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Reiseführer Köln:Essen & Trinken

Sushi oder Sauerbraten? In Köln bewirtet man Sie mit der Küche aller Herren Länder, oder serviert Deftiges aus dem Brauhaus

Selbstverständlich können Sie auch in Köln kulinarisch um die ganze Welt reisen. Aber den Reiz machen natürlich heimische Spezialitäten wie der berühmte Halve Hahn aus. Wann dieser erfunden wurde, ist auf den Tag genau überliefert: Ein gewisser Wilhelm Vierkötter hatte sich am 18. April 1874 im Brauhaus Lölgen (existiert heute nicht mehr) mit seinen Gästen einen Scherz erlaubt: Er hatte ihnen zum Essen halbe Hähnchen versprochen, tischte dann aber Käse auf.

Im Brauhaus kellnert übrigens ein Köbes, der kölsche Name für Jakob. Ursprünglich waren das Brauburschen, die im Ausschank aushalfen. Berüchtigt sind die Köbesse für ihren brachialen Humor. Wenn Sie Mineralwasser bestellen, fragt der Köbes: „Soll ich auch Handtuch und Seife mitbringen?“ Zu den Köbes-Ritualen gehört, dass er Ihnen ein Glas Kölsch hinstellt, auch wenn Sie noch gar nichts bestellt haben. Manchmal serviert er Ihnen auch gleich zwei Kölsch: „Dann biste wat beschäftigt un ich muss nit dauernd hin- und herlaufen.“

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Jürgen Raap, gebürtiger Kölner, lebt als Autor und Künstler im Stadtteil Ehrenfeld. Hier spielen u. a. auch die Krimis, die Raap zwischen 1989 und 2007 veröffentlichte. Als Journalist schrieb er in den 1980er- und 1990er-Jahren Reportagen für die „Kölner Illustrierte“ und Stadtführer zu Spezialthemen. Er ist profunder Kenner der Kaschemmen und Kathedralen der Stadt, ihrer Kultur und ihres sprichwörtlichen Klüngels.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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