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Reiseführer Indien:Erlebnistouren

Jeder Zipfel dieser Erde hat seine eigene Schönheit. Wenn Sie Lust haben, die einzigartigen Besonderheiten dieser Region zu entdecken, wenn Sie tolle Tipps für lohnende Stopps, atemberaubende Orte, ausgewählte Restaurants oder typische Aktivitäten bekommen wollen, dann sind diese maßgeschneiderten Erlebnistouren genau das Richtige für Sie. Machen Sie sich auf den Weg und folgen Sie den Spuren der MARCO POLO Autoren.

Indien perfekt im Überblick

Tag 1-5

Start ist in Mumbai , wo das Gateway of India zu Ehren von Königin Mary und König George V. erbaut wurde, die 1911 hier indischen Boden betraten. Vom Chhatrapati Shivaji Terminus, dem majestätischen Bahnhof der Wirtschaftsmetropole aus Kolonialzeiten, geht es an Tag 2 in ca. 9 bis 14 Stunden über Goas Hauptbahnhof in Magadon weiter nach Panaji in Goa. Entspannen Sie sich an Tag 3 an den Stränden im Norden und Süden und genießen Sie die portugiesisch geprägte Lebensart. Per Nachtzug erreichen Sie in ca. zehn Stunden die kleine Stadt Hospet. Von dort aus nehmen Sie eine Autorikscha (13 km), um Hampi zu besuchen. Erkunden Sie die Ruinenstadt des untergegangenen Reichs Vijayanagara in ihrer einzigartigen Landschaft. An Tag 5 geht es zurück in die Moderne: In etwa zehn Stunden erreichen Sie per Zug die Metropole Bangalore , eines der Hightechzentren Indiens. Schon die Briten schätzten die Stadt ihres angenehmen Klimas wegen.

Tag 6-11

Mit der Bahn reisen Sie an Tag 6 in drei Stunden bequem nach Mysore . Dies ist der richtige Ort, um Sandelholzsouvenirs zu kaufen. Von dort aus geht es an Tag 7 mit dem Bus (ca. 8 Std.) nach Kochi , wo Sie am Abend eine Aufführung des Tanztheaters Kathakali besuchen. An Tag 8 brechen Sie mit dem Taxi in Richtung Süden auf (1 Std. Fahrt). Ab Alappuzha beginnt das Gebiet der Backwaters . Hier ist der Weg das Ziel: Lassen Sie im kettuvalam, einem gestakten Hausboot, die grünen Ufer an sich vorbeiziehen, gern gleich drei Tage lang. Über Kollam und Thiruvananthapuram gelangen Sie per Mietwagen mit Fahrer an Tag 11 in vier Stunden nach Kanyakumari, legen unterwegs aber noch einen Stopp am Strand von Varkala ein. Weiter südlich als nach Kanyakumari geht es nicht: Am Kap treffen die Wasser der Arabischen See und des Golfs von Bengalen auf die des Indischen Ozeans.

Tag 12-17

Nun erwartet Sie die Ostküste Indiens: Ein Zug bringt Sie an Tag 12 in ca. 13 Stunden zur ehemaligen französischen Kolonie Pondicherry . Polizisten tragen hier bis heute Uniformen mit französisch anmutenden Mützen, den kepis. Das nahe Auroville , in das Sie an Tag 13 per Taxi (45 Min.) gelangen, ist ein Langzeitexperiment alternativer Lebensführung, das schon über 45 Jahre läuft - werden Sie für zwei Tage Teil dieser Gemeinschaft. Beim Meditieren genug Kraft geschöpft? Dann sind Sie an Tag 15 bereit für die vier- bis fünfstündige Bahnfahrt in das chilischarfe Chennai , die viertgrößte Stadt des Landes. Flanieren Sie den Marina Beach entlang, einen der längsten Stadtstrände der Welt. Am Tag darauf fliegen Sie ins muslimisch geprägte Hyderabad , das heute als "Cyberabad" mit Bangalore um den Ruf der Hightechmetropole wetteifert. Wiederum per Flugzeug gelangen Sie an Tag 17 nach Kolkata , die einstige Kapitale des britisch-indischen Kolonialreichs, heute Boomtown und Ziel immer neuer Einwanderer.

