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Reiseführer Italien:Bloss nicht

Ein paar Tipps, wie Sie die typischen Touristenfehler vermeiden

Sich beklauen lassen

Besonders auf Brief- und Handtaschen in öffentlichen Verkehrsmitteln sollten Sie gut aufpassen. Auch trägt man beim Stadtbummel die Handtasche und den Fotoapparat grundsätzlich an der zur Hauswand gerichteten Seite, nie zur Straßenseite. Am sichersten sind Brust- und Bauchtaschen. Im Hotel sollten Sie nach bewachten Garagen fragen.

Fälschungen kaufen

Wer beim Kauf von gefälschter Markenware - z. B. Gucci-, Prada- oder Louis-Vuitton-Taschen - erwischt wird, muss mit hohen Bußgeldern rechnen.

Getrennt abrechnen

Italienische Kellner und Gastbetriebe haben wenig Verständnis dafür, dass bei einer Gruppe von Gästen jeder für sich bezahlt. Egal, wie viel oder wie wenig einer gegessen hat, unter Italienern wird die Gesamtrechnung am Ende durch die Zahl derer geteilt, mit denen man gemeinsam gegessen hat.

Ungeduldig werden

Sie werden in Italien - besonders im Süden - einem anderen Zeitgefühl begegnen. Das führt häufig dazu, dass man mit organisatorischer Effizienz nicht weit kommt und oft scheinbar sinnlos warten muss. Dafür haben die Menschen aber viel mehr Zeit, was zu netten Begegnungen und manchmal wundersamen Lösungen von Problemen führen kann.

Der Platzzuweisung vorgreifen

Betreten Sie ein Restaurant, steuern Sie nicht gleich auf einen Tisch zu. Der Ober wird Ihnen einen Tisch zuweisen. Sie können Ihre Wünsche äußern, die gern berücksichtigt werden, sofern der betreffende Tisch nicht reserviert ist.

Allzu freizügig in Kirchen

Bitte nicht in Shorts oder mit nackten Schultern Kirchen besuchen, erst recht nicht während des Gottesdienstes.

Bestellen, ohne den Preis zu erfragen

In vielen Fällen empfiehlt es sich, vorher nach dem Preis zu fragen, z. B. vor einer Taxifahrt, bei der Zimmerbestellung, vor Inanspruchnahme einer Autowerkstatt oder wenn man das toskanische Steak, die fiorentina, oder Fisch bestellt, deren Preise häufig pro 100 g (etto) ausgezeichnet sind.

Zitronen oder Feigen pflücken

Vor allem im Süden kommt man vorbei an Gärten mit Bäumen voller Feigen, Zitronen und Orangen. Auch wenn sie einem fast in den Mund fallen, sollte man der Versuchung widerstehen. Oft trifft man jemanden: beim Bauernhaus, beim Arbeiten in den Plantagen - fragen Sie! In der Regel sind die Menschen stolz auf ihre Erzeugnisse und schenken Ihnen dann gern ein paar Früchte.

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Bettina Dürr pendelt seit bald drei Jahrzehnten zwischen Bologna und Düsseldorf. Sie schreibt Reiseführer und übersetzt Kinder- und Jugendliteratur. Gelegentlich organisiert sie für kleine Gruppen Kurzreisen zu ausgewählten Themen. So kommt sie fast automatisch viel in Italien herum. Richtig Ferien machen kann sie kaum noch - eine Art Berufsdeformation.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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