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Reiseführer Korsika:Erlebnistouren

Jeder Zipfel dieser Erde hat seine eigene Schönheit. Wenn Sie Lust haben, die einzigartigen Besonderheiten dieser Region zu entdecken, wenn Sie tolle Tipps für lohnende Stopps, atemberaubende Orte, ausgewählte Restaurants oder typische Aktivitäten bekommen wollen, dann sind diese maßgeschneiderten Erlebnistouren genau das Richtige für Sie. Machen Sie sich auf den Weg und folgen Sie den Spuren der MARCO POLO Autoren.

Korsika perfekt im Überblick

Tag 1

Starten Sie möglichst früh in Bastia und nehmen Sie sich Zeit für eine Tagestour rund um das Cap Corse. Auf dem "Zeigefinger Korsikas" reihen sich genuesische Wachtürme fast von Bucht zu Bucht aneinander. An der Ostküste verläuft die Panoramastraße D 31 bis nach Miomo zunächst etwas oberhalb der Küste. Hinter Erbalunga wird es einsam, und die Straße schlängelt sich direkt an der Küste entlang bis nach Macinaggio mit seinen Stränden und einem große Yachthafen. Zum Mittagessen sorgen die reichlichen Portionen korsischer Gerichte im La Galère für die richtige Einstimmung auf einen gelungenen Korsika-Urlaub. Hinter dem Ort knickt die D 80 ins Landesinnere ab und gewährt Ausblicke tief hinunter bis zur Nordküste. Am Col de Serra erreichen Sie dann die Westküste. Ein Abstecher zu Korsikas wohl schönstem Fischereihafen Centuri-Port , Stützpunkt vieler Langustenfischer, lohnt sich unbedingt.

Die Westküste ist nun im Gegensatz zur lieblichen Ostküste deutlich rauer. In Pino fahren Sie auf einen Abstecher zum Col de Ste-Lucie , dem Startpunkt für Besteigungen des Tour de Sénèque. Auf der parallel zur Küstenstraße verlaufenden D 33 geht es aussichtsreich weiter. Auf einem spektakulären Felssporn thront der mittelalterliche Ort Nonza . Der viereckige genuesische Wachturm dort bietet einen eindrucksvollen Rundumblick. Nach der kurvenreichen Strecke rund um das Cap Corse gelangen Sie nun über das Weindorf Patrimonio an die Küste. Neben den Kellereien im Ort selbst lohnt vor allem ein Stopp im Weingut Orenga de Gaffory auf halber Strecke zwischen dem Dorf und St-Florent mit seiner malerischen Altstadt. Dort übernachten Sie im La Florentine und genießen nach einem leckeren Essen im Ind'e Lucia mitten im Ort das bunte Treiben im mondänen Yachthafen.

Tag 2

Hinter der kargen, macchiabewachsenen Landschaft des Désert des Agriates, die Sie morgens auf der D 81 durchqueren, liegen die sanften Hügel der fruchtbaren Balagne, der "Garten Korsikas". Nach einem Bummel durch den Badeort Île-Rousse , wo Sie sich mit etwas Proviant versorgen, führt eine aussichtsreiche Route über die "Balkonstraße" D 151 nach Pigna , dem Künstlerdorf Korsikas, und zum malerisch gelegenen Sant'Antonino - in beiden Orten lohnen sich Streifzüge durch die alten Gassen. Erfrischung bietet ein Glas Zitronensaft bei Familie Antonini, bevor Sie über Cateri und Calenzana nach Calvi kommen, wo Sie sich z.B. im Les Arbousiers einquartieren. Den Kontrast zur weitläufigen Sandbucht bildet die mächtige Zitadelle der Festungsstadt. Auch hier laden gute Restaurants, zahllose Cafés und Bars sowie der belebte Hafen zu einem ausgedehnten abendlichen Stadtbummel ein. Nach dem Abendessen im Pain de Sucre direkt am Strand genießen Sie die unvergleichliche Atmosphäre in der Tao-Bar und den nächtlichen Blick von der Zitadelle auf die Bucht.