Tag 18-22

Bei der nächsten Etappe ist Zugfahren Pflicht - es geht in rund 20 Stunden nach Darjeeling , wo Sie auch noch den darauffolgenden Tag verbringen. Sehen Sie in über 2000 m Höhe die Ernte des berühmten Tees - und erfahren Sie wahre Größe: Das Panorama des Himalaja ist atemberaubend. Vom nächsten Flughafen aus, dem Bagdogra Airport 70 km südlich, sind es an Tag 20 zwei Stunden Flug nach New Delhi , Stadt der Hinduherrscher, der muslimischen Mogulkaiser und britisch-kolonialer Regierungssitz. Heute steht Indiens Hauptstadt für die erkämpfte Unabhängigkeit. Hier verbringen Sie auch noch den nächsten Tag, um am Vorabend von Tag 22 für einen Sprung nach Jaisalmer am Ausläufer der Seidenstraße in der Wüste Thar in einen Nachtzug zu steigen.

Tag 23-28

Wiederum mit dem Zug machen Sie an Tag 23 die 3,5-stündige Tour zur "blauen Stadt" Jodhpur und bummeln über ihren Basar mit vielen Gewürzständen. Die Fahrt durch Rajasthan beendet an Tag 24 nach vier Stunden Zugfahrt ein Besuch der "Pink City" Jaipur mit dem Freiluft-Observatorium Jantar Mantar. Eine Reise durch Indien wäre aber nicht perfekt, wenn Sie nicht an Tag 25 per Zug (3,5 Std.) über Agra zum Taj Mahal fahren und es besichtigen würden. In Agra steigen Sie an Tag 26 in den Zug (9-10 Std.) nach Khajuraho Dort besuchen Sie einzigartige Hindutempel mit erotischen Darstellungen. Nach einem einstündigen Flug erreichen Sie Varanasi , wo Sie übernachten und am Morgen auf einer Ganges-Bootsfahrt zuschauen, wie die Morgensonne über den Ghats der heiligen Stadt aufgeht.

Rajasthan, Land der Rajputen und Tiger

Tag 1

Sicher werden Sie Jaipur nicht verlassen, bevor Sie sich in der Stadt der rosa Mauern umgesehen haben. Bereits die Reise auf dem Highway Nr. 8 führt Sie dann durch Ausläufer der Wüste Thar. Ihr erster Zwischenstopp ist Ajmer , die Halbmillionenstadt mit Heiligtümern der Muslime und der Jains. Nicht weit entfernt von hier liegt der Ort Pushkar mit seinem heiligen See, Devotionalienkitsch und kleinen Restaurants. Südlich davon ist Rajasthan grüner, Sie queren den Fluss Luni, der hier auch Sagarmati heißt, und folgen der NH8. Am Abend erreichen Sie Ihre erste Unterkunft, in der Sie zwei Nächte verbringen werden: Maharani Bagh nahe Ranakpur macht seinem Namen - "Königinnengarten" - alle Ehre. Natur und Landschaft sind vielfältig: Trockenwälder wechseln sich mit Felsen ab, und sobald Wasser aus dem Boden tritt sprießt frisches Grün hervor.

Tag 2

Vom Hotel aus unternehmen Sie einen Tagesausflug nach Ranakpur mit seinen Jain-Tempeln und zur gewaltigen Rajputenfestung Kumbhalgarh (mit dem Auto ca. 1 Std.). Beide Anlagen eignen sich für Wanderungen - Informationen dazu erhalten Sie in Maharani Bagh.

Tag 3

Am Vormittag von Tag 3 gelangen Sie vom Hotel aus nach etwa zwei Stunden Fahrt in Richtung Udaipur nach Molela . In dem Keramikerdorf treffen Sie auf lebendige Handwerkskunst: Hier entstehen Götter- und Tierskulpturen, die in ganz Rajasthan verkauft werden. Nach weiteren 60 km erreichen Sie Udaipur . Der alte Stadtkern und die Basare im nördlichen Teil sind voller Verlockungen zum Einkaufen. Ruhe und Ursprünglichkeit erleben Sie südöstlich von Udaipur im Heritage-Hotel Karni Fort Bambora 32 Zi. und Suiten Bambora | Tel. 9983-33 61 57 | www.karnihotels.com |), eingerichtet in einem altehrwürdigen Fort, das liebevoll von der Familie der Fürsten wiederaufgebaut wurde.

Tag 4

Vom Hotel brechen Sie in nordöstlicher Richtung auf und erreichen in etwa drei Stunden (99 km) die Ruinen auf der Hochfläche von Chittorgarh , der mittelalterlichen Residenz der Mewar-Herrscher, wo Sie für einen Besuch haltmachen. Danach geht die Fahrt 193 km weiter zur kaum vom Tourismus berührten Maharadschastadt Kota ; der einstige Herrschaftssitz Garh Palace beherbergt heute ein Museum. Kotas Schwesterstadt Bundi ist noch etwas pittoresker und nur rund 40 km entfernt - versäumen Sie nicht, den trutzigen Palast oberhalb der Stadt mit seinen farbigen Fresken zu besuchen, bevor Sie Ihre Unterkunft ansteuern: das Hotel Haveli Braj Bhushanjee.

