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Reiseführer Kroatische Küste - Dalmatien:Erlebnistouren

Jeder Zipfel dieser Erde hat seine eigene Schönheit. Wenn Sie Lust haben, die einzigartigen Besonderheiten dieser Region zu entdecken, wenn Sie tolle Tipps für lohnende Stopps, atemberaubende Orte, ausgewählte Restaurants oder typische Aktivitäten bekommen wollen, dann sind diese maßgeschneiderten Erlebnistouren genau das Richtige für Sie. Machen Sie sich auf den Weg und folgen Sie den Spuren der MARCO POLO Autoren.

Dalmatien perfekt im Überblick

Tag 1

Nach dem Frühstück verlassen Sie das lebhafte Zadar und folgen der Adria-Magistrale E65 nach Südosten. Im 30 km entfernten Biograd na Moru sollten Sie schon die ersten Badestopps einplanen, genießen Sie das Meer am belebten Strand Dražica an der Biograder Riviera oder direkt in der Bucht von Crvena Luka - mit sandigem Abschnitt. Checken Sie dort im gleichnamigen Crvena Luka ein. Am Nachmittag bleibt Zeit für einen Abstecher ins wenige Kilometer südlich gelegene Pakoštane, wo Sie in der Konoba Pakoštanac den lokalen Rotwein Babić probieren sollten.

Tag 2

Brechen Sie am nächsten Tag möglichst um 9 Uhr auf. 50 km auf der Adria-Magistrale sind es bis Šibenik mit seiner faszinierenden Renaissancearchitektur. Mit Blick auf die Kathedrale schmeckt das Mittagessen im Restaurant Gradska Vijećnica. Die D56 bringt Sie landeinwärts 30 km weiter nach Skradin zum Nationalpark Krka , in dem Wanderer ein Paradies inmitten der Schluchten und Kaskaden des gleichnamigen Flusses finden. Zurück in Šibenik fahren Sie auf der E65 50 km nach Süden bis Trogir , dessen Kathedrale Sv. Lovro mit ihrem romanischem Portal begeistert. Für die Übernachtung wählen Sie am besten das Altstadthotel Pašike und essen im Restaurant Alka zu Abend.

Tag 3

Ab Trogir führt die E65 entlang der Straße der Kastelle, benannt nach weithin sichtbaren festungsartigen Bauten aus dem 15. und 16. Jh. Nach 30 km erreichen Sie Split mit seinen Museen, Geschäften, Cafés und dem Diokletianpalast, den Sie einfach gesehen haben müssen. Im 29 km südlich an der E65 gelegenen Omiš sollten Sie übernachten.

Tag 4

Wagen Sie am nächsten Tag ein Abenteuer: Die Agentur Kentona organisiert Raftingtouren in der Cetina-Schlucht . Nach der rasanten Fahrt belohnen Sie sich mit einem deftigen Essen in der Wassermühle Radmanove mlinice , einem Ausflugslokal im Mosor-Gebirge.

Tag 5

Nach einer zweiten Übernachtung in Omiš geht es am nächsten Tag immer am Meer und auf der Adria-Magistrale entlang nach Süden bis zur Makarska-Riviera mit dem traumhaften Strand Dugi rat . Hier können Sie vor der etwas längeren nächsten Etappe noch einmal die Füße in den Sand stecken. Auf der Küstenstraße passieren Sie nach knapp 90 km den Neum-Korridor, eine 5 km lange Strecke durch bosnisches Territorium (Ausweis- und Zollkontrolle!). Angekommen in Dubrovnik , in dem Sie zwei Nächte verbringen, bummeln Sie beim abendlichen korzo durch die wunderbar erhaltene Altstadt und gönnen sich ein Abendessen im Restaurant Stara Loža. Der Abend klingt in den Buža-Bars aus. An Tag 2 in Dubrovnik umrunden Sie hoch oben auf der Stadtmauer die Altstadt und besichtigen dann die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie den Rektorenpalast. Am Nachmittag nehmen Sie das Boot zur Insel Lokrum und suchen sich dort eine hübsche Badebucht. Zum Abendessen zurück in der Stadt haben Sie die Qual der Wahl - wie wäre es mit dem gemütlichen Wanda ?