Tag 3

Hinter Calvi folgt am nächsten Tag einer der einsamsten Küstenabschnitte. Nach Überquerung der Brücke über den Fango bietet sich ein Badestopp im Fango-Mündungsbereich an. Weiter auf der D 81 erreichen Sie den Golf von Porto. Der 272 m hohe Col de la Croix ist Ausgangspunkt für eine Wanderung zum Fischerdorf Girolata , das unter Denkmalschutz steht und zu dem ansonsten keine Straßen führen. Weiter auf dem Weg nach Süden liegt am gleichnamigen Golf, der Unesco-Weltnaturerbe ist, Porto mit Eiscafés und netten Restaurants - reservieren Sie einen Tisch und ein Zimmer im Belvédère. Einen Abstecher zu den faszinierenden roten Felsen der nahen Calanches de Piana sollten Sie sich nicht entgehen lassen und für den Nachmittag einplanen.

Tag 4

Die D 84 schraubt sich hoch bis zum Col de Vergio auf 1477 m. Dann liegt die Niolo-Hochebene vor Ihnen. Die einzige Ausfahrt erfolgt durch die enge Schlucht Scala di Santa Regina. Kurz darauf ist Korsikas ehemalige Hauptstadt Corte erreicht, mit ihrem authentischen Flair ideal für eine Mittagspause - das Café du Cours liegt direkt am belebten Cours Paoli. Auf der N 193 fahren Sie danach weiter bis nach Bocognano. Dort verlassen Sie die Hauptstraße und fahren auf der schmalen D 27 bis zur Brücke über den Trotto-Bach, dem Ausgangspunkt für einen Abstecher zum schönen Wasserfall Voile de la Mariée . Über Bastelica geht es dann weiter durch die Prunelli-Schlucht am Stausee entlang. Bei Cauro erreichen Sie die N 196 und folgen ihr bis in Korsikas heutige Hauptstadt Ajaccio . Übernachten Sie im Dolce Vita etwas außerhalb, aber schon an der Straße zu den Îles Sanguinaires, das ermöglicht einen Abstecher zum Kap Pointe de la Parata , das von einem Genueserturm gekrönt wird. Beim abendlichen Bummel durch Ajaccios Altstadt gibt es dann viel zu entdecken und eine große Auswahl einladender Restaurants. Reservieren Sie einen Tisch im Le 20123 und lassen Sie sich das rustikale Essen dort schmecken!

Tag 5

Nach einem frühen Bummel über den belebten Wochenmarkt in Ajaccio geht es um etwa 10 Uhr über die gut ausgebaute, aber kurvenreiche N 196 ein großes Stück nach Süden, bis nach Sartène , der "korsischsten" Stadt der Insel - warum, sehen Sie auf einem kurzen Rundgang. Ganz im Süden, schon in Sichtweite Sardiniens, ist Bonifacio , spektakulär auf einem 60 m hohen Kreidefelsen erbaut, vielleicht die "schönste Stadt Frankreichs", mindestens aber die meistfotografierte Korsikas. Spektakulär ist auch der viertelstündige Weg zum Leuchtturm, dem Phare de Pertusato mit Blick auf Sardinien (wenn Sie lieber den Wanderweg nutzen möchten, dauert es etwa eine Stunde). Nach diesem Abstecher essen Sie im Restaurant des Centre Nautique zu Mittag und betrachten entspannt von der Terrasse das bunte Treiben und die vielen Tagesbesucher am Hafen.

Fast schnurgerade führt die N 198 nun unweit der schönsten Sandstrände der Insel nach Norden, allen voran die Plage de Palombaggia . Nach ausgiebiger Badepause und einem Getränk im mondänen Strandrestaurant Tamaricciu bietet Porto-Vecchio , das "Saint-Tropez" Korsikas, gute Einkaufsmöglichkeiten und nette Cafés zum Ausklang des Tags. Die Cantina di l'Orriu verwöhnt mit korsischen Spezialitäten und Weinen. In der Nacht genießen Sie im Cala Rossa nördlich der Stadt die Ruhe.

