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Reiseführer Kalifornien:Praktische Hinweise

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Kalifornienreise

Anreise

Lufthansa fliegt in Kooperation mit United Airlines täglich nonstop von Frankfurt und München jeweils nach San Francisco und nach Los Angeles. Flugdauer: rund elf Stunden. Preis je nach Saison ca. 600–1300 Euro. Bei den meisten anderen Verbindungen müssen Sie umsteigen.

Los Angeles

Flüge aus Europa und von der Ostküste der USA landen auf dem Los Angeles International Airport (LAX). Die Busse der Mietwagenfirmen fahren vor der Gepäckausgabe ab und bringen Sie zu den Anmietstationen außerhalb des Flughafengeländes. Die beste Busverbindung in die Stadt: Super-Shuttle, deren Kleinbusse als Sammeltaxi zu allen gewünschten Adressen der Stadt fahren ( www.supershuttle.com ). Einstieg: Verkehrsinsel vor dem Gebäude. Hotels in Flughafennähe bieten meist eigene Shuttlebusse. Für eine wegen der weiten Entfernungen teure Taxifahrt vereinbart man am besten einen Festpreis (flat fee). Anhaltspunkt: ein Taxi nach Hollywood kostet mindestens 35 $.

San Francisco

Flüge aus Europa und von der Ostküste landen auf dem San Francisco International Airport (SFO). Wegen der Nähe zur Stadt und der mangelnden (und teuren) Parkmöglichkeiten ist es ratsam, einen Wagen erst anzumieten, wenn man Ausflüge machen oder weiterreisen will.

Mehrere Kleinbus-Sammeltaxis wie z. B. Super-Shuttle ( www.supershuttle.com ) fahren an den Verkehrsinseln vor den Terminals ab und steuern für ca. 17–25 $ Fahrpreis jedes gewünschte Ziel im Stadtgebiet an. Das Taxi nach Downtown kostet ca. 35 $, die schnelle U-Bahn-Verbindung mit Bart ( www.bart.gov ) nur 8,25 $, ist jedoch wie die Stadtbusse von SamTrans etwas umständlich mit Gepäck.

Auskunft

California Tourism

Selbst in den kleineren Orten Kaliforniens halten Visitor Centers Informationsmaterial für die Region bereit. Bei der Anreise per Auto geben gut ausgestattete Welcome Centers in den Großstädten und nahe der Staatsgrenzen Auskunft. www.visitcwc.com

Auto

Straßen sind in den USA eingeteilt in County Routes, State- und US-Highways bis zu Interstate-Autobahnen, von denen einige gebührenpflichtig sind. Die Höchstgeschwindigkeiten liegen zwischen 55 Meilen/h (88 km/h) und 70 Meilen/h (112 km/h). Verkehrsregeln und -zeichen in den USA entsprechen weitgehend den deutschen.

Besonderheiten: An Kreuzungen darf man bei Rot rechts abbiegen; der 3-way- oder 4-way-stop, eine Kreuzung mit Stoppzeichen aus allen Richtungen, regelt die Vorfahrt nach dem Prinzip: Wer zuerst kommt, fährt zuerst (in der Reihenfolge der Ankunft an der Stopplinie); auf mehrspurigen Straßen ist rechts überholen gestattet; halten Schulbusse am Straßenrand mit Warnblinklicht, muss der Verkehr in beiden Richtungen stoppen.

Bei Pannen hilft die AAA (American Automobile Association). Für Mitglieder des ADAC, TCS und ÖAMTC mit Mitgliedsausweis ist der Service ( 1800 2224357 ) kostenlos.

Camping & Jugendherbergen

Die schönsten Campingplätze liegen in den State Parks. Reservierungen sind sieben Monate vorab möglich ( Gebühr: 8 $ ) über Reserve America ( 1800 4447275 www.reserveamerica.com ). Viele Details über die einzelnen Parks sind im Internet auf der Seite des Department of Parks and Recreation einzusehen: www.parks.ca.gov .

AYH Youth Hostels sollten im Voraus reserviert werden. Die Häuser liegen häufig an ausgesprochen malerischen Orten. Auch für Familien zu empfehlen. Verzeichnis im Buchhandel oder unter www.hiusa.org .