Tag 5

Auf halber Strecke von Bundi nach Jaipur (ca. 3 Std. Fahrtzeit) kommen Sie bei Sawai Madhopur zum fast 400 km2 großen Nationalpark Ranthambore mit Wildtieren, darunter auch Tiger. Die Nacht verbringen Sie in einem ehemaligen Jagdschloss: Jhoomar Baori Castle .

Tag 6

Die Dörfer um Sawai Madhopur sind bekannt für ihre handgefertigten Teppiche. Es ist eindrucksvoll, den Weberinnen bei ihrer Arbeit zuzusehen. Fragen Sie dazu vorab bei Village Women Craft an. Sie bekommen dann einen Ort genannt und erhalten die Wegbeschreibung dorthin. Nach diesem letzten Stopp gelangen Sie in nördlicher Richtung über die NH12 nach ca. 3,5 Stunden zurück zum Ausgangsort Jaipur .

Strandleben und Jaintempel in Kathiawar

Tag 1

Sie betreten Kathiawar durch das Gateway of Gujarat, Ahmedabad . Nehmen Sie teil an einem Heritage Walk der Ahmedabad Municipal Corporation, einem Spaziergang durch die Altstadt, der Sie auch in reich verzierte Hinterhöfe altehrwürdiger Herrenhäuser führt. Im Sabarmati Ashram begeben Sie sich auf die Spuren Gandhis und verfolgen den außergewöhnlichen Weg Indiens in die Unabhängigkeit. Am Abend steuern Sie das edle Boutique-Heritage-Hotel The House of MG zum Übernachten an.

Tag 2

Auf dem Highway 8A gelangen Sie über Rajkot nach Junagadh . Etwa 2 km westlich von Damodar Kund beginnt der Anstieg auf den heiligen Berg Girnar der Jains. Nach 10000 Stufen erwarten Sie ein phantastischer Blick und Höhlen mit Verzierungen aus dem 3./4. Jh. Besuchen Sie auch die wunderschönen Mausoleen der einstigen Herrscher der Stadt Junagadh. Übernachtet wird im Relief Hotel.

Tag 3

Weiter geht es zum Gir-Nationalpark . Hier leben die letzten Löwen Asiens in freier Wildbahn - allerdings gehört auch Glück dazu, eines der etwa 300 Tiere zu Gesicht zu bekommen. Die Nacht verbringen Sie im The Gateway Hotel Gir Forest.

Tag 4

Außerhalb Gujarats, in rund 90 km Entfernung am südlichen Ende von Kathiawar, liegt die Insel Diu . Ab dem 16. Jh. war sie ein Schlüsselort des portugiesischen Kolonialreichs, heute erwartet Sie hier eine romantische Altstadt mit weißen Kirchen und Cafés. Zum Übernachten empfiehlt sich das Hotel Samrat.

Tag 5

Mieten Sie sich am Vormittag ein Fahrrad oder einen Motorroller, um sich auf der nur 13 km langen Insel fortzubewegen. Mehrere Sandstrände laden zum Baden ein. Am Abend führt Sie die Rückreise in Richtung Ahmedabad in die kleine Stadt Palitana . Hier ist das GTDC Hotel Sumeru Ihre Unterkunft der Wahl.

Tag 6

Heute heißt es früh aufstehen und viele Treppen steigen: Der 600 m hohe Jain-Tempelberg von Palitana erwartet Sie mit seinen scheinbar zahllosen Heiligtümern aus weißem Marmor. Am verzaubertsten wirkt er in der Stille der Morgendämmerung. Zurück im Ort brechen Sie nach Nordosten in Richtung Ahmedabad auf (3 Std. Fahrt), halten aber unterwegs noch einmal in Lothal . Hier, nahe der Mündung des Sabarmati-Flusses, lag vor über 4000 Jahren ein Hafen der Indus-Kultur, heute ist dies eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten des Subkontinents. Nach weiteren 79 km Fahrt gelangen Sie zurück nach Ahmedabad .

Heilige Stätten der Hindus und Buddhisten

Tag 1-2

Sie haben Indien nicht gesehen, wenn Sie nicht in Varanasi waren, dem Pilgerziel jedes frommen Hindus und an indischer Kultur interessierten Touristen - auch wenn es manchen vor den Verbrennungsstätten unter freiem Himmel schaudert. Planen Sie hier zwei Übernachtungen ein, denn nur 10 km nördlich von Varanasi, in Sarnath predigte Buddha. Dorthin machen Sie am zweiten Tag einen Ausflug.