Tag 6

Am letzten Tag geht es zurück nach Bastia. Die Nationalstraße ist gut ausgebaut, die reine Fahrzeit beträgt kaum drei Stunden, zum Flughafen schafft man das unkompliziert. Doch brechen Sie früh auf, auch wenn Ihnen noch der ganze Tag zur Verfügung steht - dann bleibt noch Zeit für die Besichtigung der römischen Ausgrabungen bei Aléria, anschließend ein Mittagessen mit Austern und Fisch am Étang de Diane und einen nachmittäglichen Badestopp an einem der endlos langen Strände der Ostküste, z. B. Moriani-Plage . Wer sich Bastia noch nicht am ersten Abend angeschaut hat, kann dies nun nachholen und sogar noch einen Strand- oder Wandertag einlegen. Den passenden Abschluss Ihrer Korsika-Woche bildet ein Abendessen mit typisch korischer Küche im Chez Vincent - toller Blick auf den alten Hafen inklusive.

Vom Meer ins Hochgebirge und zurück

9:00

Von Solenzara geht es am Ende des Orts, vor der Brücke über den gleichnamigen Fluss, auf die D 268, zunächst noch durch Macchia, doch bald werden die Bäume höher. Nach etwa 10 km kommen Sie nahe an den Fluss, dort verlocken mehrere Badeplätze dazu, schon eine erste Pause einzulegen, über die Felsen zu klettern und im klaren Wasser zu planschen. Danach fahren Sie weiter über die gewundene Straße, immer neue Panoramen vor Augen. An der Bocca di Larone geht in der ersten Kurve hinter dem Pass rechts ein Weg ab zu herrlichen Wasserfällen (2,5 km, 45 Minuten hin und zurück). Der Weg ist nicht markiert, aber gut ausgetreten. Auf der Weiterfahrt wird die Aussicht mit jeder Kurve fantastischer, bis die Gebirgsketten sich vereinen.

Dann führt die Straße hinauf in einen kühlen Nadelwald, den etwa 900 ha großen Forêt de Bavella, wo Alpenveilchen, Anemonen, Akeleien auf tiefgrünen Wiesen blühen und Laricio-Kiefern stehen, die bis zu 1000 Jahre alt sein sollen. Suchen Sie sich ein Plätzchen auf der weiten Wiese und genießen Sie die Atmosphäre am Pass; vielleicht können Sie sogar eines der scheuen korsischen Mufflons entdecken, von denen es nur noch ein paar Hundert Tiere gibt. Hier oben auf 1218 m am Col de Bavella gibt es auch einen Trinkwasserbrunnen und einen Kiosk, in dem Sie Proviant einkaufen können. Die Marienstatue Notre-Dame des Neiges (Maria Schnee) ist immer am 5. August Ziel einer Wallfahrt. Vom Parkplatz führt südlich des Passes eine ausgeschilderte einstündige Wanderung zum U Cumpuleddu, korsisch für Trou de la Bombe, dem "Bombenloch", einem imposanten, 8 m durchmessenden Loch im Fels, auf das man von einem Felstor aus einen Blick werfen kann, wenn man ein Stück hinaufklettert.

12:00

Hinter dem Pass erreichen Sie auf der D 268 rasch die hübschen Orte Levie und Zonza. In paradiesisch-ländlicher Atmosphäre genießen Sie am späten Mittag 5 km westlich von Levie im A Pignata authentische korsische Küche. Anschließend können Sie sich in Levie selbst im Musée de l'Alta Rocca über die Bronzezeitsiedlung Cucuruzzu informieren. Zu den Ausgrabungsstätten von Cucuruzzu biegen Sie 3,5 km hinter Levie in einer Kurve rechts ab, dann fahren Sie wieder 3,5 km weiter bis zu einem Parkplatz. Auf einer 1,5-stündigen Rundwanderung durch einen bemoosten Zauberwald aus Steineichen, Schwarzkiefern und Kastanien besuchen Sie die beiden in der Bronzezeit entstandenen Anlagen von Cucuruzzu und Capula . Letztere wurde zur Burg ausgebaut, war noch bis ins Mittelalter bewohnt und wird heute von einem abgebrochenen Menhir bewacht. Von beiden Siedlungen aus haben Sie schöne Blicke bis zum Bavella-Massiv.