Diplomatische Vertretungen

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland

Schweizer Generalkonsulat

Österreichisches Honorar- und Generalkonsulat

Einreise

Für Deutsche, Schweizer und Österreicher ist für eine Reise von bis zu drei Monaten kein Visum nötig. Erforderlich ist jedoch der rote, maschinenlesbare Reisepass. Für neu ausgestellte Pässe sind seit Oktober 2006 auch biometrische Daten erforderlich. Neu ausgestellte Kinderpässe erfordern zudem ein Visum – besser gleich einen regulären Pass beantragen! Vor der Reise muss sich jeder im Internet registrieren, dabei wird eine per Kreditkarte zu bezahlende Gebühr ( 14 $ ) fällig. Diese Registrierung gilt dann zwei Jahre lang für alle Reisen. Info: https://esta.cbp.dhs.gov . Weitere Infos: german.germany.usembassy.gov , www.dhs.gov

FKK

Öffentliches Nacktbaden ist im prüden Amerika verboten. Es gibt nur wenige privat geführte FKK-Strände.

Geld

Euro-Bargeld ist nur an Flughäfen und in großen Hotels zu wechseln; auch US-Banken ( werktags 10–15 Uhr geöffnet ) bieten meist keine Wechseldienste an. Populärste Zahlungsmittel sind Kreditkarten (am weitesten verbreitet: Visa, Mastercard/Eurocard). Bargeld bekommen Sie mit EC-Karte und (vierstelliger) PIN an den meisten Geldautomaten, erkundigen Sie sich aber vorab bei Ihrer Bank nach Ihrem Limit. Reiseschecks werden als Zahlungsmittel überall angenommen – Sie bekommen Bares als Wechselgeld zurück.

1 Dollar = 100 Cent. Scheine (bills) gibt es in den Werten 1, 5, 10, 20, 100 Dollar. Münzen (coins) gibt es in den Werten: penny (1 Cent), nickel (5 Cent), dime (10 Cent), quarter (25 Cent), buck (1 Dollar).

Gesundheit

Die Notaufnahmeabteilungen der Krankenhäuser, mit Emergency Room außen deutlich beschildert, helfen bei akuten Notfällen weiter. Übliche Praxis: Das Personal verlangt vor der Behandlung eine Kreditkarte. Die meisten akzeptieren Mastercard und Visa. Schließen Sie in jedem Fall eine Reisekrankenversicherung ab.

Inlandsreiseverkehr

Die Eisenbahngesellschaft Amtrak bietet für 7–21 Tage einen California Rail Pass ( deutsch.amtrak.com ). Greyhound ( www.greyhound.com ) ist die Überlandbuslinie mit dem dichtesten Netz. Auskünfte erteilen die Reisebüros.

Internet & Wlan

Als Geburtsland des Internets ist Kalifornien natürlich perfekt vernetzt. Der Internetzugang im Hotel kostet meist 8–15 $ pro Tag, oft steht aber ein kostenlos zu nutzender Computer in der Hotellobby. Für den eigenen Laptop finden Sie in vielen Hotels und Internetcafés WLAN (WiFi, wireless network), teils kostenlos, teils erhält man gegen Gebühr das Password beim Personal. Für 2–3 $ pro 10 Minuten sind zur E-Mail-Abfrage auch Webcomputer in Coffeeshops oder Büroläden wie Kinko's zu nutzen.

Klima

Die Sommer in Kalifornien sind trocken. Der Winter bringt den ersehnten Regen und in höheren Lagen Schnee. In San Francisco sind die Hochsommermonate wegen des häufigen Nebels kühler als die angenehmeren Monate Mai/Juni und September. Am wärmsten ist der September, wenn die Quecksilbersäule auf über 20 Grad ansteigt. Das mildere Südkalifornien verzeichnet im Winter Spitzentemperaturen zwischen 10 und 18 Grad, von Juli bis September 23 Grad und mehr. Extremwerte in der Wüste: über 50 Grad.

Masse & Gewichte

1 inch = 2,54 cm

1 foot = 30,48 cm

1 yard = 91,44 cm

1 mile = 1,6 km

1 pint = 0,47 l

1 gallon = 3,79 l

1 pound = 453,6 g

Temperaturen lassen sich so umrechnen: Fahrenheit minus 32 mal 5 dividiert durch 9 ergibt Celsius: 0 °C = 32 °F, 10 °C = 50 °F, 20 °C = 68 °F, 30 °C = 86 °F, 40 °C = 104 °F

Kleidergrößen: Bei der Damenkonfektion entspricht US-Größe 4 der deutschen 34, 6 = 36, 8 = 38, 10 = 40, 12 = 42, 14 = 44. Bei den Herren ist die US-Größe: 36 = 46, 38 = 48, 40 = 50, 42 = 52, 44 = 54

Mietwagen

PKW

Mietwagen sind erfahrungsgemäß am preisgünstigsten, wenn man sie von Deutschland aus reserviert. Zudem sind dann Einwegmieten meist ohne Aufpreis möglich. Sehr günstige Tarife für ein- und mehrwöchige Rundreisen bieten für die USA Vermittler wie Auto Europe 0800 5600333 www.autoeurope.de . Ein Preisvergleich lohnt sich. Niederlassungen der Autovermieter befinden sich an allen großen Flughäfen.