Tag 7

Verlassen Sie Dubrovnik nach einer weiteren Übernachtung.Auf der E65 zurück gen Norden liegt nach 21 km das Arboretum in Trsteno, einem Herrenhaus aus dem 16. Jh. Nach weiteren 35 km müssen Sie in Mali Ston bei Bota Šare unbedingt frische Austern probieren! Die Tour führt anschließend weiter auf der D414 über die Halbinsel Pelješac ins 66 km entfernte Örtchen Viganj , wo Sie glasklares Meer und perfekte Surfbedingungen erwarten. Die passende Ausrüstung leihen Sie sich z. B. bei Water Donkey. Übernachten können Sie im Aminess Grand Azur Hotel , 6 km zurück auf der D414 Richtung Ston.

Tag 8

Am nächsten Morgen geht es auf zum Inselhüpfen - zunächst nur einen kurzen Sprung von Orebić auf die Insel Korčula . Im gleichnamigen Korčula entfaltet sich mediterraner Zauber. Im 7 km südlich gelegenen, über die Lumbarajska ulica erreichbaren Lumbarda keltert Winzer Bire auf seinem zu einem Agriturismo-Betrieb gehörenden Agroturizam Bire beste Weine mit Ökozertifikat. Zurück geht's mit der Fähre von Korčula nach Orebić. Über die Pelješac-Halbinsel kehren Sie auf gleichem Weg ca. 70 km zurück nach Ston und aufs Festland und fahren weiter auf der E65 nach Norden. Bei Drvenik stechen Sie zum zweiten Mal in See auf die Insel Hvar . Auf der kurvenreichen Straße 116 vom Fährhafen Sućuraj 77 km nach Westen fahren Sie an duftenden Lavendelfeldern, hübschen Strandbuchten und einsamen Dörfern vorbei, bevor Sie Hvar erreichen und im historischen Palace stilvoll übernachten.

Tag 9

Auf gleichem Weg zurück aufs Festland und vom Hafen Drvenik weiter die Küstenstraße E 65 nach Norden geht´s an der Makarska-Riviera entlang - springen Sie doch zwischendurch an einem der palmengesäumten Strände in die Adria! Dann setzen Sie von Makarskas Hafen mit der Fähre nach Sumartin auf der Insel Brač über. Vom Hafen folgen Sie der Straße 113 15 km landeinwärts bis Gornji Humac und biegen links auf die 115 nach Bol an der Südküste ab. Nach der langen Etappe haben Sie sich einen entspannten Nachmittag am berühmtesten Strand Kroatiens, am Goldenes Horn , wirklich verdient. Planen Sie zwei Übernachtungen im Bluesun Elaphusa.

Tag 10

Am Morgen erkunden Sie die stilleren Reize der Insel auf der Fahrt über Pučišća, ca. 20 km auf der 115 nach Norden, und Škrip, ca. 20 km auf der entlang der Nordküste verlaufenden Straße nach Westen. Auf der 113 kehren Sie die 30 km nach Bol zurück.

Tag 11

Am letzten Tag dieser Tour schnuppern Sie im quirligen Hauptort Supetar , ca. 35 km auf der 113 nach Norden gelegen, noch einmal Inselatmosphäre. Dann bringt Sie die Fähre wieder zurück aufs Festland und nach Split .

Vis’ verborgene Schätze

9:00

Starten Sie im Städtchen Vis . Die ersten 10 km führen auf der Straße 117 stetig ansteigend nach Westen. Sie fahren durch ein von Gebirgszügen eingerahmtes Tal und vorbei an der vorromanischen Kirche Sv. Mihovil, die den mit 385 m höchsten Punkt der Route krönt. Danach geht es in steilen Serpentinen bergab ans Meer und nach Komiža, wo Sie sich einen Eiscafé im Café Fabrika wirklich verdient haben. Nach 500 m auf der 117 zurück bergauf, zweigt die Straße nach Südosten ab, steigt weiter an und umfährt den höchsten Inselberg Hum (587 m). Nach 7 km weisen Schilder in Podšpilje auf die Tito-Höhle hin. Zum Höhleneingang führt die Route von hier noch 700 m nach Norden und an der Kreuzung bei Žena Glava weitere 600 m nach Westen, wo man im Weiler Borovik die Stufen erspäht, die zum Eingang der Titova špilja führen. Der Partisanenführer Josip Broz Tito hatte die letzten Monate des Zweiten Weltkriegs hier sein militärisches Hauptquartier. Nachdem Sie die Höhle auf eigene Faust erkundet haben, kehren Sie zur Kreuzung zurück und radeln wenige Meter geradeaus weiter zum Mittagessen in der Konoba Pol Murvu im Dorf Žena Glava.