Tag 3

Über die Grand Trunk Road, die Nationalstraße Nr. 2 Richtung Kolkata, erreichen Sie an Tag 3 nach rund 250 km Bodhgaya , den Ort von Buddhas Erleuchtung. Es ist genug Zeit, sich die Tempel und heiligen Stätten anzusehen, denn Sie übernachten auch im Ort.

Tag 4-5

Von Bodhgaya geht es in Richtung Patna weiter. Zunächst besuchen Sie die Stätten von Rajgir - u. a. den Baumpark Venu Vana, in dem Buddha mit seinen Schülern lebte. Er wird von Buddhisten aus aller Welt besucht. Nächstes Ziel ist Nalanda mit den Ruinen einer der bedeutendsten buddhistischen Universitäten des Mittelalters. Nach diesem Stopp fahren Sie weiter nach Patna , Bihars Hauptstadt, wo Sie für zwei Nächte im Hotel Windsor einchecken. An Tag 5 besichtigen Sie die Palastreste von Kumrahar in Patna am Ganges. Diese werden dem Maurya-Kaiser Ashoka zugeschrieben, dem großen Förderer des Buddhismus, der im 3. Jh. v. Chr. über den Großteil Indiens herrschte.

Tag 6

Über die Gangesbrücke von Patna, mit 5575 m eine der längsten Brücken Indiens, kommen Sie in eine Landschaft tropischer Fülle mit Bananen- und Mangohainen. Nach etwa einer Stunde Fahrt in Richtung Norden erreichen Sie Vaishali , wo mehrere buddhistische Stupas, eine Ashoka-Säule mit dem Löwensymbol und ein uraltes Shiva-Lingam mit vier Gesichtern erhalten sind. In Vaishali, so heißt es im uralten Epos Ramayana, habe ein erstes indisches Parlament getagt. 217 km weiter nordwestlich, schon nahe der Grenze zu Nepal, erreichen Sie am späten Nachmittag Kushinagar , wo Buddha ins Nirvana eingegangen sein soll. Der Nirvana-Tempel mit einer riesigen Statue des liegenden Buddha und die Mukta-Bandhana-Statue sind sehenswert. Wer zum Übernachten nicht das mittelpreisige Hotel Imperial Kushinagar im Ort wählt, findet einfachere Unterkünfte im 50 km westlich gelegenen Gorakhpur.

Tag 7-8

Auf der Nationalstraße 28 geht es nach Westen, in Richtung Lucknow. Nur 6 km entfernt von Faizabad liegt Ayodhya , der Legende nach der Geburtsort des Götterhelden Rama und deshalb einer der sieben heiligsten Pilgerorte Indiens. Er steht beispielhaft für die Rolle der Religion in der Gesellschaft und Politik Indiens: Eine Moschee, die an der überlieferten Stelle der Geburt erbaut worden war, wurde 1992 von radikalen Hindus zerstört. 2002 kam es zu neuen Ausschreitungen, auch in Gujarat. Vor allem bis dahin friedlich mit Hindunachbarn lebende Muslime wurden zu Hunderten getötet. Die Polizei schritt zu spät ein. Indiens Premierminister Narendra Modi, damals Ministerpräsident Gujarats, steht bis heute wegen der Ausschreitungen in der Kritik.

Tagesziel ist das ca. 130 km von Faizabad entfernte Lucknow , wo Sie übernachten und auch noch den darauffolgenden Tag sowie die Nacht verbringen. Die Millionenstadt gehört zu den wenig besuchten, aber besonders interessanten Zielen Nordindiens. Sie war Residenz der reichen Nawabs von Oudh (Avadh) und Schauplatz des Aufstands von 1857 gegen die britischen Kolonialherren. Schlendern Sie über den Janpath Market und lernen Sie die lokaltypischen Waren kennen: reich bestickte Chikan-Hemden und den süßen Duft von Attar (mit destillierten Blüten verfeinertes Öl).

Tag 9-10

Am Morgen brechen Sie auf in Richtung Varanasi. Bei Kanpur kreuzt die Straße den Ganges und trifft wieder auf die Grand Trunk Road, auf der Sie nach rund 200 km in Allahabad eintreffen. Nahe der Stadt fließt der Yamuna in den Ganges. Da beide Ströme heilig sind, streben Millionen von Hindus nach Allahabad zu einem Bad im Sangam (etwa: Zusammenfluss, aber auch Gemeinschaft). Selbst wenn zum Zeitpunkt Ihrer Reise kein Pilgerfest ansteht, ist die Stadt einen Besuch wert: Besichtigen Sie Tempel, das Heim der Nehru-Familie (Anand Bhavan), das Indira Gandhi 1970 dem Staat schenkte, Gärten sowie Museen. Um genügend Zeit zu haben, bleiben Sie über Nacht in Allahabad, z. B. im Hotel Kanha Shyam, und legen an Tag 10 die restlichen 136 km nach Varanasi zurück.