17:00

Nun geht es zurück nach Zonza; von dort führt die D 368 Richtung Süden wieder durch herrliche Wälder. Ein hübscher Spaziergang bringt Sie zum Wasserfall Piscia di Gallo , sein Ausgangspunkt liegt ca. 3,5 km vor der Staumauer des Barrage de L'Ospedale an einem großen Parkplatz mit Kiosk. Der Weg zweigt links ab und führt durch den Wald bergab zum rund 80 m hohen Wasserfall (6 km, 1,5 Stunden hin und zurück). Von dort geht es am frühen Abend über die D 358 nach Porto-Vecchio , einem beliebten Ferienort, in dem Sie nach einem entspannten Stadt-Hafen-Bummel im Bistrot A Cantina di L´Orriu zu Abend essen können.

Steinzeit, Weingüter und Meeresstrand

9:00

Sie starten im lebendigen Urlaubsort Propriano und fahren zunächst auf der N 196 nach Norden. Noch an der Bucht biegen Sie auf die D 157 ab und kurz nachdem diese von der Küste wegführt auf die D 57 Richtung Filitosa . Für einen Besuch der dortigen Steinzeitsiedlung mit den Menhirstatuen sollten Sie ein bis zwei Stunden rechnen. Korsikas bedeutendste prähistorische Ausgrabungsstätte gibt Zeugnis von der geheimnisvollen Megalithkultur, die bis ins 6. Jt. v. Chr. zurückreicht. Um den Eingang scharen sich Stände einiger Handwerker und Erzeuger aus der Region, deren Produkte - Töpferwaren, Honig, Konfitüren, Käse, Wein, eingelegte Kastanien - eine nähere Prüfung lohnen. Dann geht es durch enge Kurven hinauf nach Sollacaro , das als einstiger Hauptort über dem unteren Taravo-Tal thront. Von hier regierte die Familie d'Istria bisweilen sehr despotisch über das Sartenais. Die Festungsruine liegt oberhalb des Dorfs. Nach einem Spaziergang geht es zurück bis zum Abzweig der D 57. Sie folgen der D 302 nach Calzola.

13:00

Kurz vor der alten Brücke liegt das Bio-Weingut Domaine Comte Abbatucci . Die dort erzeugten, zum Teil außergewöhnlichen Cuvées aus den Rebsorten Vermentino, Sciacarello und Nielluccio können Sie im kleinen Restaurant Le Frère probieren, das ein Bruder der beiden Winzer betreibt (ein Stück weiter an der Auberge U Mulinu rechts einbiegen). Hier genießen Sie korsische Spezialitäten vom Lamm und der alten Rinderrasse Vache Tigre und sitzen mitten im Maquis auf schattiger Terrasse. Nach dem Essen geht es weiter über die D 757 Richtung Porto-Pollo. Etwa auf halber Strecke dahin liegt links der Straße der unauffällige Weinkeller der Domaine de Pratavone , die hoch prämierte Weine keltert, die es auch im Direktverkauf gibt.

16:00

Nach den vielen Kurven ist es Zeit, ans Meer zu kommen - die D 757 endet im Städtchen Porto-Pollo am Golfe de Valinco. Außer dem Strand bietet die Bucht ein schönes Schnorchelrevier - auch ohne Tauchausrüstung eine Gelegenheit, die wunderbare Unterwasserwelt der Insel zu entdecken! Ideal zum Tagesausklang - inklusive Sonnenuntergang! - ist ein Abendessen im L'Escale. Das idyllisch am Strand gelegene Restaurant serviert ausgezeichneten Fisch.

Bergwald und Kultur: Die Castagniccia

8:00

Sie starten möglichst früh an der Ostküste bei Casamozza , ca. 20 km südlich von Bastia. Auf der N 193 folgen Sie zunächst dem Flusslauf des Golo nach Westen, biegen in Barchetta nach rechts auf die D 15 ab und fahren über Campitello und Bigorno. Die Panoramastraße überwindet eine Höhe von 450 m. Jede Haarnadelkurve bringt neue Aussichten, die über das Golo-Tal weit bis zu den Hochgebirgsgipfeln reichen. Über die D 5 bei Lento kehren Sie wieder zurück zur N 193. Kurz darauf wird Ihnen bei Ponte Novu die verfallene Steinbogenbrücke über den Golo auffallen. Hier verlor Pasquale Paoli, der große korsische Freiheitskämpfer, mit seinen Truppen am 8. Mai 1769 die entscheidende Schlacht gegen die Franzosen und damit die nur 14 Jahre dauernde korsische Unabhängigkeit. Seitdem gehört Korsika zu Frankreich. Ein Denkmal erinnert an die Toten.