13:30

Zurück auf der Hauptroute 117 führt die Straße nun oberhalb der Küste nach Osten. In der Nähe des Örtchens Plisko Polje, 4 km von Podšpilje, biegen Sie ab nach Marinje Zemlje 1,5 km weiter nach Südwesten, dann geht es zu Fuß ca. 20 Minuten steil zur Uvala Stiniva hinunter, einer nur durch ein schmales Felstor zum Meer hin geöffneten traumhaften Bucht. Genießen Sie Ihre verdiente Badepause! Zurück in Plisko Polje folgen Sie rund 1,5 km der Hauptstraße nach Osten und biegen rechts auf eine Straße ab, die bergab nach Rukavac führt. In dem kleinen Ort an einer von Grün eingerahmten Bucht machen Sie eine Bootstour zur Insel Ravnik mit der sehr schönen Grüne Höhle, die vom einstrahlenden Sonnenlicht türkisgrün gefärbt wird. Zurück auf Vis besuchen Sie einen weiteren schönen Strand, jenen in der Uvala Srebrna , der Silberbucht, 250 m westlich von Rukavac.

18:00

Wieder zurück am Weiler Podstražje, folgen Sie der Straße ca. 5 km nach Osten bis zur Abzweigung einer unbefestigten Piste, biegen hier nach rechts und folgen dem Weg weitere 2,5 km zur Stončica-Bucht Hier erwartet Sie ein Sand- statt Kieselstrand. Vom Parkplatz führt ein Fußweg hinunter; Imbiss und Getränke bekommen Sie in der einfachen Konoba Stončica. Von Stončica die Piste zurück und auf dem Sträßchen nach Osten sind es insgesamt ca. 9 km, bis Sie wieder Vis erreichen.

Von Zadar zu Natur- spektakeln im Hinterland

Tag 1

In Zadar nehmen Sie sich Zeit für den Besuch des Archäologisches Museum und der Kirche Sv. Donat, bevor Sie die Stadt auf der 306 nach Norden verlassen und in Nin (km 16) das altkroatische Kirchlein Sv. Križ besichtigen. Nun kehren Sie 17 km nach Südosten zurück und biegen an der Kreuzung mit der E65 auf die Adriamagistrale in Richtung Rijeka ein. Über die Maslenica-Brücke sind es ca. 36 km nach Starigrad-Paklenica , das ganz im Zeichen des Bade- und Nationalparktourismus steht. Ihr Zelt schlagen Sie im Camp Vrata Velebita auf, ca. 16 km auf der E 65 nördlich von Starigrad, das zu einem Bio-Agrotourismus gehört.

Tag 2

Am nächsten Tag geht's früh zurück über Starigrad zum Haupteingang des Nationalpark Paklenica , eines wahren Wander- und Kletterparadieses. Herzstück sind die beiden Schluchten Mala (kleine) und Velika (große) Paklenica, die Wildbäche in das Karstgestein des Velebit-Gebirge gegraben haben. Die Hauptattraktion in den beiden Canyons sind die Freeclimber, die wie bunte Spinnen in den Felswänden hängen. Als besondere Herausforderung gilt die 400 m hohen Felswand Anića kuk. Die Routen variieren von Grad 3 bis 8b+. Anfänger und Eltern mit kleinen Kindern finden im Abschnitt klanci einfache Kletterrouten - doch Vorsicht, ein Helm sollte auch bei den Kleinen Pflicht sein! Wandern Sie auf dem teils leicht, teils steil ansteigenden Wanderweg in zwei Stunden durch die Schlucht Velika Paklenica, vorbei an mehreren Mühlen bis zur Hütte Lugarnica, wo Sie einfache Speisen und Getränke bekommen. Auf gleichem Weg gelangen Sie wieder zurück zum Parkeingang und übernachten ein weiteres Mal im Camp Vrata Velebita.

Tag 3

Zum nächsten Ziel kehren Sie auf der E65 zur Maslenica-Brücke zurück und biegen vor ihr links auf die mautpflichtige A1 in Richtung Karlovac und Zagreb ab, die Sie an der Ausfahrt 13 Gornja Ploča nach 48 km wieder verlassen. Über Udbina und Korenica durchquert die Bundesstraße D1 die steinige Landschaft der Krajina. Umso erstaunlicher ist beim 50 km weiter erreichten Haupteingang das üppige Grün im 200 km2 großen Gebiet des Nationalpark Plitvicer Seen , seit 1979 Unesco-Weltnaturerbe. Inmitten dicht bewaldeter Berge öffnet sich ein Talkessel, an dessen Hängen Wasserfälle und Bachläufe 16 übereinandergelegene Seen miteinander verbinden. Durch die zauberhafte Landschaft winden sich Pfade zu Highlights wie einem 76 m hohen Wasserfall. Auf dem Rundweg spazieren Sie in jeweils zwei Stunden an den oberen bzw. den unteren Seen entlang und legen im Bistro Kozjačka Draga am Kozjak-See eine Kaffeepause ein. Eine Übernachtungsmöglichkeit bietet das Hotel Jezero am Haupteingang des Nationalparks.