Wohnmobil

Reservieren Sie Ihr Wohnmobil rechtzeitig, am besten schon von Deutschland aus. Doch auch kurzfristig kann man noch Glück haben und einen Camper bekommen. El Monte RV Rentals mit Filialen außerhalb von Los Angeles und San Francisco bietet RVs (recreation vehicle) von 700 $ pro Woche an aufwärts. Die Nebensaisonpreise liegen teils 40 Prozent niedriger. Buchung über die Reisebüros oder unter www.elmonterv.com .

Notruf

Die Notrufnummer für Polizei und medizinische Notfälle ist 911 , von Münzfernsprechern kostenlos.

Post

Die meisten Postämter sind Mo–Fr 9–17, manche auch Sa 9–12 Uhr geöffnet. Briefmarken erhalten Sie auch in drugstores. Das Porto für Luftpostbrief und -postkarte nach Europa beträgt je 1,10 $.

Steuer

Die Verkaufssteuer beträgt je nach Region 7,5–10 Prozent. Achtung: Diese sales tax wird erst an der Kasse hinzugerechnet, ist also auf Speisekarten und Preisschildern noch nicht berücksichtigt. Im Hotel wird teils eine Übernachtungssteuer von einigen Prozent aufgeschlagen.

Strom

110 Volt/60 Hertz. Kleingeräte (Rasierapparat, Föhn) funktionieren auch mit dieser Spannung. Man benötigt jedoch Adapter für die Steckdosen.

Telefon & Handy

In öffentlichen Telefonzellen kostet ein Gespräch 25–50 Cent. Hotels verlangen bis zu 1 $ und mehr für eine Einheit. Ferngespräche inneramerikanisch: für Ferngespräche im Land die 1 vor der Vorwahl (area code) mitwählen, für Ortsgespräche die 1 weglassen. Der Operator (man wählt die Nummer 0) hilft beim R-Gespräch (collect call) innerhalb der USA und bei allen Fragen. Gebührenfrei: alle Nummern mit den Vorwahlen 800, 888, 866 und 877. Mietwagenfirmen, Fluggesellschaften und Hotelketten bieten diesen Service für Reservierungen an.

Vorwahl aus den USA nach Deutschland: 01149, Österreich: 01143, Schweiz: 01141; danach die Ortsnetzkennzahl ohne 0.

Tri- und Quad-Band-Handys funktionieren auch in Kalifornien – aber gegen einen Roaming-Aufpreis von bis zu 2 Euro pro Minute. Preiswerter sind für Anrufe von Telefonzellen und im Hotel die an Tankstellen und kleinen Märkten erhältlichen prepaid phone cards.

Trinkgeld

In den Restaurantpreisen ist kein Bedienungsgeld enthalten. Kellner bekommen daher 15–20 Prozent Trinkgeld (tip) vom Endpreis. In Hotels rechnen die Gepäckträger (bell boys) mit mindestens 1 $ pro Gepäckstück. Und vergessen Sie das Zimmermädchen nicht!

Zeit

Pacific Standard Time (PST): mitteleuropäische Zeit (MEZ) minus neun Stunden. Sommerzeit gilt von Mitte März bis Anfang November.

Zoll

Zollfrei sind die persönliche Ausrüstung, 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen und Geschenke im Wert bis 400 $. Die Einfuhr von Lebensmitteln ist beschränkt (keine Wurst, frisches Obst oder frische pflanzliche Produkte, auch nicht als Reiseproviant). Zurück in die EU dürfen Sie pro Person zollfrei einführen: 1 l Spirituosen oder 2 l Wein, 200 Zigaretten, 50 g Parfüm und sonstige Waren im Gesamtwert von 430 Euro.

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Der seit Langem auf Amerika spezialisierte Autor und Filmemacher liebt die Energie Kaliforniens, das er seit seiner Studienzeit in Los Angeles kennt. Ihn faszinieren vor allem die großartige Natur und die Trends, die aus Kalifornien kommen. „Was heute in Kalifornien angesagt ist, gibt es übermorgen im Rest der Welt.“ Als Nordamerika-Korrespondent von GEO Saison lebt er heute in München und Vancouver.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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