Kroatien und Slowenien herrscht im Sommer z. T. extrem erhöhte Waldbrandgefahr. An der kroatischen Küste wie auf den Inseln ist jede Art von offenem Feuer von Juni bis Okt. untersagt. Werfen Sie nie brennende bzw. glimmende Gegenstände oder Glas in die Umwelt. Wenn Sie ein Feuer entdecken, melden Sie es umgehend über Tel. 112!

Die Bora unterschätzen

Glücklicherweise weht der gefürchtete Fallwind Bora (slowenisch burja) in den Sommermonaten nur selten; er treibt v. a. im Spätherbst und Winter sein Unwesen. Doch jeder Wassersportler sollte sich über die Wetterlage informieren, bevor er sein Boot losmacht oder aufs Surfbrett steigt. Der Wind treibt die Wellen vom Land weg und macht es selbst größeren Booten schwer, gegen diesen Sog zu bestehen.

Ohne Badeschuhe

Sie schmälern zwar das Vergnügen am Schwimmen, schützen Kinder- und Erwachsenenfüße dafür aber zuverlässig vor scharfkantigem Gestein und den heimtückischen Nadeln des Seeigels, die sich wie Widerhaken in die Haut bohren.

Mit dem Auto in die Stadt

In der Hauptsaison ist es fast unmöglich in den Zentren der Küstenorte einen Parkplatz zu finden. Am besten verzichten Sie auf das Auto und leihen sich ein Fahrrad oder nutzen die Touristenbahnen, die zwischen Hotels und Zentrum verkehren. Häufig gibt's auch gute Busverbindungen; Fahrpläne haben Touristenbüros und Hotelrezeptionen.

Steinbohrermuscheln essen

Die datteri genannten Muscheln sind vom Aussterben bedroht und stehen unter strengem Naturschutz. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass sie in Restaurants hinter vorgehaltener Hand angeboten werden. Keine Frage, dass man in diesem Fall ablehnt und lieber kapešante, Jakobsmuscheln, wählt.

Politische Gespräche führen

Ein Thema ist in Kroatien besonders delikat und bringt die sonst so freundlichen Kroaten schnell in Rage: die Verwicklung der kroatischen Seite in Kriegsverbrechen während der Balkankriege, als das Land in den 1990er-Jahren gegen die restjugoslawische Armee um seine Unabhängigkeit rang. Viele negieren die begangenen Gräuel oder sehen in ihnen Maßnahmen der legitimen Selbstverteidigung. Deshalb wurde der Freispruch der in Kroatien als Helden gefeierten Generäle Ante Gotovina und Mladen Markač, die vom UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag wegen der Vertreibung von 200000 Serben angeklagt waren, enthusiastisch gefeiert. Wenn das Gespräch auf die Balkankriege kommt, hält man sich mit allzu kritischen Kommentaren besser zurück.

Weiter zu Kapitel 8

Die Ethnologin und Reisebuchautorin Daniela Schetar reizten zunächst fremde Kulturen. Doch als sie erstmals wieder in ihre Heimat Istrien zurückkam und den Duft der Macchia einsog, waren sie wieder da: die Begeisterung für die venezianischen Städtchen, die Faszination der kargen Felsrücken der Insel Cres, die Liebe zu Landschaften und Menschen am Schnittpunkt kroatischer, slowenischer und italienischer Kultur.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

Zur SZ-Startseite