Tag 4

Auf dem gleichen Weg kehren Sie am nächsten Tag zurück, fahren aber auf der D1 weiter über Gračac (67 km) in Richtung Knin (weitere knapp 50 km), wo Sie auf den Fluss Krka treffen. Zwischen den Ortschaften Kninsko Polje und Skradin stehen 45 km seines Laufs unter Naturschutz. Zum Teil am Fluss entlang, oft aber auch in einiger Entfernung, gelangen Sie auf den Straßen 59 (34 km) und 56 (16 km) nach Skradin, dem Startpunkt in den 111 km2 großen Nationalpark Krka . Das kalkhaltige Wasser der Krka hat die Landschaft mit typischen Karstformationen versehen. Hier an seinem Unterlauf stürzt der Fluss über mehrere Kaskaden ins Tal. Vom Eingang fahren Sie mit dem Schiff zum 46 m hohen Wasserfall Skradinski buk , der als höchste Tuffsteinbarriere Europas gilt. Packen Sie Ihre Badesachen aus - und duschen Sie unter schäumenden Kaskaden. Ein kleines Museum mit einfacher Gastronomie dokumentiert Brauchtum und typische Trachten der Umgebung. Zurück im Fischerort Skradin übernachten Sie am besten im Mittelklassehotel Skradinski buk .

Tag 5

Am nächsten Morgen bringen Sie die D56 nach Südosten (9 km) und die D33 11 km nach Südwesten zurück ans Meer ins romantische Städtchen Šibenik . Nach so viel Natur bietet dessen Altstadt mit ihren außergewöhnlichen Baudenkmälern der Renaissance und des Barock und der schicken Weinbar Vino i Ino architektonischen wie kulinarischen Genuss. Beschließen Sie die Tour mit einem Tag am Strand und buchen ein Apartment im Solaris Beach Resort.

Zu Besuch bei Winzern und Olivenbauern

Tag 1

Start der Genusstour ist gegen 10 Uhr morgens in Split . Die Autofähre 604 der Jadrolinija (www.jadrolinija.hr) benötigt knapp drei Stunden für die Überfahrt nach Vela Luka auf Korčula, dem früheren Ausfuhrhafen für die auf der Insel produzierten Weine und Öle. Die Uljara Zlokić presst hier international prämierte Olivenöle. In einer der Ölmühle angeschlossenen Sammlung sehen Sie Werkzeug und Arbeitsgerät des Olivenanbaus, kosten sollten Sie die Zlokić-Öle natürlich auch. Danach geht's 10 km auf der 118 durch Olivenhaine nach Osten und an der Kreuzung mit der Ulica 1 auf dieser südwärts 2 km bis Blato. Dort biegen Sie in Richtung Prizba an der Südküste ab. Entlang der aussichtsreichen Küstenstraße von hier gen Osten ins 8 km entfernte Brna dümpeln winzige Inselchen vor tief eingeschnittenen, geschützten Buchten. In Brna angekommen, bietet sich als Übernachtungsstopp das Aminess Lume Hotel an, ein gutes, ruhig gelegenes Mittelklassehaus.

Tag 2

Von Brna führt die Tour am nächsten Tag landeinwärts nach Nordosten ins 4 km entfernte Smokvica, dem Zentrum des Weinanbaus der Sorten Pošip und Rukatac, leichten und frischen Weißweinen. In der Kellerei Toreta probieren Sie Tropfen von besonderer Qualität. Die folgenden 16 km auf der 118 bis nach Pupnat haben's in sich! Die Straße schlängelt sich teils schwindelerregend oberhalb der Küste entlang nach Pupnatska Luka (11 km), wo ein Badestopp an einer der schönsten Buchten von Korčula einfach ein Muss ist. Ein paar Kilometer weiter gönnen Sie sich in Pupnat ein deftiges Mittagessen in der Konoba Mate. Gleich neben der Kirche und eingerahmt von Weinreben tischen die Gastgeber nur selbst Erzeugtes auf. Lassen Sie die romantische Atmosphäre dieses kleinen Städtchens auf sich wirken. Nach weiteren 11 km auf der Hauptstraße D118 erreichen Sie den Ort Korčula , den zweiten Übernachtungsstopp.