Goas grünes Hinterland

Tag 1

Panaji (Panjim) ist der Ausgangsort dieser Route. Goas Hauptstadt lohnt mindestens ein paar Stunden Aufenthalt: Das alte Viertel Fontainhas hat viele reizvolle Ecken, die Sie auf einem Streifzug zu Fuß erkunden. Eine Stärkung genießen Sie mit schönem Ausblick auf den Mandovi-Fluss im Dachrestaurant des Hotel Manvins.

Gemütlich geht's auf der Küstenstraße Richtung Norden, vorbei an den Badeorten Candolim und Calangute, nach Anjuna . Der Flohmarkt der Stadt ist eine Institution. Die einstige Notgroschenquelle der Hippies hat sich zum bunten Besuchermagneten entwickelt: Sollten Sie noch ein Souvenir suchen, hier finden Sie es. Ein Besuch einer der benachbarten Strände ist ebenso immer empfehlenswert. Wenn Sie schon immer im warmen Meer auf einer Plastikbanane reiten wollten - jetzt haben Sie die Gelegenheit dazu. Andere Aktivitäten sind z.B. Windsurfen und Paragliding (große Auswahl von Anbietern in den Badeorten | www.watersportscenter.com ). Auf dem Flohmarkt können Sie Proviant für ein Picknick kaufen, alternativ gibt es am Strand fliegende Händler.

Die nächste Station befindet sich 28 km östlich im Landesinneren: 5 km vor Bicholim liegt der Mayem Lake umgeben von alten Bäumen. Hier übernachten Sie im Mayem Lake View Resort, lassen den Tag aber erst noch mit einer Tretbootfahrt ausklingen.

Tag 2

Der zweite Tag führt Sie weiter in östlicher Richtung zur 10 km entfernten Tempelanlage von Sanquelim . Auf einer Anhöhe über dem Fluss steht hier der Vithalla-Tempel, der deutliche Züge nordindischer Architektur trägt. Erbaut wurde er von einer Herrscherfamilie mit Wurzeln in Rajasthan. Wenige Kilometer weiter erreichen Sie den östlichsten Punkt der Route, die 25 m hohen Wasserfälle von Arvalem . Das Wasser am Fuß der Fälle lädt zum Eintauchen ein. Kunsthistorisch bedeutend sind die nur gut 2 km westlich gelegenen Tempelgrotten , die im 7. und 8. Jh. aus dem Fels gehauen wurden.

Weiter geht es zurück über die NH1, bei Bicholim biegen Sie nach Süden ab und erreichen das Tal von Naroa (Narwe). Dort ist der Saptakoteshwar-Tempel ein beliebtes Hindupilgerziel. Das Heiligtum wurde 1668 vom Marathenherrscher Shivaji (Sanskrit-Inschrift über dem Eingang) erbaut, der darin verehrte Shiva-Lingam ist noch älter.

Folgen Sie der Straße weiter zum Ufer des Mandovi und wechseln Sie per Fähre auf die Insel Divar . Vorbei an vielen Feldern und freier Natur, zwei weißen Kirchen am Wegesrand und einigen hübschen Häusern im Dorf Divar fahren Sie über das idyllische Eiland, biegen nach einer Runde durch den Ort zur Fähre ab und setzen dann nochmals über den Fluss, um nach Velha Goa (Old Goa) zu gelangen. Schlendern Sie zwischen den Ruinen und Kirchen der einstigen portugiesischen Kolonialkapitale entlang, bevor Sie von hier aus auf der Straße am Mandovi-Ufer entlang und über die Ponte de Linhares nach Panaji (11 km) zurückkehren. Belohnen Sie sich zum Abschluss der Tour mit einem Punjabi-Festmahl im Sher-e-Punjab.

Weiter zu Kapitel 16

Eine staubige Piste voller Schlaglöcher diente als Landebahn, als Michael Neumann-Adrian 1966 das Dorf Khajuraho besuchte. Gemeinsam mit Ehefrau Edda veröffentlichte er viele Bücher zu Indien. Der Journalist Gabriel A. Neumann studierte Hindi und die Geschichte des Subkontinents und schreibt heute gemeinsam mit seinen Eltern über Südasien.

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Quelle: www.marcopolo.de

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