In Ponte Leccia biegen Sie noch vor der großen Golo-Brücke links auf die D 71 ab. Die Straße bringt Sie bis auf 750 m Höhe. Niedriger Waldbestand mit Olivenbäumen und Korkeichen bestimmt das Landschaftsbild. So kommen Sie ins Bergdorf Morosaglia, den Geburtsort Pasquale Paolis, wo Sie natürlich das Musée Pasquale Paoli in seinem Geburtshaus am östlichen Ortsausgang besuchen müssen.

12:00

Hinter dem Ort erstreckt sich das ausgedehnte Gebiet der Castagniccia. Die Straße führt hinauf bis zum Col de Prato (985 m), der den Blick freigibt bis zur Ostküste. Wenige winzige Dörfer ragen mit ihren von der Sonne angestrahlten Mauern wie Inseln aus einem Waldmeer hervor. Hinter dem Pass gabelt sich die Straße nach etwa 5 km. Linksab lohnt ein Abstecher nach La Porta , schon wegen seiner Barockkirche mit dem frei stehenden Glockenturm, dem schönsten der Insel, aber auch wegen der hervorragenden regionalen Küche im L'Ampugnani. Die Hauptstrecke führt anschließend weiter in Richtung Piedicroce. Nach einer Kurve werden Sie überrascht von der schon fast völlig überwucherten Ruine des Couvent d'Orezza . Das ehemalige Franziskanerkloster war einst das Zentrum der korsischen Unabhängigkeitsbewegung. Probieren Sie danach das überall auf Korsika erhältliche Sprudelwasser von Orezza direkt aus seiner Quelle im früheren Heilbad Eaux d'Orezza, die Sie mit einem kurzen Abstecher nach links über die D 506/D 46 erreichen.

15:00

Weiter geht es gen Süden auf der D 71. Hinter dem Col d'Arcarotta blicken Sie in das weite Tal des Alesani mit seinem markanten Stausee, der zur Bewässerung der Costa Verde dient. Für einen preiswerten Imbiss oder ein spätes Mittagessen, etwa einen Teller mit Charcuterie, sorgt am Berg die Auberge des Deux Vallées . Wer wiederkommen will: Im Juli und August findet hier sonntagsvormittags ein regionaler Spezialitätenmarkt statt. Später, schon auf dem Weg nach Norden, taucht Cervione malerisch vor Ihnen am Hang auf, umgeben von Weinbergen, Edelkastanien- und Olivenhainen. Der ehemalige Bischofssitz lädt mit Cafés und Restaurants mit Blick aufs Meer zur Rast ein.

Kurz hinter dem Ort biegen Sie von der Hauptstraße links ab auf die D 330 nach Santa-Maria-Poggio. Hier beginnt die Corniche de Castagniccia, eine der schönsten Panoramastrecken Korsikas. Auf den Hängen, an denen sie entlangführt, wachsen die Sträucher der Macchia, Ginster und Edelkastanien; überall bieten sich Aussichten über die fruchtbare Ebene der Costa Verde. Über San Nicolao geht es weiter in Richtung Santa-Lucia-di-Moriani. Die Landschaft strotzt in diesem Abschnitt nur so vor üppigem Grün, durchzogen von kleinen Wasserfällen. Die Straße schmiegt sich regelrecht an den steilen Hang und bietet immer wieder tolle Blicke auf die Küste. Die D 34 führt zum Küstenort Moriani-Plage mit seinem großen Sandstrand. Nach einem erfrischenden Bad lassen Sie beim Sundowner im Lido die Erlebnisse des Tages Revue passieren, genießen den Blick aufs Meer und schwören sich: Nach Korsika komme ich wieder!

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Seit 1999 lebt und arbeitet Stefan Miebach auf Korsika. Zunächst selbstständig im Tourismus tätig, wechselte er 2004 ins österreichische Feriendorf "Zum störrischen Esel" nach Calvi. Dort arbeitet er als Wander- und Radguide und begeistert deutschsprachige Gäste von seiner Trauminsel. Lust auf noch mehr Korsika bekommt er im Winter bei neuen Entdeckungstouren.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de