Tag 3

Am folgenden Morgen setzen Sie mit der Fähre nach Orebić auf Pelješac über. Die Passage ist kurz und bietet den schönsten Blick auf Korčulas Altstadt. Orebić selbst ist ein altes Seefahrerstädtchen, doch sobald Sie über die Hauptstraße 414 in Richtung Donja Banda die Küste verlassen und über eine Hügelkette das Binnenland erreichen, sind die Weingärten nicht mehr zu übersehen. Da der Boden karg und steinig ist, werden die Reben auf kleinen Feldern gepflanzt, die zum Schutz vor dem Wind von hohen Trockensteinmauern umgeben sind. 2 km nach Donja Banda erreichen Sie das 20-Seelen-Dorf Prizdrina mit seinen alten Steinhäusern. Der bekannte Winzer Mario Bartulović lässt sich in seinem Weingut Bartulović gerne über die Schulter schauen. Aus der süddalmatinischen Rebsorte Plavac Mali keltert er exzellente Rote der Marke Bartul. Da Mario gerne auch sportlich unterwegs ist, nimmt er Übernachtungsgäste mit zu seinen Weintouren auf Mountainbikes (ab 500 Kuna pro Person | tours@bartul.com). Auf Feldwegen und durch Weingärten radelt man zu benachbarten Winzern, wo die charakteristischen Tropfen des Pelješac verkostet werden.

Tag 4

Nach der Übernachtung sind es am nächsten Tag wenige Kilometer auf der 414 nach Südosten ins Herz des Dingač-Anbaus, das Dorf Potomje . Durch einen abenteuerlichen, schmalen Tunnel, den Weinbauern in den Fels geschlagen haben, gelangen Sie an die Südküste, wo die besondere Sorte Plavac Mali an steilen Hängen reift. Die schmale Straße schlängelt sich nach Osten an den Weinterrassen entlang 8 km nach Trstenik. Der Ort ist Sitz des Weinguts Grgić Vina , das dem berühmtesten Pelješac-Winzer, Mike Grgich, gehört. Er hatte sein Glück und sein Geld in Kalifornien gemacht, bevor er in die Heimat zurückkehrte und damit begann, einen international viel beachteten Dingač zu keltern. Über den steilen Bergrücken geht's 2 km zurück nach Norden und auf einen Abstecher 5 km auf der Straße 414 nach Westen bis Pijavičino. Hier arbeitet Ivo Skaramuča auf seinem Gut Vina Skaramuča daran, bester Pelješac-Winzer zu werden. Das Besondere: Er baut seinen Dingač u.a. auch im Barrique aus, und der ist durchaus den kleinen Umweg wert. Nun folgen Sie der 414 ostwärts bis Janjina (ca. 9 km) und zur Taverna Domanoeta . Hier widmet sich ein kroatisch-italienisches Paar mit großer Leidenschaft der Aufgabe, wirklich jeden Gast zufriedenzustellen. 2 km weiter auf der 414 erreichen Sie bei Drače die Nordküste von Pelješac. Die sehr flache Bucht wird für die Muschel- und Austernzucht genutzt. Endpunkt der Tour ist Ston , wohin die 414 knapp 30 km nach Südosten führt. Dort keltert die Vinarija Miloš nicht nur den ausgezeichneten Plavac Stagnum, sie stellt außerdem auch Bioolivenöl und -tee her. Oblica und Pastrica heißen die autochthonen Olivensorten, die Frano Miloš' Öl seinen feinen, frischen Geschmack verleihen. Manche Koster meinen sogar, einen Hauch der Macchia herauszuschmecken, die so charakteristisch ist für Pelješac.

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Immer, wenn die im früheren Jugoslawien geborene Autorin nach Dalmatien kommt, macht Sie eine Fahrt mit der Küstenfähre von Rijeka nach Dubrovnik. Das stille Gleiten des Schiffs durch die Inselwelt, der Duft der Macchia, der vom Festland herüberweht, die malerischen Hafenstädte faszinieren sie jedes Mal aufs Neue und bestätigen sie in der Überzeugung: Dies ist die schönste Küste Europas.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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